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Rage Against the Castingshow

In England wollen Hunderttausende Hörer die Brachialrocker von Rage Against The Machine in die Charts hieven - und so konfektionierte Weihnachtssongs bekämpfen. Die Aktion hat durchaus Chancen.

Verschiedene Auffassungen von guter Musik: «X-Factor»-Chef Simon Cowell und Zack de la Rocha, Sänger der Band Rage Against The Machine.

Verschiedene Auffassungen von guter Musik: «X-Factor»-Chef Simon Cowell und Zack de la Rocha, Sänger der Band Rage Against The Machine.

In den letzten Jahren schien die Nummer eins in den britischen Charts am Jahresende immer für die Gewinner der Casting-Show «The X-Factor» reserviert. Doch in diesem Jahr droht harte Konkurrenz, denn die Fans der Band Rage Against The Machine haben etwas dagegen, dass wieder ein «X-Factor»-Song an der Spitze der Charts landet.

Oder vielmehr: Die Gegner von «The X-Factor», das britische Pendant zum schweizerischen «MusicStar», haben etwas dagegen. Deshalb haben sie eine Facebook-Gruppe gebildet, die dazu aufruft, am Tag der Veröffentlichung des Sieger-Liedes den Rage-Against-The-Machine-Kracher «Killing In The Name Of» zu kaufen. Damit nicht ein weiterer «Casting-Karaoke-Hit» die Charts beherrscht.

Ähnliche Internet-Kampagne

Die Kampagne hat bereits über 750’000 Anhänger, die Fangemeinde wächst stündlich. Ein Problem gibt es allerdings: Der Song von Rage Against The Machine ist bereits seit 1993 auf dem Markt, ob die Plattenfirma die Single nachpressen wird, ist fraglich. Die Initianten verweisen deshalb auf Download-Shops.

Inzwischen hat sich auch «X-Factor»-Chef Simon Cowell eingeschaltet; er bezeichnete die Aktion als «blödsinnig». Wenn er sich da bloss nicht täuscht: Im letzten Jahr verschaffte eine ähnliche Internet-Kampagne Jeff Buckleys Version von «Hallelujah» den zweiten Chart-Platz – auf dem ersten lag allerdings «X-Factor»-Gewinnerin Alexandra Burke mit dem gleichen Lied. (phz)

Erstellt: 15.12.2009, 10:08 Uhr

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3 Kommentare

Steve Morano

15.12.2009, 17:39 Uhr
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Lieber Eric Lehner. Auch wenn das die Kidz nicht wissen, verstehen sie doch die Botschaft des Songs. Der hat übrigens auch nach 17 Jahren mehr Inhalt und rohe Energie als 90% von allem, was am TV und Radio läuft. Diesbezüglich ist "Killing in the name" nach wie vor eine Revolution - keine grosse, aber eine laute und nach wie vor aktuelle! Antworten


Guido Sautner

15.12.2009, 12:17 Uhr
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Keiner hört sich den ganzen Mainstream Balabala an und trotzdem muss es die Leute geben. Also bekennt Euch endlich öffentlich, dass Ihr es seid, die Kelly Family CDs gekauft habt und Weihnachten ohne white christmas für Euch nicht dasselbe ist. Dann weiss ich endlich, dass Mainstream tatsächlich nicht einfach eine Erfindung der Medien ist. Antworten


Eric Lehner

15.12.2009, 12:04 Uhr
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Die wirkliche Alternative ist Robert Unwin, der Chicken Man. Simon Cowell hat ihn als "schlechtesten Sänger, den er je gehört hat" bezeichnet. Bei Sony BMG lacht sich über die RATM Kampagne ein ganzer Boardroom einen Ast ab - sie haben die Rechte sowohl des RATM songs als auch von der X-Factor single. "I won't do what you tell me"? Die Kids tun es ohne es gesagt zu bekommen, wow, was für Rebellen! Antworten



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