Rage Against The Machine bodigt Castingshow-Sieger

Der Protest gegen das Castingshow-Gedusel in Grossbritannien ist geglückt: Die Brachialrocker von Rage Against The Machine stehen zu Weihnachten mit einem Uralt-Song auf Rang 1 der Hitparade.

Castingshow-Chef unterliegt Rebellen: «X-Factor»-Chef Simon Cowell und Zack de la Rocha, Sänger der Band Rage Against The Machine.

Castingshow-Chef unterliegt Rebellen: «X-Factor»-Chef Simon Cowell und Zack de la Rocha, Sänger der Band Rage Against The Machine.

Eine Facebook-Kampagne hatte dazu aufgerufen, den Song «Killing In The Name» (1993) von Rage Against The Maschine (RATM) herunterzuladen, um dem Gewinner der britischen Castingshow «X-Factor», Joe McElderly, die Weihnachts-Nummer-1 der Hitparade wegzuschnappen. In den letzten Jahren war diese historisch wichtige Platzierung immer von «X-Factor»-Gewinnern besetzt. Wochenlang war das Duell ein viel beachtetes Thema in den britischen Medien. Mit entsprechend grosser Spannung war das Resultat erwartet worden.

Seit diesem Wochenende ist klar: Die Kampagne ist geglückt, «Killing In The Name» ist offiziell auf Platz 1. Jon Morter, der Initiant der Kampagne, konnte sein Glück kaum glauben: «Fuck me, it's crazy, I can't believe it.» Sein Fazit: «Wer Social Networking auf richtigem Wege nutzt, kann alles schaffen.»

RATM kündeten an, die rund 65'000 Pfund aus den Downloadverkäufen der Obdachlosen-Hilfsorganisation Shelter zukommen zu lassen. Zudem will sich die Band auch direkt bei seinen Fans bedanken: «Wir werden nächstes Jahr in England ein Gratis-Konzert spielen, um mit unseren britischen Fans zu feiern.» (rb)

Erstellt: 21.12.2009, 16:28 Uhr

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