Kultur

Bligg und das Ende des Schweizer Rap

Bligg ist mit seinem Biedermann-Image zum bekanntesten Aushängeschild des Schweizer Rap geworden. Da stellt sich die Frage, ob man dieses Genre nicht gleich ganz abschaffen sollte.

1/7 Bliggs Single «Legändä und Heldä» von seinem im Oktober erscheinenden Album «Bart aber herzlich».

   

Schweizer Rap – das war von Anfang an eine obskure Paarung. Und überraschend. Vielleicht, weil die amerikanische Ghetto-Realität so weit von Schweizer Verhältnissen entfernt war. 1992 rappte mit Black Tiger erstmals ein Schweizer Rapper mit Dialekt-Texten und gab damit einen starken Impuls. In den folgenden rund zwanzig Jahren erwies sich Hip-Hop als eine der frischesten Stilrichtungen im hiesigen Musikschaffen – auch wenn er es im Gegensatz zu internationalen Hip-Hop-Produktionen nicht in den Mainstream schaffte. Seit vergangenen Samstag hat er nun aber die vermeintliche Krönung erfahren: Ein Rapper verfasste die «offizielle Hymne» des eidgenössischen Schwing- und Älpler-Fests. Der Künstler: Marco Bliggensdorfer alias «Bligg». In Holzfällerhemd und mit schickem Bart hüpfte er auf der Bühne, gab mit den typischen Hip-Hop-Gesten und dem dringlichen Unterton in der Stimme etwa Folgendes zum Besten: «S gaht berguf, s gaht bergab, s isch en lange Pfad. Sie gönd dur Sturm und Gwitter, für eusi Tradition.» Ein weiter, weiter Weg, den der Schweizer Rap seit seinen Anfängen zurückgelegt hat.

Pionier

In den frühen Neunzigerjahren gehörte Bligg zu den Pionieren der Zürcher Szene, als er als Sechzehnjähriger in Zürich Schwamendingen seine ersten Gehversuche als Rapper machte. Er machte sich schnell einen Namen und sah sich bald auf einer Ebene mit den erfolgreichsten Exponenten der Szene wie Stress, Greis, Gimma, mit denen er um die Häuser zog. Irgendwann nach Mitte der Nullerjahre, Bligg war inzwischen dreissig, tat er den entscheidenden Schritt. Angefragt vom Schweizer Fernsehen, tat er sich für den Titel «Volksmusigg» mit einem Volksmusikorchester zusammen. Und fand Gefallen daran. Nicht nur er, auch das Schweizer Publikum war Feuer und Flamme. Bligg hatte sein Image gefunden: der Traumschwiegersohn mit den häuslichen Problemen. Fortan rappte er über Nachbarin Müller, die ihren Hund vor seine Tür scheissen lässt, über Fernsehmoderatorin Susanne Wille. Sein Album «0816» war das erfolgreichste Schweizer Rap-Album je, erreichte mehrere Male Platin-Status. Vergangenes Jahr belegte er in der Endausscheidung zur TV-Sendung «Die grössten Schweizer Hits» Platz zwei und gewann zudem den Swiss Music Award und den Prix Walo.

Nun war es natürlich eines der Erfolgsrezepte des Hip-Hops, dass er sich für schlechterdings alles adaptieren lässt, dass es musikalisch und inhaltlich keine Grenzen gibt. Alle bekannten Exponenten des Schweizer Raps haben sich in einer Nische eingerichtet: Stress, Gimma und Greis verlegten sich mit einigem Erfolg auf politische Tiraden und schliesslich auf grünes Engagement. Und es spricht grundsätzlich auch nichts dagegen, dass Bligg sich seine Nische sucht. Irritierend ist nur, dass er gewillt ist, auch als Bidermann an seiner Rapper-Pose festzuhalten.

Gesellschaftskritiker

Die Szene hat Bligg längst abgeschrieben und zählt ihn inzwischen zur Volksmusik. Nur Bligg selber fühlt sich noch immer von rebellischem Geist beseelt. Er sagt Dinge wie: «Als Rapper schlüpfe ich wie ein Schauspieler in verschiedene Rollen, um eine oft gesellschaftskritische Message zu vermitteln.» Und er brüstet sich auch immer wieder gern damit, was er alles für den Schweizer Rap getan habe. Seinen Kritikern entgegnet er: «Nur weil man keine CDs verkauft, ist man als Künstler nicht unbedingt glaubwürdiger.»

