Kultur
Zehn hochprozentige Filme
Von Philippe Zweifel. Aktualisiert am 23.07.2009 31 Kommentare
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Film
«The Hangover» mit Justin Bartha, Heather Graham, Bradley Cooper. Regie: Todd Philips. Am 23. Juli im Kino.
Schon die ersten Stummfilme verpassten ihren Figuren ein paar Drinks, um Konflikt zu erzeugen oder dem Slapstick zu huldigen. Es folgten Screwball-Komödien und Detektivfilme mit Hauptfiguren, die eine muntere Aufgeschlossenheit für Alkohol an den Tag legten. Und was wären James Bond und andere Spione ohne ihre Drinks?
Für Regisseure bietet der beschwipste Held verschiedene Möglichkeiten. Als sozialer Outsider dient er als Kommentator einer vermeintlich gesunden Gesellschaft. Im Fall des eleganten Cocktail-Schlürfers etabliert er ohne viele Worte Coolness. Und als liebenswerter Betrunkener ist er ideal für komische Kontrapunkte innerhalb einer Geschichte.
Heute, in Zeiten politischer Korrektheit, habens trinkende Helden schwerer. So sind sie meistens Versager oder Figuren, denen das Ruder aus der Hand läuft. Schade eigentlich. Wie unsere Bildstrecke zeigt, basieren viele der witzigsten Filme auf Figuren, die einem Gläschen nicht abgeneigt sind.
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Erstellt: 23.07.2009, 09:39 Uhr
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31 Kommentare
Hector Babenco liess 1987 Jack Nicholson und Meryl Streep in "Ironweed" ("Wolfsmilch") als Obdachlose dem Alkohol fröhnen, und Meg Ryan säuft sich in "When A Man Loves A Woman" (USA 1994) fast um den Verstand (und um Andy Garcia). Unvergessen ist Lee Marvin in der Western-Komödie "Cat Balou" (USA 1965) und die Satire "Return Of Captain Invincible" (AUS 1983) über einen saufenden Superhelden. Antworten
Klasse, dass da "Whitnail & I" auf der Liste ist. Ich dachte schon, ich sei der einzige, der je davon gehört hat. Kenne ihn erst seit 3 Jahren, aber er hat sich zu meinem #1 Kultfilm gemausert. "I demand to have some booze!" Und - wer hier "The Lost Weekend" erwähnt sollte im gleichen Zug auch unbedingt "Days Of Wine And Roses" nennen (1962, Jack Lemmon, Lee Remick) Antworten
"Who's Afraid Of Virginia Woolf?" fehlt definitiv auf der Liste. "Leaving Las Vegas" gehört zu meinen persönlichen Top 20 der schlechtesten Filme aller Zeiten. Spätestens in der Szene, wo Nicolas Cage seine Unterwassertrinkkünste vorzeigt, merkt man, dass dieser Film massiv überschätzt wird. Antworten
Mir ist aufgefallen das ich noch garkeiner dieser Filme gesehen auser auser Lebowsky, jedoch denke ich bei Lebowsy mer an den SToff den er die ganze Zeit rauchte. Sowieso finde ich Komödien mit Drogen wie Mariuana oder so sind witziger als die über Alkohol. Für mich fehlt auf jeden Fall GRAN TORINO, ist zwar ein Drama, aber die Bambusratte usw. finde ich zum Totlachen Antworten
Nicht vergessen - ist halt schon ewas weiter zurück, aber immer noch so glänzend wie verstörend: "The Lost Weekend" (1945) von Billy Wilder, als der noch wirklich gute Filme machte. Ein erfolgloser Schriftsteller (Ray Milland, der später statt der Flasche den Oscar in den Händen hielt) säuft sich langsam um seine Selbstachtung, um seine Kreativität, um seinen Verstand. Beinahe... Antworten
Blotto (1930) von Laurel and Hardy ist der ultimative Alkoholikerfilm. Sie besaufen sich zur Zeit der Prohibition an einem Getränk, von dem sie glauben, dass es Alkohol ist. Bei Leaving las Vegas ist der Alkohol eher Metapher, ein schwieriger Film. Dann gibt es noch die Verfilmungen von "Under the Volcano", und mehrere japanische Filme. Antworten
Leaving Las Vegas ist schlichtweg nicht komisch. Für solche ohne Alkoholprobleme wohl schon. Zum Beispiel erst die Uhr zum Pfandleiher bringen um sich Alkohol zu kaufen um danach den Check unterschreiben zu können. Kann mir aber vorstellen, dass dies nicht von weit hergeholt ist bei wirklich heftigen Alkoholikern. Antworten
Zu den ganz grossen Säuferfilmen gehören unbedingt auch "Under the Volcano" (1984, Regie John Huston; mit Albert Finney, Jacqueline Bisset) nach dem grossartigen Roman von Malcolm Lowry, und "Barfly" (1987, Regie Barbet Schroeder; mit Mickey Rourke, Faye Dunaway) nach dem Buch von Charles Bukowski (der im Film auch himself mittrinkt). Antworten



alveric Vollenweider
leaving las vegas!!! Die traurige Seite der staatlich genehmigten Droge. bei mir hat der Film einen bleibenden Eindruck hinterlassen über den zerfall der Menschlichkeit unter Alkoholeinfluss. und wer gerne liest, kann sich sämtlich Bukowski Bücher genehmigen. sie sind durchzogen mit Alkohol Exzessen. Antworten