Chefdirigent David Zinman bleibt in der Tonhalle

Aktualisiert am 22.10.2009

David Zinman hat seinen Vertrag als Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Zürcher Tonhalle-Orchesters bis Ende Saison 2013/ 2014 verlängert.

Bleibt Zürich treu: US-Dirigent David Zinman.

Bleibt Zürich treu: US-Dirigent David Zinman.
Bild: Keystone

«Das Tonhalle-Orchester ist meine letzte Liebe», sagte Zinman. Das sei der Grund, dass er bleibe. Gleichzeitig unterstrich er die hervorragende Zusammenarbeit mit Peter Stüber, dem Präsidenten, mit Elmar Weingarten, dem Intendanten der Tonhalle-Gesellschaft, und mit Ronald Dangel, dem Orchestervorstand des Tonhalle-Orchesters.

Der 1936 in New York geborene Dirigent leitet das Tonhalle- Orchester seit der Saison 1994/1995. Lediglich in der Saison 2007/ 2008 gönnte er sich eine einjährige Auszeit. Zuvor war er Chefdirigent des Niederländischen Kammerorchesters, der Rotterdamer Philharmoniker und des Baltimore Symphony Orchestra.

Mit seinem Orchester unternimmt Zinman regelmässig erfolgreiche Tourneen in Europa, den USA und in Asien. Die nächsten Reisen führen ihn nach Deutschland, Österreich, Japan, China und Spanien, wie er am Donnerstag ankündigte.

Beliebte CD-Aufnahmen

Auf ein grosses Echo stossen Zinmans CD-Aufnahmen. Die Gesamteinspielung der Beethoven-Sinfonien wurde 1999 mit dem «Preis der deutschen Schallplattenkritik» ausgezeichnet. Erschienen sind auch die Schumann-Sinfonien und die Orchesterwerke von Richard Strauss. Vor dem Abschluss steht die Einspielung des Mahler-Zyklus. Geplant ist die Aufnahme der Schubert-Sinfonien.

Für seine musikalischen Leistungen nahm Zinman 2002 den Kunstpreis der Stadt Zürich entgegen und 2006 den von der US- amerikanischen Dirigentenvereinigung vergebenen Theodore Thomas Award. Der französische Kulturminister ernannte ihn im Jahr 2000 zum Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres.

David Zinman leitet das Tonhalle-Orchester nur noch bis 2014. Über seine Nachfolge wollten Elmar Weingarten und Peter Stüber am Donnerstag noch nichts zu sagen. Das sei eindeutig zu früh, betonten sie. (sda)

Erstellt: 22.10.2009, 15:57 Uhr

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