Das nicht. Trotzdem: Wenn das der erfolgreichste Schweizer Rap ist, dann muss es um dieses Genre ziemlich schlecht bestellt sein. In seinem Hit «Volksmusigg» behauptet er, dass Rap in der Schweiz von einigen rechten Politikern als Feindbild angesehen werde. Mit Bligg als Flaggschiff des Schweizer Rapps – ein Biedermann im Kostüm des Rappers – sind diese Zeiten wohl endgültig vorbei. Und wenn der Schweizer Rap nicht imstande ist, etwas Besseres als Bligg erfolgreich zu machen, dann könnte man ihn vielleicht auch einfach ganz abschaffen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.08.2010, 14:51 Uhr

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62 Kommentare

benno gut

15.05.2011, 21:17 Uhr
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Diese Kritiker hinter dem Schreibtisch. Das sind doch die grössten Biedermänner.. Antworten


Dietrich Steinegger

26.08.2010, 13:40 Uhr
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Totgesagte leben länger... Antworten


Benedikt Schürch

25.08.2010, 14:15 Uhr
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entweder man verkauft sich (bligg) und wird massentauglich oder man siehts als Hobby und hat freude daran mit denen dies gleich sehen ausserdem: 1 kommentar: Und sind nicht gerade gewisse Rapper [...] intolerant? anderer kommentar: "Gib Hip-Hop keine Chance!" gibt zu denken oder? Rapper bilden sich ihre meinung und stehen dazu, sollte doch eigentlich jeder oder? Antworten


Benedikt Schürch

25.08.2010, 13:59 Uhr
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sehts mal so: CH -> 7mil menschen-> 60% Deutschsprachig (4.2) -> ca. 30% zwischen 12-30 (126`000) sagen wir mal von den 125tausend fallen schonmal 60+% (?) auf andere musikrichtungen ab.. bleiben noch ca 50`000 Leute die überhaupt interesse an Hip-hop haben -> <1% wovon lange nicht alle denselben rap hören Die szene ist klein aber sicher nicht tot... Antworten


Hans Haralad Hübenbecker

25.08.2010, 11:26 Uhr
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@ Jasmin Chrétien: Bitte poste nicht solchen quark. Dein post zeigt mir, dass du absolut keine ahnung von Rap hast. vergleichst hier was mit amerikanischem und deutschem rap. also bitte .wenn du ahnung von Rap hättest, würdest du so was sicherlich nicht posten. schau dir mal auf youtube z.b. Torch, Blumentopf, Pal One, Absolute Beginner aus DE an oder Masta Ace (auch Eminem) aus USA genau an Antworten


Heinz Gerber

25.08.2010, 11:23 Uhr
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@Heuberger: Das ist also ihre Logik: Bligg = Song "Legende + Helden" = Schwingen = konservativ = rechts = SVP. Hier meine Logik: Heuberger = Kommentar Bligg + SVP = Neid + links = Bünzli + SP = Akademikerin. Antworten


Stephan Baumann

25.08.2010, 10:58 Uhr
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Rap wurde doch immer auch instrumentalisiert, das erste Beispiel, an das ich mich erinnern kann, war das Projekt , der Traum von allen Politischkorrekten Lehrern, aktuell Stress mit seinem CH- Glamour Faktor, der für Coop und Hybrid Autos Werbung macht. Dann der Berner Rap- Lyriker, der ich immer an ein braves Meerschweinchen erinnert. Schade um diese Kultur Antworten


Michael Schmuki

25.08.2010, 10:49 Uhr
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Liebe Michèle, ich würde Sie gerne an ein ein HipHop Konzert einladen. Ihr Artikel zeigt, dass Sie scheinbar nie die Gelegenheit dazu hatten? Bligg gehörte schon vor 0816 nicht mehr zur Szene und hat mit der Hip Hop Kultur wirklich nichts mehr am Hut. Aber verschreien Sie nicht den Tod einer Szene, die sich nicht einmal kennen. PS: Das grösste HipHop Festival in ganz Europa findet in der CH statt Antworten


