Leben

«Das Pädophile ist uns nicht fremd»

Auch der edelste pädagogische Eros hat eine eindeutig sexuelle Komponente, sagt der Zürcher Psychoanalytiker Peter Passett. Und er erklärt, wieso nicht jeder Übergriff ein Missbrauch ist.

Wenn Kontakt zu nah wird: Lehrer und Schüler 1948 im Lyceum Alpinum, Zuoz.

Wenn Kontakt zu nah wird: Lehrer und Schüler 1948 im Lyceum Alpinum, Zuoz.
Bild: Keystone

Der Psychoanalytiker <b>Peter Passett</b> arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Zürich. In zahlreichen Buchbeiträgen und Essays setzte er sich intensiv mit der Lehre von Sigmund Freud auseinander.

Der Psychoanalytiker Peter Passett arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Zürich. In zahlreichen Buchbeiträgen und Essays setzte er sich intensiv mit der Lehre von Sigmund Freud auseinander.

Stichworte

Peter Passett

Der Psychoanalytiker arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Zürich. In zahlreichen Buchbeiträgen und Essays setzte er sich intensiv mit der Lehre von Sigmund Freud auseinander.

Erstaunen Sie die zurzeit gehäuft auftretenden Meldungen über Fälle von sexuellem Missbrauch?
Nein, überhaupt nicht. Es handelt sich um eine Kettenreaktion, die viel mit den Medien zu tun hat. Das Thema ist sehr aufgeladen: Spricht man es irgendwo an, bekommt man sofort eine weitere Missbrauchsgeschichte zu hören. Wenn etwas so prämiert wird mit öffentlichem Interesse, dann entsteht schnell eine Welle der Betroffenheit.

Womit hat dies zu tun?
In Bezug auf die Sexualität leben wir in einer extrem reaktionären Epoche. Ich stelle einen massiven Rückschlag fest. Die sexuelle Revolution der 68er war von heute aus gesehen ein totaler Fehlschlag: Genauso wenig wie ihre Vorgänger haben diese Leute verstanden, was es mit der Sexualität auf sich hat. Sie meinten, man könne aus der Sexualität einen gesunden Sport fürs Volk machen, irgendetwas Harmloses jedenfalls. Dabei haben sie völlig übersehen, dass die Sexualität in unserer Kultur immer und überall mit Übertretung gekoppelt ist. Dass man dies nicht ungestraft verleugnen kann, macht sich nun bemerkbar: Sexualität ist heute im öffentlichen Diskurs praktisch identisch mit Missbrauch.

Gibt es keine Trennlinie zwischen dem realen und eingebildeten Missbrauch?
Was heisst sich einbilden? Wir hatten in der Schule einen Priester, den wir den «Tööpli-Franz» nannten. Der hat die Schüler, bevor sie in die Kirche gingen, ein wenig auf den Hintern getätschelt. Ich habe mich dadurch nie missbraucht gefühlt. Es gibt jetzt aber Kollegen von damals, die sagen, dass ihnen dieser «Tööpli-Franz» die Sexualität verdorben hat. Ob das so ist, kann ich nicht beurteilen, habe aber meine Zweifel.

Wieso?
Solche inadäquaten Annäherungen und Übertretungen finden in den normalen zwischenmenschlichen Beziehungen ständig statt und sind nicht notwendig – wie das heute eine verkürzte psychoanalytische Theorie will – traumatisierend. Und sie sind viel häufiger, als es die herrschende politische Korrektheit wahrhaben will. Die Spannbreite zwischen dem, was einige Individuen als normale Nähe – auch körperliche Nähe – empfinden und was andere als Überschreitung erleben, ist viel grösser, als es scheint. Ein guter Pädagoge spürt diese variablen Grenzen und geht mit den Schülerinnen und Schülern unterschiedlich um.

Stellt denn jede Anmache und jedes Ansprechen einer fremden Person eine Art Übergriff dar?
Das ist immer eine Überschreitung, und diese wird heute sofort mit dem Wort Missbrauch belegt. Dabei ist unser Zusammenleben von Diskrepanzen geprägt: Ich will etwas, was der andere nicht will, und ich will ihn eventuell vom Gegenteil überzeugen. Der einzige Ort, wo es dies nicht gibt, ist der Puff: Dort ist klar, was der, der zur Türe hereinkommt, will – und was die, die schon da ist, anbietet. In allen anderen Fällen kann jede Annäherung je nach Situation und Empfindsamkeit als Missbrauch ausgelegt werden.

