Kultur
Lovebugs mit Pauken und Trompeten
Von Marc Krebs. Aktualisiert am 22.12.2010 1 Kommentar
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Lovebugs & Sinfonieorchester Basel
Stadtcasino, Basel. 4.–6. Februar 2011.
www.lovebugs.com
www.konzerte-basel.ch
«Music Makes My World Go Round». Dieses romantische Liebesbekenntnis zur Musik, 2001 von den Lovebugs als Single veröffentlicht, würden auch die Profis des Sinfonieorchesters Basel unterschreiben: Im Februar treten sie mit dem Basler Rockquintett auf. Die Verschmelzung von Klassik und Rock ist nicht neu: Die britischen Hardrocker Deep Purple lancierten den Trend 1969 mit ihrem «Concerto for Group and Orchestra».
In der Schweiz aber haben solche Kooperationen noch immer Seltenheitswert. Nicht zuletzt aus Kostengründen: Ein aufwendiges Unterfangen, zu gross für die Budgets kleinerer Formationen. Zu den Ausnahmen gehörten die Young Gods, die vor fünf Jahren eine Carte Blanche des Montreux Jazz Festival nutzten, um ihre Lieder gemeinsam mit der Lausanne Sinfonietta aufzuführen. Und Patent Ochsner spielten im letzten Sommer mit dem Berner Symphonieorchester auf dem Bundesplatz.
Unterstützung vom Crossoverprofi aus London
Unabhängig davon haben die beiden Aushängeschilder der Basler Musikszene vor fast einem Jahr ihr gemeinsames Projekt angedacht. «Der Wunsch, Neuland zu betreten, war beidseitig gross, ebenso die Begeisterung für das Projekt», sagt Thomas Jung, Geschäftsführer der Basler Konzertgesellschaft.
Für die musikalische Umsetzung wurden zwei externe Jungprofis hinzugezogen, die Erfahrungen im Crossover-Bereich mitbringen: Der Londoner Pianist und Dirigent Robert Emery und der Berner Arrangeur und Komponist Moritz Schneider («Dällebach Kari», «Stationspiraten»). Der Leistungsausweis des erst 27-jährigen Emery ist beeindruckend. Er reist seit Jahren ständig um die Welt, hat in seiner Heimat mit der Band Elbow sowie Blur-Sänger Daman Albarn bei Crossoverprojekten zusammengearbeitet.
«Er kennt diese Art von Fusionen», sagt Lovebugs-Sänger Adrian Sieber, «deshalb haben wir ihn ins Boot geholt. An zwei Wochenenden hat er hier mit uns geprobt – und mit dem Orchestervorstand gesprochen.» Dieser sei nach einer ersten Begegnung im November Feuer und Flamme gewesen, ergänzt Thomas Jung. Emery selber ist erfreut darüber, dass die Orchestermusiker keine Scheuklappen haben: «Sie wünschten Arrangements und Midi-Files, um sich vor den gemeinsamen Proben im Januar vorbereiten zu können. Ein solches Engagement hatte ich bei britischen Orchestern jeweils vermisst.»
Lovebugs vs. Beethoven
Emery und Schneider wollen mit den Arrangements den Poprahmen sprengen. «Meist werden bei solchen Projekten einfach Streicher und Hörner über die Songs gepfropft. Damit geben wir uns nicht zufrieden», sagt Moritz Schneider. Einige Lovebugs-Songs werden um Intros und Intermezzi erweitert: Emery überraschte die Rockmusiker etwa mit der Idee, in ihren Song «Me Astronaut» Beethovens «Mondscheinsonate» einzubauen. So fordert er das eingespielte Quintett heraus. Von Keyboarder Stefan Wagner erwartet er, dass dieser im Stadtcasino die grossen Orgelpfeifen zum Klingen bringen wird.
«Es ist Mehrarbeit, verglichen mit gängigen Konzertvorbereitungen», sagt Adrian Sieber. Und Thomas Jung spricht von einer «grossen Kiste», auch fürs Sinfonieorchester. Beide Formationen wollen den musikalischen Horizont erweitern – und jenen ihres Stammpublikums. Das scheint auf Neugierde zu stossen: Bereits wurden mehr als die Hälfte der 4500 Karten verkauft.
(Basler Zeitung)
Erstellt: 22.12.2010, 11:13 Uhr
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Das Konzert Lovebugs & Sinfonieorchester Basel war kurz und bündig gesagt der Hammer. Das Sinfonieorchester unter der Leitung von Robert Emery hat die Konzertbesucher fasziniert und die Lovebugs haben wie immer einen sehr starken Auftritt hingelegt. Das Arangement war tatsächlich Spitzenklasse! Für alle anwesenden ein unvergessliches Konzerterlebnis. Ich kann nur sagen "weiter so Girls and Boys". Antworten