Oliver Hackl

25.08.2010, 10:46 Uhr
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Rap / Hip-Hop ist heute doch total ausgelutscht. Dabei war er mal erfüllt von purer, kreativer Lebensenergie. Dann wurde er von den feuchten Träumen verkümmerter Egos korrumpiert. Aber man kann ja auch nicht 30 Jahre lang quatschen und erwarten, dass am Ende was anderes als ein sinnloser Haufen repetitiver Gedanken rauskommt. Antworten


Edith Habermann

25.08.2010, 10:27 Uhr
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Hat der Erfolg von Bligg vielleicht auch damit zu tun, dass die Volksmusiker weltoffener sind, als dies immer wieder behauptet wird. Und sind nicht gerade gewisse Rapper anderen Musikstilen, Menschen und Meinungen gegenüber intolerant? Die pubertierenden Stress, Gimma und Greis mit ihren dümmlichen pseudo-politischen Texten sind jedenfalls nur peinlich und verlogen. Antworten


Corinne Laciga

25.08.2010, 10:22 Uhr
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Bligg ist und bleibt ein Pionier oder besser gesagt ein ECHTER KÜNSTLER! All diese Anschuldigungen kommen doch von der Seite der Neider. Wenn es ein Schweizer Künstler im Musik Geschäft soweit bring wie Bligg, dann bleiben die Neider natürlich nicht aus. Aber genau das sagst es doch schon aus. Bligg ist ein Star! Er scheut sich nicht aus Klischees auszubrechen und neues auszuprobieren. Antworten


Lukas Bosshart

25.08.2010, 08:45 Uhr
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Bligg und SVP?? Nie im Leben, wer solche Aussagen macht hat sich seine Gesellschaftskritischen Lieder noch nicht angehört und nur Rosalie gehört... Bligg ist wohl eher wie die meisten Küntler & Musiker eher linksstehend... Antworten


Remo Gfeller

25.08.2010, 00:01 Uhr
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Das ist ja Witzig.. Bligg macht also Rap? Das ich nicht lache! Zudem habe ich dieses Würstchen als Mitschüler in Wolfhausen schon erlebt. Er nervte schon damals den ganzen Tag. Antworten


Max Hugentobler

24.08.2010, 23:25 Uhr
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Wie immer ein schnörkelloser, qualitativ hochstehender Artikel! Antworten


Yvonne Heuberger

24.08.2010, 23:02 Uhr
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Dem Bligg gehört doch die Zukunft - er ist Hoffnungsträger der SVP, deren Exponenten heute nur noch als Polit-Clowns wahrgenommen werden! Go, Bligg, go. Antworten


Adrian Wurzel

24.08.2010, 23:02 Uhr
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Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie uninformiert solche Diskussionen geführt werden. Es ist absurd, Interpreten, die im Radio gespielt werden, mit der ganzen Szene gleichzusetzen. Wer gewillt ist, sich abseits des Mainstreams zu bewegen, wird sehen, dass Schweizer Rap durchaus etwas zu bieten hat. Dies gilt nicht nur für Rap, sondern auch für jede andere Musik bzw. Stilrichtung. Antworten


Ruedi Zgraggen

24.08.2010, 22:46 Uhr
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Bligg ist die männliche Version von Francine Jordi. Antworten


Peter Leitener

24.08.2010, 21:07 Uhr
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Wem Bligg nicht gefällt muss ihn nicht hören. Ganz einfach. Und bitte Klappe halten, Geschmäcker sind schliesslich verschieden! Antworten


John Tobler

24.08.2010, 21:03 Uhr
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@Carl Bereuter. so als info von wegen umweltfreundlichkeit und hummer. der hummer ist in der produktion eines der umweltfreundlichsten autos. aber ich gebe ihnen recht. strelanie nervt Antworten


Miro Bent

24.08.2010, 20:31 Uhr
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Ich kritisiere die Ausrichtung des Artikels wie auch die Anschauung der CH-Rap Szene! Eine Szene stirbt doch nicht aus, nur weil ein ehemaliger Anti Blocher Rapper jetzt die kommerzielle Pop Musik bringt, die beim Schweizer Volk mehr Zuhörer zählt! Da wurde entweder katastrophal recherchiert oder einfach zuviel blabla um Bligg. Geld regiert die Welt-bzw. die Schweiz!! Antworten


nicolas kull

24.08.2010, 20:23 Uhr
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Bligg&Stress sind eindeutig nicht die besten der schweizer Hiphop Szene.. Für mich geht ihr "rap" eher richtung Popmusik.. Es gibt mehrere VIEL bessere Crews in der Schweiz (z.B. Dynamic Duo, Tafs, Taktpakt, etc.) die wohl nicht so bekannt sind, deren technik die sogenannten "Aushängeschilder" weit übertrifft.. echter Hiphop ist nunmal nicht am Radio zu hören.. Antworten