Man spricht von «pädagogischem Eros». Schwierig wird es doch, wenn aus erotischen, libidinösen Energien sexuelle werden.
Diese Unterscheidung zwischen Libido, Erotik und Sexualität kann man so nicht machen, weil die menschliche Sexualität, die ihren Sitz im Kopf, in den Fantasien hat, unser ganzes psychisches Leben unerkannt durchdringt. Wenn die Mutter ihr Kleinkind pflegt, stillt oder ihm den Po einreibt, dann klingen erotische und sexuelle Empfindungen und Assoziationen an, auch wenn ihr diese im Normalfall als solche nicht bewusst sind – bei Tieren gibt es so etwas nicht. Wenn das Baby an der Brust saugt, dann ist der Mann, der das Kind gemacht hat, und der diese Brust liebkost hat, unbewusst präsent. Und im Sohn sieht die Mutter schon den künftigen Mann.

Ist wirklich alles sexuell?
Es gibt stets einen sexuellen Unterton, den das Kind nicht versteht (und der dem Erwachsenen nicht bewusst ist), den es aber im wörtlichen Sinne mit der Muttermilch aufnimmt. Und der erst in der Pubertät, wenn der sexuelle Apparat ausgebildet ist, hörbar wird: Es gibt dann schon zahlreiche Fantasien, die die Kinder mit dem Neuen, dem offensichtlich Sexuellen, das sie erleben, in Verbindung bringen. Kurz: Die reine Sexualität gibt es genauso wenig wie die reine Freundschaft oder Libido. Der edelste pädagogische Eros hat eine eindeutig sexuelle Komponente, auch wenn diese nicht ins Auge springt.

Das würde heissen, dass Pädophilie in uns allen angelegt ist.
Bei der Pädophilie geht es im Kern um die Nicht-Einhaltung der Generationenschranke. Weil aber das Verhältnis des Kindes zu den Erwachsenen sexuell aufgeladen ist, ist diese Grenze ständig in Gefahr, überschritten zu werden. Diese Übertretung wird als Pädophilie bezeichnet. Wie alle sonstigen sogenannten Perversionen ist Pädophilie eine Neigung, gegen die der Betroffene nichts machen kann. Sie lässt sich nicht wegtherapieren.

Und wegsperren?
Nein, man muss einen Umgang damit finden, der gesellschaftlich noch akzeptabel ist. Ich finde es zum Beispiel sehr problematisch, dass man die pädophile Pornografie grundsätzlich verbietet. Wenn man Material zur Verfügung stellen kann, das nicht unter Missbrauch von Kindern zustande gekommen ist, dann ist dies durchaus eine Möglichkeit, wie Pädophile mit ihrer Sexualität umgehen können. (Man kann etwa mittels Computeranimation aus völlig harmlosen Kinderfotos pornografische Bilder herstellen, und häufig können auch schon die Fotos eines Kindermodekatalogs diese Funktion erfüllen.) Man darf nicht vergessen, dass auch viele heterosexuelle Menschen, die in ihren realen Beziehungen unbefriedigt sind, zu künstlichen Mitteln der Befriedigung greifen.

Aber es geht doch beim sexuellen Missbrauch um einen Missbrauch von Macht.
Das ist an sich richtig. Das Machtgefälle ist sicherlich da, aber es darf auch hier keine Denkverbote geben: Auch die scheinbar Ohnmächtigen können in gewissen Fällen die scheinbar Mächtigen für ihre Interessen missbrauchen. Das ist zwar weit weniger häufig, aber es kommt vor. Erzieher, die ihre Zöglinge missbrauchen, wissen genau wie Therapeuten, die ihre Patienten missbrauchen, dass man das nicht darf. Tragischerweise glauben sie aber immer, in diesem einen Falle, der mit keinem anderen vergleichbar sei, gelte dies nicht, hier handle es sich um die echte grosse Liebe oder ähnliches, und die ihnen bekannte Regel gelte gerade hier nicht.

Aber ein Kind sucht doch in seiner Zuneigung zu den Erwachsenen keinen sexuellen Akt. Das muss ein Lehrer, ein Erzieher doch wissen.
Ein Erwachsener müsste das wissen, er hat die Verantwortung. Doch beim Missbrauch erkennt der Pädagoge seine Bedürfnisse nicht mehr als seine eigenen. Pädagogen versagen nicht mehr und nicht weniger als andere Berufsleute, aber ihr Versagen hat oft tragischere Folgen. Daher die gewaltige Empörung, die ich inadäquat finde, auch wenn ich diese Verfehlungen entschieden verurteile.

Sehen Sie in dieser Empörung einen Schutzmechanismus gegen eigene Wünsche des Kollektivs?
Natürlich ist es so. Das Pädophile, das wir heute so massiv ausgrenzen, ist uns nicht fremd. Doch übersensibilisiert wie wir nun sind, begegnen wir Kindern oder Jugendlichen nicht mehr normal. Jede Annäherung an sie steht unter dem Generalverdacht des Missbrauchs. Die Folge davon ist, dass wir uns öfter als nötig möglichst neutral, ja fast kalt verhalten.

