Kultur

Dritter Eklat am Zürcher Opernhaus

Von Susanne Kübler. Aktualisiert am 27.10.2010 5 Kommentare

Dirigent Thomas Hengelbrock reist ab und hinterlässt eine klaffende Lücke.

Hatte nach zweieinhalb Stunden Orchesterprobe die Nase voll: Dirigent Thomas Hengelbrock. (Bild: pd)

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Thomas Hengelbrock, der am 13. November am Zürcher Opernhaus die Premiere von Rossinis «Guillaume Tell» hätte dirigieren sollen, ist abgereist. Das Zürcher Opern-Debüt eines höchst interessanten Dirigenten findet damit nicht statt, die Vorarbeit mit dem Regisseur Adrian Marthaler ist hinfällig. Und das Opernhaus hat nach der Ballett-Absage durch Heinz Spoerli und dem Konflikt zwischen dem Dirigenten Bernard Haitink und der Sopranistin Waltraud Meier bei der «Tristan»-Wiederaufnahme, der zu Meiers Ausscheiden führte, bereits zum dritten Mal in kürzester Zeit einen Eklat zu vermelden.

Die Pechsträhne des Opernhauses

Diesmal sei ein Missverständnis der Grund, sagt Intendant Alexander Pereira: Hengelbrock ging von einer Werkbesetzung aus, also davon, dass immer dieselben Musiker im Orchester sitzen würden. Als er feststellte, dass er es mit wechselnder Besetzung zu tun haben würde, forderte er mehr Proben, die ihm zum Teil gewährt wurden – und warf dann nach den ersten zweieinhalb Stunden Orchesterprobe ohne weitere Diskussionen trotzdem das Handtuch.

Pereira sprach zerknirscht von einer Pechsträhne, hat aber doch bereits einen Ersatz gesucht und gefunden: Der Rossini-erfahrene Italiener Gianluigi Gelmetti wird die Produktion übernehmen. Das Haydn-Konzert vom 21. November soll Hengelbrock dagegen wie geplant dirigieren. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.10.2010, 07:52 Uhr

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5 Kommentare

terk schwarz

27.10.2010, 09:13 Uhr
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Diven, Narzissten und Selbstüberschätzer! Pereira sucht sich seine Brut und staunt über deren Allüren. Werdet erwachsen und streift euer Sissigetue ab. Als Opernhausbesucher der gut und gerne mal mehrere hundert Franken für ein paar Stunden Unterhaltung bezahlt, erwarte ich professionelles Handeln. Trotzig beleidigt davonzulaufen ist der Stil 4 jähriger die noch etwas zu lernen haben. Antworten


Peter Seiler

27.10.2010, 10:58 Uhr
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Das Orchester der Zürcher Oper ist höchstwahrscheilich in jeder Besetzung absolute Spitzenklasse. Merkwürdig. Rossini dirigiert Hengelbrock nicht, jedoch einige Tage später Haydn. Und dies mit dem selben Orchester. Wer war wohl bei diesem Vorfall tatsächlich überfordert ? Antworten




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