«Titanic»-Star ist nach Operation gestorben

Bill Paxton ist nach Komplikationen während einer Operation ums Leben gekommen. Der US-Schauspieler wurde 61-jährig.

Grosse Trauer in der Filmindustrie: Bill Paxton war für viele ein guter und treuer Freund.(Archiv)

Grosse Trauer in der Filmindustrie: Bill Paxton war für viele ein guter und treuer Freund.(Archiv) Bild: Richard Shotwell (AP)/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Hollywood trauert um ein vielseitiges Talent und einen «herzensguten Menschen»: Am Samstag starb Bill Paxton, der unter anderem für seine Filmrollen als Astronaut Fred Haise in «Apollo 13» und als Schatzjäger in «Titanic» bekannt war.

In «Apollo 13» (1995) verkörperte er einen der Astronauten eines Unglücksfluges der Nasa. International bekannt wurde der Schauspieler vor allem durch Nebenrollen in Kassenschlagern, darunter «Titanic» (1997), «Aliens» (1986) und «True Lies» (1994). Der Amerikaner spielte auch in vielen TV-Serien mit, etwa in «Big Love» des Senders HBO über eine Familie von Polygamisten.

Vielseitige Laufbahn

Paxton hatte in der Filmindustrie als Dekorateur Fuss gefasst. Sein Filmdebüt hatte er 1975 in dem Film «Bad Blues Girls» von Jonathan Demme. Er arbeitete später auch als Produzent und Regisseur. Seine Karriere in der Filmbranche erstreckte sich schliesslich über vier Jahrzehnte. «Seine Leidenschaft für den Beruf war für jeden zu spüren, der ihn kannte», zitiert tmz.com Paxtons Familie.

Schauspielkollegen reagierten erschüttert. Elijah Wood brachte seine Trauer beim Kurznachrichtendienst Twitter zum Ausdruck. «Was für ein liebenswürdiger, warmer und netter Mensch. Es ist so traurig, von seinem Tod zu hören.» Auch Jamie Lee Curtis, die mit ihm in «True Lies» spielte, ist betroffen: «So ein lustiger, talentierter, lieber Mensch.»

Ein guter Freund ist nicht mehr

Tom Hanks – Drehpartner bei «Apollo 13» – twitterte: «Bill Paxton war einfach ein wundervoller Mensch.» Arnold Schwarzenegger lobte das vielseitige Talent des Schauspielers: «Bill Paxton konnte jede beliebige Rolle spielen, aber seine beste war die von Bill – eines grossartigen Menschen mit Riesenherz.»

Rob Low, der mit Paxton 1995 «Frank & Jesse» drehte, twitterte, er sei «erschüttert über den plötzlichen Verlust eines guten Freunds, einer der besten Schauspieler in der Branche». Die Liste seiner filme spreche für sich, «Seine Freundschaft war ein Segen».

«Ein kreativer Dynamo»

Der Regisseur James Cameron, der mit Paxton mehrere Filme gedreht hatte, darunter «Titanic» und «True Lies», teilte «Vanity Fair» mit: «Bill schrieb schöne, von Herzen kommende, kluge Briefe, ein Anachronismus in Zeiten der digitalen Kurzmitteilung. Er pflegte seine Freundschaften, war immer für andere da. Er war ein guter Mensch, ein grosser Schauspieler und ein kreativer Dynamo.» (fal/sda)

Erstellt: 26.02.2017, 19:34 Uhr

Artikel zum Thema

Zum Schmachten oder zum Abwinken?

Das Musical «La La Land» ist 14-mal für den Oscar nominiert. Wir haben schon einmal zehn Journalisten in die Romanze geschickt. Mehr...

«Wir dürfen Intoleranz nicht tolerieren»

Essay US-Autor John Irving tritt für Oscar-Dankesreden ein, die klar politisch Stellung nehmen. Gerade jetzt. Mehr...

Lobbyistenverband bläst Verleihung von Branchen-Oscar ab

Mit einem Preis für sauberes Lobbying wollten Berner Interessenvertreter ihr Image aufpolieren. Nun brechen sie die Übung ab. Es gab zu wenige Anwärter. Mehr...

Blogs

History Reloaded Kampf gegen die Einheitswelt

Sweet Home Das tut einer Männerwohnung gut

Die Welt in Bildern

Abgetaucht: In Zürich geniesst man die sommerlichen Temperaturen mit einem Bad im See. (26. Mai 2017)
(Bild: Walter Bieri) Mehr...