Jasmin Chrétien

24.08.2010, 20:18 Uhr
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@ Lucas Lombardo: denkst du du bist der tollste... wer sagt wie Rap sein muss?? Es ist wie mit allem im Leben. Was definiert man schon unter normal? Also was wird unter Rap definiert..Wenn du Bushido hörst oder Eminem (nicht alle Songs) hör doch mal die Texte...Ist doch schön singt jemand wie Bligg über unsere Tradition und unser schönes Land! Und das sagt eine stolze Eidgenossin!!! Antworten


Richard Marti

24.08.2010, 19:24 Uhr
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Ja klar, Kunst ist nur so lange Kunst, wie Sie nicht kommerziell ist und kein Geld verdient. Speziell beim Hip-Hop ist dies die sogenannte Street-Credibility. So sind auch Eminem, Jay-Z etc. keine richtigen Hip-Hopper sondern nur Country- und Folk-Musiker. Antworten


Laurens van Rooijen

24.08.2010, 18:38 Uhr
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Das Elend ist kein auf die Schweiz begrenzbares: Die US-Rapper mit den zur Zeit besten Absatzzahlen walzen fiktive Verbrecherkarrieren und real existierende Konsumgeilheit inklusive Rumgeprotze mit Statussymbolen aus, und das in voller Albumlänge. Was einmal als Stachel im Fleisch begann, will längst nur noch abkassieren. Bligg ist in der Tat ein Vorzeige-Rapper - was mich traurig stimmt. Antworten


Roman Rebitz

24.08.2010, 17:59 Uhr
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Ein Künstler will wenn möglich von seiner Arbeit leben können und dazu muss man in der Schweiz normalerweise Kompromisse eingehen aber das scheinen einige nicht zu verstehen, deshalb kennt sie auch niemand und scheinbar ist das auch gut so. Antworten


Hans Egloff

24.08.2010, 17:54 Uhr
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Ich konnte mit Bligg noch nie was anfangen. Aber immer besser als ein Stress mit seinem Rumgequäcke und Doppelmoral. Aber eben, soll's sich anhören, wem's gefällt. Antworten


konradin trüeb

24.08.2010, 17:29 Uhr
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Der beste Beweis für die Biederkeit der Schweizer ist genau so ein Artikel. Mir gefällt Bligg auch nicht besonders. Trotzdem hat er mit seinem Volksmusig/Rap Mix ins Schwarze getroffen. Er wird sicher kalkuliert habe, das dies aufgehen könnte.. Er hat Erfolg, cool für ihn. Schreibt doch über etwas Gescheiteres. Und wenns im Sommerloch nix zu schreiben gibt, dann schreibt doch einfach nix. Antworten


Mark Zoffler

24.08.2010, 17:16 Uhr
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Für WAR Bligg ein Rapper(Bligg'n'Lexx....) und mutierte nun zum Pop Musiker was ok ist solange seine Musik nicht unter dem Genre "Hip-Hop" oder "Rap" verkauft wird. Über die Qualität der Texte lässt sich streiten. Auch wenn HipHop im Gehtto entstanden ist heisst das nicht, dass es nicht anderswo gelebt werden kann, HipHop ist ein Grundgedanke/Idee eine Einstellung und keine Gesellschaftsschicht Antworten


Kurt Hauser

24.08.2010, 17:06 Uhr
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Künstler mit CH-Werten werden immer von Nestbeschmutzern abgetan, warum eigentlich, was ist soo schlecht an Schweizer Traditionen und Werten? Antworten


Mattia Montefort

24.08.2010, 16:57 Uhr
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Die Schweizer Hip-Hop szene lebt noch! Nicht wie früher aber da gibt es noch was. Vor allem In Basel und Umgebung kommen viele neue Strassenrapper. Auf der einen Seite viele Schweizer auf der anderen Seite kommen sehr viele neue ausländische Rapper, viele mit grossem Talent! Mal sehen was da nocht lauft. Immernoch eines der besten Lieder der CH-Hip-Hop szene: http://www.youtube.com/watch?v=hhfA2pAY8wM Antworten


