Kultur

Alexander Pereira wird Intendant der Salzburger Festspiele

Aktualisiert am 19.05.2009

Der Leiter der Zürcher Opernhauses stach seine beiden Konkurrenten im Rennen um die Nachfolge von Jürgen Flimm aus. Die Entscheidung fiel überraschend schnell.

Alexander Pereira, der langjährige Leiter des Zürcher Opernhauses, wird neuer Intendant der Salzburger Festspiele. Das Festspiel-Kuratorium entschied sich damit am Dienstagabend überraschend schnell für den gebürtigen Wiener.

Der 61-jährige Pereira war Teil eines Dreiervorschlages der Findungskommission für die Suche nach einem Nachfolger des aktuellen Intendanten Jürgen Flimm. Die anderen Kandidaten waren der 52-jährige Pierre Audi und der 56-jährige Stephane Lissner.

Bei der Entscheidung zugunsten des ältesten Kandidaten spielten offensichtlich wirtschaftliche Faktoren eine wichtige Rolle. Die Vorsitzende des Kuratoriums, Wilhelmine Goldmann, sagte, Pereira sei «in der schwierigen Wirtschaftslage ein stabilisierender Faktor, ein Garant für eine sichere Fahrt durch unsichere Zeiten».

Rückkehr in die Heimat

Die Kuratoriums-Chefin lobte ihn als «Vollprofi mit jahrelanger Erfahrung in Oper, Theater und Konzert». Pereira zeigte sich über seine Wahl «sehr glücklich». «Es ist ein unwahrscheinlich schönes Geschenk, wieder einen Platz in der Heimat zu haben», sagte er.

Er habe sicher einen Heimvorteil gehabt, räumte Pereira ein: «Ich komme aus einer kosmopolitischen Welt, habe meinen Ursprung trotzdem in Österreich.» «Ohne die Zürcher Oper wäre ich nicht da, wo ich sein werde», sagte Pereira weiter. Dennoch habe er das Verlassen seiner Heimat vor 18 Jahren als «schmerzlich empfunden».

Einzelheiten offen

Seinen neuen Posten in Salzburg will der erfahrene und erfolgreiche Musikmanager bereits im Oktober 2011 antreten. Pereiras Zürcher Vertrag läuft allerdings noch bis 2012. Vor wenigen Monaten erst hatte er zugesichert, bis dahin am Opernhaus zu bleiben, um eine reibungslose Amtsübergabe zu gewährleisten.

Pereiras Nachfolger in Zürich, Andreas Homoki, der gegenwärtige Intendant der Komischen Oper Berlin, kann seine neue Stelle erst im Sommer 2012 antreten. Einzelheiten des Salzburger Vertrags sind nach Worten von Goldmann noch nicht ausgehandelt. (oku/sda)

Erstellt: 19.05.2009, 21:05 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.