Kultur

Roger Norrington neuer Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters

Aktualisiert am 15.01.2010

Der Brite Sir Roger Norrington wird Principal Conductor des ZKO. Sein Amt tritt er auf die Saison 2011/12 an. Er löst Muhai Tang ab, der dem Orchester als Gastdirigent erhalten bleibt.

Will seine Klangphilosophie in Zürich etablieren: Sir Roger Norrington.

Will seine Klangphilosophie in Zürich etablieren: Sir Roger Norrington.

Seit 1998 ist Norrington Chefdirigent des Radio- Sinfonieorchesters Stuttgart. Dieses verlässt er Ende Saison 2010/11. Das erste ZKO-Konzert gibt Norrington bereits vor seinem Stellenantritt in Zürich als Gastdirigent am 10. September 2010 in der Tonhalle.

Der Vertrag des jetzigen ZKO-Chefdirigenten und künstlerischen Leiters, Muhai Tang, läuft Ende der Saison 2010/11 nach fünf Jahren aus. Die Zusammenarbeit mit Tang wird jedoch troz seiner zunehmenden internationalen Tätigkeit fortgesetzt. Als Erster Gastdirigent werde er ein bis zwei Konzerte leiten, heisst es in einer Mitteilung des ZKO vom Freitag.

Der Vertrag, den der 76-jährige Norrington in Zürich unterzeichnete, gilt vorerst für drei Jahre. Im Zentrum seiner Arbeit mit dem ZKO stehe die Etablierung seiner Klangphilosophie - also das historisch orientierte Musizieren mit den Mitteln eines modernen Klangkörpers, heisst es weiter. Insbesondere macht Norrington sehr spärlichen Gebrauch des erst im 20. Jahrhundert eingeführten Vibrato, verwendet oft sehr zügige Tempi und variiert mit der Aufstellung der Instrumente auf der Bühne.

Flexibler Klangkörper

Die Wahl Norringtons unterstreicht laut Mitteilung das Profil des flexiblen ZKO-Klangkörpers als Kontrast zu den grossen Sinfonieorchestern. Die Konzentration auf das Kernrepertoire und ein verändertes künstlerisches Konzept verdeutliche die Position des ZKO als eines der führenden Kammerorchester.

Das neue künstlerische Konzept betone neben dem Einsatz von Gastdirigenten vor allem das kammermusikalische Zusammenspiel des Ensembles, heisst es weiter. Zudem soll Barockmusik vermehrt berücksichtigt werden. (rb/sda)

Erstellt: 15.01.2010, 11:11 Uhr

Populär auf Facebook Privatsphäre

Agenda

Abonnement

Service

Kino

Kultur