Armin Meier

24.08.2010, 16:52 Uhr
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@T.Brändle: Naja, wenn du das sagst. Dann aber mal das hier suchen (auch wenn es nicht so einfach zu finden ist): Fibrice aus Basel Antworten


Aschy Furrer

24.08.2010, 16:42 Uhr
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"Gib Hip-Hop keine Chance!" Antworten


Mike Glarner

24.08.2010, 16:37 Uhr
Melden

Der beste Schweizer Rap: Sektion Kuchikäschtli. Mit Bligg (&Lexx) konnte ich schon früher nichts anfangen. Antworten


Armin Meier

24.08.2010, 16:37 Uhr
Melden

@ Frank Keller: Fast; aber statt beatboxing wohl eher DJing... Nicht so schlimm. allerdings ist es heute noch einiges mehr, bspw. Management und Marketing, VJing, Design, Hip Hop ist heute aber auch Gesang (R&B) und so oder so einfach Lifestyle. Der Wandel der Zeiten hat auch hier nicht halt gemacht. Antworten


Thomas Brändle

24.08.2010, 16:35 Uhr
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AN ALLE SCHREIBER: ICH BIN DER MUSIKSACHVERSTAND IN DER CH. Es gibt nur einen zwischen Genua/ Köln und Wien/ Paris, nämlich: E K R, E K R, E K R !! Antworten


Christian Sager

24.08.2010, 16:33 Uhr
Melden

Frau Binswanger ist eine Nörgeltante. Ich freue mich riesig auf das neue Album. Bart, aber herzlich Antworten


Thomas Läubli

24.08.2010, 16:30 Uhr
Melden

Rap ist keine Musik, sondern eine Reimkunst. Als solche hat sie ihre Berechtigung. Als Musik ist sie jedoch bestenfalls passé wie das meiste aus der Populär-"Kultur". Innovation findet woanders statt. Antworten


Frank Keller

24.08.2010, 16:14 Uhr
Melden

@michael horath: sind die vier elemente des hip-hop nicht graffiti, breakdance, beatboxing und rap? es ist durchaus richtig, bligg sowohl als hiphopper und auch als rapper zu bezeichnen. es sind nicht zwei verschiedene stile, das eine ist element des anderen. Antworten


Anna Muster

24.08.2010, 16:12 Uhr
Melden

Frau Binswanger, haben Sie so Mühe Schweizerin zu sein? Bligg bringt wieder den Impuls auf unsere Werte und unser Land stolz zu sein. Wollen Sie, dass gesellschaftlich und musikalisch zu einem schlechten Abklatsch von US-Rappern werden? Stress, Sens Unik und Bligg haben je eine Epoche und einen passenden Zeitgeist geprägt und prägen diesen weiter. Stress mit Umweltthemen, Bligg mit Schweizer Antworten


Hans Meier

24.08.2010, 16:11 Uhr
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er tut halt, was 99% der bevölkerung macht: er richtet sich nach dem chef, dem kunden, dem zaster. jedem anderen musiker nimmt man das auch nicht übel. seine musik hingegen fehlt meiner meinung nach jede würze, jede originalität, jede kreativität. pop mit handorgel zu vermischen ist nicht kreativ, sorry. er war schon früher technisch gut, aber inhaltlich völlig harmlos. trotzdem: pro ch-musik! Antworten


Marco pfiffner

24.08.2010, 16:11 Uhr
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Mir und vielen gefällt Bligg, alles andere zählt nicht. Über Geschmack kann man streiten, auf jedenfall ist mir Bligg sympatischer als die übrigen Rapper... Antworten


Tobias Füglistaller

24.08.2010, 16:09 Uhr
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@Eric Stassel: Das ist meinen Sie nicht ernst, oder? Sie vergleichen Bobo mit Eminem? Auch der Artikel zeugt nicht von viel Ahnung von der Materie. Schweizer Rap geht doch weit über Bligg und Stress etc. hinaus. Und das Bligg mit seiner Musik (die eigentlich eher Pop ist) Erfolg hat, kann man ihm nicht verübeln, seine Mischung aus Traditionellem und Modernem scheint den Zeitgeist gut zu treffen. Antworten