Man hat den Eindruck, dass heute der Pädophile die Rolle des bösen Buben spielen muss?
Man kann das so sehen. Die Pädophilen sind wirklich arm dran: Sie haben die unglücklichste von den zahlreichen seltsamen sexuellen Neigungen, die ein Mensch nur haben kann. Allein das Wort «pädophil» ist negativ konnotiert, viel mehr als etwa «Kinderliebe». Ein guter Lehrer versteht es, diese «Kinderliebe», die für seinen Beruf zentral ist, zu sublimieren: in die Begeisterung für die Sache nämlich, die er lehrt und die dann die Schüler mit ihm teilen.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.03.2010, 12:33 Uhr

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80 Kommentare

Rolf Bergmann

30.03.2011, 21:53 Uhr
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@Lehm. Sie studieren Psychologie - ich bin Fachpsychologe und sage Ihnen: Sie sind schlecht informiert bezüglich Psychoanalyse. Antworten


Christoph Wimmer

24.03.2010, 23:41 Uhr
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Gibt es wohl harmlose Kinderfotos von Herrn Passett, die er uns fürs Erste zur Verfügung stellen würde? - Wie man „mittels Computeranimation“ pornographische Bilder daraus herstellt, müsste er uns dann noch genauer erklären; aber das Resultat wäre jedenfalls bestimmt ... animierend! Antworten


Helga Bürger

23.03.2010, 18:27 Uhr
Melden

Ich finde diesen Artikel interessant, aber in einem Punkt bin ich nicht einverstanden: Ich hatte innerlich ein ungutes Gefühl beim Vorschlag des Autors pornografische Kinderdarstellungen "künstlich" zu produzieren und freizugeben. Ich denke, dass Kinder geschützt werden müssen und die Pädophilen halt lernen müssen mit diesem "Verbot" zu leben. Antworten


Hanspeter Bruhin

22.03.2010, 01:50 Uhr
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Professionelle Darstellung der Problematik, wobei der Aspekt der Kirchenbeschimpfung ausgespart wurde.Was die Kinder angeht, dann denken sie an junge Kätzchen. Bei ihrem Anblick geht einem das Herz auf. Das gleiche geschieht auch beim Anblick herziger Kinder. Zu einer sexuellen Handlung ist aber ein weiter Weg. Diese ist bei Tier und Mensch instinktiv gesperrt. Antworten


Hagen Tronje

19.03.2010, 17:49 Uhr
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Wenn man jemanden falsch oder nicht verstehen will, dann schafft man dies leicht. @ Esteban Marco: Den Täter-Opfer, Gut-Böse, Schwarz-Weiss usw. Dualismus ist weit verbreitet und einfach. Grautöne zu sehen, scheint ungleich schwerer zu sein. @ Ursula Herzig: Sie haben recht und unterstütze sie darin, dass wir differenzieren müssen. Antworten


Eleonore Mueller

19.03.2010, 16:58 Uhr
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"es geht darum, dass es Menschen mit einer pädophilen Veranlagung gibt und mehr, als Sie denken, arbeiten hart an sich!" Wenn sie Situationen, wo es zur Tat kommen könnte, meiden bzw. sich konsequent aus ihnen entfernen, dann fruchtet die harte Arbeit ja auch. Aber man darf übergriffe an Kindern nicht verharmlosen und die Grenze sexuell-nicht sexuell nicht verwischen, wie Muschg, Passet &co es tun Antworten


Esteban Monaco

19.03.2010, 16:39 Uhr
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Wenn sie konzedieren, dass eine dialektische Sichtweise möglich ist, verstehe ich nicht warum sie sich auf die (sehr wohl richtige) Position der Bildung eines Schutzwalles zurückziehen und die proaktive Ausseinandersetzung mit den vielgescholtenen Tätern vernachlässigen. Diabolisierung ist genausowenig angebracht wie Verharmlosung und verunmöglicht Suche nach Lösungen, die den Opfern zugutekämen. Antworten


Jacqueline Lanz

19.03.2010, 16:26 Uhr
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Was zu Zeiten von Sigmund Freud galt, muss heute nicht mehr richtig sein. Die Stimme der Psychoanalyse interessiert mich in diesem Zusammenhang sehr, aber ich möchte sie von weiblicher Seite hören, machen Sie doch ein Interview mit der Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich. Antworten


Ursula Herzig

19.03.2010, 16:22 Uhr
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Frau Hasler, Herr de Luca! Man kann alles verdrehen, wenn man will! Haben Sie gelesen, dass ich gegen jegliche Übergriffe auf Kinder bin - auch gegen Eltern, die ihre Kinder schlagen oder mit Druck in einen Beruf zwingen! Es geht keineswegs um eine Schonhaltung in Schulen, usw., es geht darum, dass es Menschen mit einer pädophilen Veranlagung gibt und mehr, als Sie denken, arbeiten hart an sich! Antworten


