Kultur

Millionär Bobo schiesst gegen Banker

Aktualisiert am 12.04.2010

In der Boni-Debatte wurde von Befürwortern zu Felde geführt, dass Stars der Kultur- und Sportszene auch so viel verdienten. Ohne Aufschrei. Nun meldet sich mit DJ BoBo erstmals einer der Zitierten.

«Die Boni sind so pervers, so dekadent, so abstrus und so ungerecht, dass ich sogar um den sozialen Frieden in der Schweiz fürchte. Ich wundere mich, dass noch nie etwas passiert ist, dass noch nie ein Banker eins in die Fresse gekriegt hat … oder noch schlimmer», sagt der Musiker in einem Interview mit der «Mittelland Zeitung». Der Schweizer Superstar fürchtet wegen den hohen Banker-Boni um den sozialen Frieden in der Schweiz.

Die Höhe dieser Boni habe «gar nichts mit der Leistung dieser Herren zu tun». «Ich ärgere mich vor allem auch als KMU», sagt BoBo weiter, «als Unternehmer trage ich mit meiner Firma ein grosses finanzielles Risiko. Dagegen kassieren die Banker nur.» Die Diskussion müsse «so lange weiter geführt werden» bis diese Ungerechtigkeiten korrigiert seien. Er sei «kein Anhänger von staatlichen regulatorischen Massnahmen», aber hier müsse «eingegriffen werden».

(cpm)

Erstellt: 12.04.2010, 00:03 Uhr


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