Jan Maurer

24.08.2010, 16:06 Uhr
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Ueli Maurer am AC/DC Konzert, der Sänger von Iron Maiden hat kurze Haare und Bligg ist ein Fall für DRS1 geworden. Natürlich schmerzt die Erkenntnis, dass die rebellische Jugendkultur von einer Jugend, zu der wir nicht mehr gehören, übernommen wurde und unsere Helden mit uns alt geworden sind. Antworten


Armin Meier

24.08.2010, 16:06 Uhr
Melden

@Jonas Däppen: Wer von Musik etwas versteht, verteufelt keine Stilrichtung per se, sondern ist im Stande, Qualitäten und Unterschiede zu erkennen, den Streu vom Weizen zu trennen. Nur wer den wahren Geist der Musik nicht verinnerlicht hat, stur "seiner" Stilrichtunghinterherrennt, kann sich allgemein abschätzig über eine bestimmte Musikrichtung äussern. Antworten


Dani Werren

24.08.2010, 16:00 Uhr
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hip hop hat seine wurzlen im ghetto. da es in der schweiz (noch) keine ghettos gibt, erübrigt sich auch das genre hierzulande. einzig ausnahme musikalisch: sens unik. das war vom feinsten und sie haben sich primär als musiker verstanden. alle anderen ch-rapper wirken eher lächerlich mit ihren käppis und den oh so intelligenten rhymes, welche das schwyzertüütsch oftmals noch verhuntzen. Antworten


Hans Jucker

24.08.2010, 15:56 Uhr
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Es gibt sehr wohl guten Rap zb. Radio 200000 aus Zürich, zehnmal besser als Bligg, der nur noch dem Mainstream gefallen will und den Boulevard bedient, das ist das was Kohle abwirft. Antworten


Michael Horath

24.08.2010, 15:53 Uhr
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Einmal wird Rap geschrieben, dann Hip-Hop....zwischen diesen beiden Style-Arten gibt es viele Unterschiede. Antworten


Armin Meier

24.08.2010, 15:51 Uhr
Melden

Es gibt in der Schweiz nur zwei Hip Hop Acts, die durchschlagend auch über die Grenze hinaus von Bedeutung sind oder waren, beide aus Lausanne. Sens Unik und Stress (bzw. Double Pact). Der Rest wird (auch musikalisch qualitativ) auf die "ferner liefen" Plätze verwiesen. Biligg als Aushängeschild?? Guet Nacht am Säxi. Antworten


Abdel Thuma

24.08.2010, 15:39 Uhr
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Lieber ein wenig seicht, dafür gut gemacht wie von Bligg als vermeintlich tiefgründig und politisch wie von Stress und Co. Antworten


David Steiner

24.08.2010, 15:37 Uhr
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Mehr als warme Luft und längst überholte Klischees hat Frau Binswanger wohl nicht zu bieten. Erfolgreiche Projekte verbinden immer die Vergangenheit und die Zukunft miteinander und das ist genau was Bligg macht. Er bringt die Volksmusik zurück in die Gehörgänge der Jugend und verhilft ihr somit einem weiterbestehen in der modernen Musik. So geht das Frau Binswanger! Antworten


Chrigi Bühler

24.08.2010, 15:36 Uhr
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Bligg singt über Traditionen, ist doch gut so. Besser als Stress: singt über Umweltschutz, fährt privat aber einen grossen Schlitten, zu schnell und zettelt Schlägereien an. Da ist mir ein bisschen Volksmusig lieber! Antworten


Cem Topçu

24.08.2010, 15:27 Uhr
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Zum Glück ist es nicht Frau Michèle Binswanger, die darüber bestimmt welche Musikrichtungen weiter existieren dürfen und welche nicht. Verstehe nicht, wieso sie so plump und effekthascherisch auf einen Künstler "eindrescht". Wenn der Tages-Anzeiger nicht imstande ist, bessere Artikel als die von Michèle Binswanger zu machen, dann könnte man ihn vielleicht auch einfach ganz abschaffen. Antworten