Elisabeth Hasler

19.03.2010, 16:17 Uhr
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Selbst konzediert, dass in dialektischer Sichtweise Täter in gewisser Sicht auch Opfer sein können (und umgekehrt), ist das hier gar nicht die Frage. Schulen & andere Einrichtungen sind rechtlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Kinder in ihrem Tun & Lassen nicht sexualisiert werden. Dies geschieht nie in ihrem eigenen, sondern immer im Fremdinteresse unter schändlicher Ausnützung der Position. Antworten


Elisabeth Hasler

19.03.2010, 15:44 Uhr
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@ Ursula Herzig: Die verteufelte pädophile Neigung? Soll das heissen, dieser vor allem in Privatschulen/Internaten/Kircheneinrichtungen leider nicht allzu seltenen "Neigung" von Betreuungspersonen, müsse im Interesse des KINDES oder der SCHULE mit Schonung & Verständnis begegnet werden? Ist es denn im Interesse der Kinder & von uns Eltern, dort solche Personen anzutreffen? Sind sie ein Zugewinn? Antworten


Malik de Luca

19.03.2010, 15:38 Uhr
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@ Herzig . : ich finde es ehrlich gesagt ein bisschen beängstigend, dass man leute mit einer einstellung, wie Sie sie an den tag legen, auf kinder bzw. opfer loslässt... Antworten


Esteban Monaco

19.03.2010, 15:34 Uhr
Melden

Erstaunlich oft erscheint in solchen Diskussionen die Phrase: "Hier werden Täter zu Opfer gemacht!" Der Täter-Opfer Dualismus muss offenbar unbedingt aufrecht erhalten werden. Man kann sich nicht vorstellen, dass es evtl. Opfer und Opfer gibt. Aber wo kämen wir auch hin, wenn sich das Böse nicht mehr in einzelnen Personen manifestiert, auf die man so wunderbar selbstgerecht zeigen kann... Antworten


Sancho Perrone

19.03.2010, 15:27 Uhr
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@ Büschy: Die Statistik spricht dagegen. Frauen sind jedoch als Mittäterinnen aktiv. Aber das tut eigentlich in diesem Diskurs nichts zur Sache. Antworten


Wilfried Büschy

19.03.2010, 15:20 Uhr
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Bei solchen Themen ist immer nur von Männern die Rede. Es gibt doch sicher auch pädophile Frauen?! Mehr als man denkt! Antworten


JAmes Lehm

19.03.2010, 15:10 Uhr
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Ich studiere selber Psychologie und will hier klar sagen, dass die psychodynamische Sichtweise von vielen Psychologen nicht mehr geteilt wird. In der klinischen Psychologie (Therapie) hat sich gezeigt, dass dieser Ansatz wenig bis meist fast immer nichts bringt. Warum werden nicht andere Therapeuten (kognitv Behavioral) befragt als irgendwelche freudschen Psychoanalytiker. Antworten


Roger Schmid

19.03.2010, 15:04 Uhr
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@ Ursula Herzig: Als Betroffener kann ich nur soviel sagen: Mit Pädophilie kann man nicht umgehen. Als Kind sowieso nicht. Man kann sich nur von ihr distanzieren. Das Ziel muss immer noch sein, Kinder und Jugendliche vor Pädos zu schützen. Eine Pädo-Integration ist völlig fehl am Platz. Und - wie kann etwas "verteufelt" werden, das per se absolut inakzeptabel ist? Antworten


Claudia Rabelbauer-Pfiffner

19.03.2010, 15:00 Uhr
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Würden wir als Krippenbetreiber Herrn Passets Ansichten vertreten, wäre uns ein Sturm der Entrüstung sicher. Und das völlig zurecht. Es gibt nur einen gesellschaftlich akzeptablen Umgang mit Pädophilie: den Schutz der Kinder vor sexuellem Missbrauch und nicht, indem man Pädophile in ihrem Tun noch bestätigt. Antworten


Felix Müller

19.03.2010, 14:59 Uhr
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Endlich mal ein sachlicher Artikel zu dem aufgeheizten Thema. Gut das es noch Zeitungen gibt die ihre Verantwortung warnehmen und nicht nur auf die Auflagenzahlen fixiert sind. Antworten


Elisabeth Hasler

19.03.2010, 14:53 Uhr
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Alles sehr weit hergeholt, verschleiernd & fragwürdig. Abgesehen davon ist es ja nicht eine psychologische Frage, sondern eine geltenden Rechts. Dieses Faktum verschweigen & nivellieren zu wollen, werfe ich auch A. Muschg vor. Widerwärtig, wie er verteidigend in die Haut dieser Pädos schlüpft. Und auch hier wieder die Suggestion, im Grunde sei selbst Mutterliebe sexuell. So werden Täter zu Opfern. Antworten


