Banker im Regen

Wolken überm Paradeplatz, gestresste Protagonisten: Unbarmherzig inszeniert Fotograf Mark Henley die Krise des Zürcher Finanzplatzes. Eine Bildstrecke.

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Vieles kam zusammen in den letzten fünf Jahren, fast alles kam teuer zu stehen, und einiges ging schief: erst die waghalsige UBS-Rettung; ein Bankgeheimnis, das zerbröselt wie trockener Pilz; geklaute Steuerdaten, die dreist auf CDs feilgeboten werden; Kweku Adoboli, der mirakulös Milliarden verzockt; Hildebrands Nationalbank-Drama; Millionenklagen hüben wie drüben, en masse. Der Schweizer Finanzplatz steckt unbestreitbar in der Krise.

Der Brite Mark Henley illustriert diese Krise mit dem unbarmherzigen Blick des Auswärtigen, Unbeteiligten. Er wartet auf die Verdunkelung der Fassade und spürt die Protagonisten auf, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Henleys Schwarzweissbilder haben eine grosse Suggestionskraft, sie erzählen vom Stress der Banker, von der Gier der Kleinaktionäre, von den Härten des Marktes – es sind Bilder für das Geschichtsbuch, Kapitel «Finanzkrise».

Hinweis: Der Erstabdruck von Henleys Fotos findet sich in der Februar-Ausgabe des deutschen Wirtschaftsmagazins «Brand Eins». (baz.ch/Newsnet)

(Erstellt: 14.03.2012, 12:57 Uhr)

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