Lucas Lombardo

24.08.2010, 15:27 Uhr
Melden

2 Kommentare, beide von Leuten die nicht auch nur einen Hauch Ahnung von der Szene haben. DJ Bobo und Eminem zu vergleichen?! Schliifts!? "..immer über Gewalt rappt und frauenfeindlich ist". Cmon. Englisch lernen, Texte hören und - achtung - verstehen ist nicht jedermanns Sache. Und dann noch den Abschlusssatz "Rap kennt keine Grenzen" hinzuknallen zeugt von der Unwissenheit dieser beiden Leser. Antworten


Sigi Siegwolf

24.08.2010, 15:25 Uhr
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Mit der Musik ist es doch wie mit Blumen und Frauen: es ist geschmacksache.... Und wenn ich Tulpen nicht mag, ist das doch kein Grund, diese ausgerottet zu wissen oder jedesmal wenn ich eine sehe, diese auszureissen und ein riesen Lamento darüber zu machen. Leben und leben lassen - auch was Musik anbelangt. Jede Bereicherung ist doch gut - vor allem wenn diese noch schweizerdeutsch ist.. oder nid? Antworten


Carola Vescovo

24.08.2010, 15:25 Uhr
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@Michèle Binswanger: wenn Sie schon einen Artikel über Bligg schreiben, sollten Sie wenigstens seinen Namen korrekt wiedergeben. Er heisst Marco nicht Marc. Und die PLZ von Hünenberg See ist definitiv 6333, dass kann bei der Post nachgefragt werden. Antworten


Jonas Däppen

24.08.2010, 15:25 Uhr
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Wer etwas von Musik und Gesang versteht, der hört keinen Rap. Wer vor all dem nichts versteht, der hört Rap. Und wer sich selbst überschätzt, macht Rap. Antworten


Hans Wurst

24.08.2010, 15:24 Uhr
Melden

WORD! Ich bin einer aus der oben erwähnten Szene. Finde nur vereinzelt Artgenossen jedoch im Freundeskreis wurde Bligg mehrheitlich den Rücken zugewandt. Grosser geheimtipp in der Schweizer Rap szene zurzeit ist LDDC ein Kollektiv aus Wetzikon, bestehend aus einem schweizer Lehrer, einem kolumbianischen Latino und einem persischen DJ welche zurzeit mit tiefgründigen und multilingualen texten perf Antworten


Olaf Gunarentgön

24.08.2010, 15:22 Uhr
Melden

Bliggs Texten fehlt gelegentlich die Brillanz. Zum Beispiel " Volksmusigg" : "Ich cha nid si ohni" (Volksmusik) "und sie nid OHNI MICH" Hat da einer Grössenwahn? Ist nur ein Beispiel. Antworten


Urs Rutschmann

24.08.2010, 15:14 Uhr
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In anderen Ländern werden erfolgreiche Musiker und Produktionen gefeiert, in der Schweiz macht man Sie fertig! Antworten


Carl Bereuter

24.08.2010, 15:11 Uhr
Melden

Mir ist ein allgemein populärer und erfolgreicher Bligg lieber, wie ein STRESS mit seinen pseudo Unweltgetue im Namen eines Grossverteilers. Ich selber habe STRELANIE schon im HUMMER rumfahren sehen - wirklich das Umweltauto No. 1! BLIGG ist für mich auch endlich mal ein Künstler aus Zürich, der erfolgreich Musik macht - eine wohltuende Abwechslung zur permanenten Berndütsch-Beschallung! Antworten


Eric Stassel

24.08.2010, 15:03 Uhr
Melden

Die wirkliche Tragödie sehe ich darin, dass Bligg, getreu seinen erfolgreichen Kollegen Bobo und Schlimm Shady, irgendwann glaubte, jetzt singen zu müssen. Dies hat er uns natürlich als "Weiterentwicklung" verkauft, und klingt dabei trotzdem nur wie eine halskranke Katze während einer Wurzelbehandlung. Aber, wie gesagt; er befindet sich in illustrer Gesellschaft. No Offense. Antworten


Jasmin Chrétien

24.08.2010, 15:00 Uhr
Melden

Ich finde es toll was Bligg macht. Mit seinem neuen Lied "Legändä und Heldä" zeigt er doch wie wichtig die Tradition ist. Warum soll Rap immer sein wie in Amerika oder in Deutschland. Beste Beispiele sind doch dafür Bushido oder von den Staaten Eminem, die immer über Gewalt rappen, die frauenfeindlich sind. Rap kennt keine Grenzen!!! Es lebe die schweizer Tradition!!! Antworten



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