Hans Maier

19.03.2010, 14:39 Uhr
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Herr Passet begibt sich auf gefährliches Fahrwasser. Ist der Wunsch nach Nähe einfach so gleichzusetzen mit sexuellem Bedürfnis? Wohl kaum! Ich kann mit meinen Kindern körperliche Nähe leben und das geniessen aber eben ausserhalb des sexuellen Kontextes. Der Pädophile hat diese gesunde Grenze verloren und kann wahrscheinlich auch nicht verstehen, dass Liebe und sex. Bedürfnis nicht identisch ist. Antworten


Ursula Herzig

19.03.2010, 14:38 Uhr
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@Jürg Meiwies: Ja, ich habe selber Kinder, arbeite auch mit Kindern, u.a. mit Opfern! Diese Diskussion macht mich betroffen, weil der Wille, zu differenzieren weitgehend fehlt. Ich verurteile jeden Übergriff auf Kinder, sei er sexueller oder sonst gewalttätiger Art! Die Diskussion dreht sich aber hier um die "verteufelte" pädophile Neigung! Auch Pierre Passett empfiehlt, den Umgang damit zu lernen Antworten


Felix de Vries

19.03.2010, 14:35 Uhr
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@ Alex Caviezel: Ich gebe Ihnen recht, dass ein Pädophiler noch lange kein Straftäter ist. Umso mehr muss die Gesellschaft , sowohl zu seinem Schutz als auch zum Schutz des Kindes, dafür sorgen, dass er nicht zum Täter wird. D.h. Pädophilen sollte die Arbeit bzw. der Kontakt mit Kindern grundsätzlich verboten werden. Antworten


Jan Rauch

19.03.2010, 14:28 Uhr
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Genau, Herr Flueler. Jedes Kind sollte einen "Töpli-Franz" zur Seite gestellt bekommen, um den sexuellen Lern - und Erfahrungsprozess vervollständigen zu können! Nur schon diese Argumentation zieht ihre Aussage "...denke nicht durch ihn Schaden genommen zu haben" in Zweifel. Antworten


Janine Richter

19.03.2010, 14:14 Uhr
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Es ist einfach unglaublich, wie massiv hier Pädophilie verharmlost wird! Antworten


Jürg Schmid

19.03.2010, 14:07 Uhr
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Passet's Erklärungsversuche sind typisch für jene "Entschuldungs-Psychiatern" welche von Strafverteidigern gerne benutzt werden. Es gibt klare Unterschiede: So etwa einerseits den Lehrer der ein Mädchen auffängt wenn es vom Reck fällt oder eben anderseits den Tööpli-Franz. Da kann ich Eleonore Müller nur unterstützen. Antworten


Thys Flueler

19.03.2010, 14:00 Uhr
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Endlich ein sachliches Wort in dieser aufgeregten Debatte, die tatsächlich nichts anderes widerspiegelt als die Reaktion auf die sogenannte sexuelle Revolution. Auch ich habe den "Töpli-Franz" gekannt und denke nicht durch ihn Schaden genommen zu haben. Wir haben eher über ihn gelacht. Und letztlich war auch das ein unbedeutender Teil des sexuellen Lern- und Erfahrungsprozesses in der Pubertät. Antworten


Jochen Baumann

19.03.2010, 13:44 Uhr
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Wunderbar dieser Artikel! Ich frage mich auch, wo inhaltiche Unterschied zu Adolf Muschg's Text liegt? Aber dort haben alle aufgeschrien... Antworten


MARIO Ruedi

19.03.2010, 13:40 Uhr
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Es geht nicht darum, sexuelle übergriffe an Kindern gut zu heissen. Nein, vielmehr geht es doch darum, dass man keine Neigung diskriminieren sollte! Was aber bei manchen Menschen aus dieser Neigung entsteht, kann zur Kriminalität führen. Wie bei allen Menschen! In den Medien wird bis "jetzt" NUR über pedofile Straftäter geschrieben. Und dadurch entsteht diese Unsicherheit und neu eine Art Hexenjag Antworten


Claus Hauri

19.03.2010, 13:38 Uhr
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Mit diesen Aussagen, Herr Passett, unterstützen Sie die typische Sicht der Pädophilen und machen Opfer perfide zu Tätern. Ist Ihnen das bewusst? Antworten


nicolas meier

19.03.2010, 12:54 Uhr
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Ich möchte an den Film "Festen" erinnern. Am unsympathischsten sind mir dort diejenigen Charaktere, die zuerst das Missbrauchsopfer zum Schweigen bringen wollen und am Schluss mit dem Finger auf den Täter zeigen. Das sind fast alle....So verhält sich auch unsere Gesellschaft: früher wurde alles verschwiegen und die Opfer im Stich gelassen; heute werden dafür die Täter geteert und gefedert. Antworten


Hagen Tronje

19.03.2010, 12:51 Uhr
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Da Schmid@: Entspannt, heisst rational, auf Fakten basierend, Lösungsorientiert und nicht emotional, dogmatisch. Im Zentrum meiner Betrachtungen steht immer der Mensch, dazu gehört auch der pädophile Mensch. Gemeinverträglich ist der Umgang, wenn er ein Minimum an gesellschaftlichen Kollateralschäden verursacht und den Menschen die Menschenwürde belässt. Antworten


Alex Caviezel

19.03.2010, 12:51 Uhr
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Ein pädophiler Straftäter gehört hart bestraft wie ein nicht pädophiler Straftäter. Keine Diskussion. Gewaltausübung ggü anderen Menschen ist immer zu verabscheuen und entsprechend zu bestrafen. Ein Mensch mit pädophiler Neigung ist aber nicht = Straftäter. Pädophil ist nicht gleich Missbrauch. Bitte dies nicht vergessen ! Antworten


Jürg Meiwes

19.03.2010, 12:26 Uhr
Melden

Ursula Herzig: Haben Sie selber Kinder? Antworten


Karin Fischer

19.03.2010, 12:23 Uhr
Melden

Ich bin froh, leben wir in einer pädo-feindlichen Zeit. Das mag so manchem Kommentator in diesem Forum wohl so ganz und gar nicht passen.... Antworten


Cornelia Hösli

19.03.2010, 12:10 Uhr
Melden

@Ursula Herzig: Übrigens, und das soll nicht männerfeindlich klingen, wohl aber statistisch plausibler: Ihren Aussagen nach sind Sie wohl eher männlichen Geschlechts. Antworten


Martin Joos

19.03.2010, 12:07 Uhr
Melden

"übersensibilisiert wie wir nun sind, begegnen wir Kindern oder Jugendlichen nicht mehr normal.Jede Annäherung an sie steht unter dem Generalverdacht des Missbrauchs.Die Folge davon ist, dass wir uns öfter als nötig möglichst neutral, ja fast kalt verhalten." Wie wahr! Wie viel Machtmissbrauch!Feige Macht der Erwachsenen,die sich vor ihren eigenen Gesetzesfalllen-zum Nachteil des Kinde r-schützen! Antworten


Oliver Hackl

19.03.2010, 12:07 Uhr
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Wir leben doch in einer moralisch total verunsicherten Gesellschaft. Pädophilie ist quasi noch das Letzte was uns geblieben ist, wo wir mit Sicherheit sagen können, dass es zweifelslos schlecht ist. Antworten


Cornelia Hösli

19.03.2010, 12:06 Uhr
Melden

@Ursula Herzig: Entschuldigung, aber der extrem fragwürdige, weltfremde und vor allem erschreckend pädo-freundlichen Input von Bassett bereichert die Diskussion ja wohl überhaupt nicht! Verwässert wird nicht das Thema, sondern die Grenzen, die zwischen Erwachsenen und Kindern in Bezug auf Sexualität bestehen. Und - die Idee mit dem Kindermodekatalog ist ja wohl ein kindischer Witz? Antworten


André Ender

19.03.2010, 12:05 Uhr
Melden

@ Hans Müller. Sooo? Gehört zum Arzt? Nun, in der Schule werden die Leistungen bekanntlich im Zeugnis festgehalten. Ich selber habe zwei Kinder gezeugt. Es steht jedem frei, die augenscheinliche erotische Verwandtschaft der beiden Handlungen abzustreiten... Antworten


Eleonore Mueller

19.03.2010, 12:03 Uhr
Melden

Ich bin vollkommen einverstanden, dass es wichtig ist, zwischen schwereren und weniger schweren Formen des sexuellen Missbrauchs klar zu unterscheiden. Tatsache ist aber, dass auch "weniger schwerer Missbrauch" (wie Betatschen, etc), die sexuelle Entwicklung eines jungen Menschen nachhaltig stören kann, besonders wenn er häufig wiederholt wird und/oder von Vertrauenspersonen begangen wir Antworten


Vera Keller

19.03.2010, 11:58 Uhr
Melden

Interessant, es scheint Mode zu sein, Dinge zu verharmlosen. Ob das ein vergewaltigender Regisseur ist oder sogenannte Pädagogen, die nicht einmal die einfachsten Begrifflichkeiten klar definiert kriegen. Aber auch die wortgewandteste Schönrederei macht aus Machtmissbrauch keine Harmlosigkeit. Antworten


Ursula Herzig

19.03.2010, 11:56 Uhr
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Danke Hagen Tronje! Ich bedaure, dass Uni-Absolventen offenbar die Psychoanalyse als eng bezeichnen und "wegsperren" (Ich bin nicht Psychoanalytikerin). Sie haben viel Verhaltenstherapie studiert, aber scheinbar nicht gelernt, auf den Ball zu spielen. Sie spielen hart auf den Mann und verwässern damit das Thema, über das auf hohem Niveau zu diskutieren überfällig ist. - Auch zugunsten von Kindern Antworten


Hans Müller

19.03.2010, 11:52 Uhr
Melden

Warum redet keiner davon, dass Eros in der Erziehung schlicht Machtausübung ist? Eros hat in der Pädagogik nicht zu suchen. Die Freude an der Entwicklung von Menschen ist die Freude an einem Frühlingstag (den man nicht beeinflussen kann) oder Freude an einem Musikstück (bei dem man etwas mit geleistet hat). Wer da Eros sieht, gehört zum Arzt. Antworten


Jan Rauch

19.03.2010, 11:50 Uhr
Melden

Also das ist wirklich nicht zu glauben, Hagen Tronje. Wir sollten einen entspannteren Umgang mit Pädophilie finden, weil es das schon immer gab und immer geben wird? Anstatt vorzubeugen sollten wir also lieber im Nachhinein lockerer damit umgehen. Dass man auf diese brilliante Idee nicht schon früher gekommen ist! Ich unterstütze voll und ganz den Vorschlag von Peter Eicher. Antworten


Da Schmid

19.03.2010, 11:48 Uhr
Melden

@Tronje: Bitte definieren Sie den "entspannten und gemeinverträglicheren Umgang" mit Pädophilie. Meinen Sie etwa gemeinverträglich auch für Pädophile? Sorry, aber einen solchen Umgang gibt es nicht. Menschen mit pädosexuellen Neigungen bedrohen das Wohl von Kindern, das ist eine Tatsache, die immer wieder bestätigt wird. Es gibt nur eins: Pädos vor Kindern fernzuhalten. Antworten


Martin Bannwart

19.03.2010, 11:45 Uhr
Melden

Der Welt der Journalisten möchte ich eine gründliche Recherche zum Thema ans Herz legen, ob denn die Lehre Sigmund Freuds noch dem aktuellen Stand der psychologischen Forschung entspricht oder nicht. Interessant in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob denn die Theorien Freuds je einer wissenschaftlichen Überprüfung unterzogen wurden und einer solchen standhalten konnten oder nicht. Viel Erfolg! Antworten


Da Schmid

19.03.2010, 11:36 Uhr
Melden

@Ursula Herzig: Passetts rückständiges Psychoanalysen-Gefasel treibt den Diskurs rein gar nicht voran. Sorry, den Mann kann man nicht Ernst nehmen. @Eleonore Muller: Genau so ist es! Diese Unterschiede sollen systematisch verwischt werden. Und Passett leistet mit seinen Aussagen einen massiven Beitrag dazu. Antworten


Marie V.Roth

19.03.2010, 11:36 Uhr
Melden

Mangels Zeichen bleibt nur Sarkasmus: Nach Muschg nun noch ein zweiter alter Mann, der mit reaktionären Theorien das letzte "Machtrevier" unreifer Männer verteidigt. : Das Recht des "Tööplionkels" und des labilen "Kinderliebenden" gegen das Recht des Kindes auf psychische und physiche Integrität. Sublimierung als "Möglichkeit" und nicht als Forderung! Ein süsslicher Freipass für alle Labilen! Antworten


Anel Körooglu

19.03.2010, 11:36 Uhr
Melden

@Peter Eicher: Ich finde Ihre Einstellung super, genau das sollte man machen. Es ist unglaublich dass man das in Ordnung findet. Antworten


Hagen Tronje

19.03.2010, 11:28 Uhr
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Danke dass endlich wieder jemand fähig war, sich öffentlich mit diesem schwierigen Thema differenziert auseinander zu setzen. Pädophile gab es, gibt es und wird es immer geben. Wir sollten daher einen entspannten und gemeinverträglicheren Umgang mit dieser gesellschaftlichen Herausforderung finden. Die aktuellen Tendenzen sind leider nicht zielführend. Antworten


Patrick Ryf

19.03.2010, 11:24 Uhr
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Wenn es darum geht, abstruse und schädliche Philosophien in einer Gesellschaft salonfähig zu machen, wird der Boden immer zuerst von der Gilde der Psychiater vorbereitet. Zu empfehlen ist die Lektüre "Political Ponerology von Dr. Andrzej M. ?obaczewski". Hier wird auf wissenschaftlicher Basis dargelegt, wie die polnische Gesellschaft umgedreht und dem totalitären Kommunismus zugeführt wurde. Antworten


Nadine Katulu

19.03.2010, 11:12 Uhr
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Beim Lesen entsteht der Eindruck, dass versucht wird, unter dem Deckmantel der Psychoanalyse kriminelle oder moralisch höchst verwerfliche Handlungen zu rechtfertigen oder verharmlosen. Seine Formulierungen sind sehr befremdend; mit ähnlichen Argumentationen lassen sich auch Vergewaltigungen, Lustmorde usw. marginalisieren. Auch eignet sich eine Gesellschaftskritik nicht dafür, Opfer zu verleugnen Antworten


Jan Rauch

19.03.2010, 11:12 Uhr
Melden

@ Frau Herzig: Herr Passett ist ein Fachmann für freudsche Triebtheorie! Bereits jede/r Psychologiestudent/in im 1. Semester weiss jedoch, dass tausende wissenschaftlicher Studien eine solch enge Auslegung widerlegen. Lustig ist auch ihre Aussage, dass "wir eine solche Neigung wegdrücken". Bitte sprechen sie hier nur für sich! Ich zum Beispiel habe keine solche Neigung. Antworten


Eleonore Mueller

19.03.2010, 11:12 Uhr
Melden

UNd: ja, Kinder haben manchmal auch "sexuelle Gefühle". Aber es ist die Aufgabe des Erwachsenen, sich darauf NICHT einzulassen und sich aus der Situation zu entfernen. Wenn ich ein Kind auf den Knien habe und es fängt an, sich an mir zu reiben, dann nehme ich es hinunter. Punkt. Missbrauch ist wenn man solche Situationen ausnutzt, um mit der Sexualität des ERwachsenen einzufahren. Antworten


Lara Roth

19.03.2010, 11:09 Uhr
Melden

Dieser Artikel differenziert und liefert Antworten anstatt immer gleich "Wegsperren". Die wirkliche Ausnutzung eines Kindes kann und darf man nicht ignorieren oder verzeihen, aber wir helfen unsere Kinder nicht wenn wir sie nicht aufklären und hinter jede Berührung einer älteren/fremden Person als "Missbrauch" abstempeln...Es gilt das "Unschuldsprinzip"! Antworten


Eleonore Mueller

19.03.2010, 11:01 Uhr
Melden

Es geht nicht darum, dass ein Vater seinem Kind den Arm um die Schulter legt. Es geht darum, dass der Vater sein Kind zwischen den Beinen betatscht und so tut, als wäre es genau dasselbe, als wenn man den Arm um die Schultern legt. Die Pädophilie-Apologeten (wie dieser hier) machen es sich zur Aufgabe, diesen Unterschied zu verwischen. Antworten


Katharina Kunz

19.03.2010, 10:59 Uhr
Melden

Zitat: "Pädagogen versagen nicht mehr u nicht weniger als andere Berufsleute, aber ihr Versagen hat oft tragischere Folgen. Daher die gewaltige Empörung, die ich inadäquat finde" 1. ich wage zu behaupten: sie versagen häufiger 2. tragischere Folgen: die rechtfertigen ein Vermeidenwollen dieser "Fehler"! 3. gewaltige Empörung: finden Sie inadäquat? 4. ich bin massiv irritiert über Ihre Haltung! Antworten


Andre Ender

19.03.2010, 10:58 Uhr
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Das es heute noch Leute gibt, die so sorglos die Bedeutung des Eros bestreiten, um den Kopf vor aktuellen Problemen in den Sand zu stecken, ist wirklich abenteuerlich. Und es diskreditiert eine ganze Disziplin, diejenige der Psychoanalytik, die über solche hahnebüchenen Tabuisierungen längst weit hinaus ist. Herr Martin sollte mal selber denken! Antworten


Nico Suede

19.03.2010, 10:49 Uhr
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Das ist doch unfassbarer Blödsinn was hier publiziert wird, das ist auf so vielen Ebenen absurd, dass ich locker 10 Kommentare schreiben könnte. Was sich in einem gesellschaftlich akzeptablen Rahmen befindet ist doch keine psychoanalytische oder pädagogische Frage, wenn man Kinder ständig betatscht, dann ist das nicht mehr in Ordnung, egal wie das der Psychoanalytiker Passett rechtfertigen möchte. Antworten


Jack Meier

19.03.2010, 10:49 Uhr
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Endlich jemand, der den Medienhype etwas nüchterner betrachtet. Wer sexuelle Handlungen an einem Kind vornimmt, gehört bestraft, ohne wenn und aber. Allerdings wird heute bereits die väterliche Hand auf der Schulter eines Kindes als Missbrauch ausgelegt. Wenn ein angehender Lehrer sagt, er wähle seinen Beruf, weil er gerne mit Jugendlichen zusammen sei, so wird er sofort kritisch beäugt. Krank! Antworten


Darja Rauber

19.03.2010, 10:48 Uhr
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Die Interpretation der weiblichen Brust und des Empfindens beim Stillen als "sexuell" finde ich falsch. So etwas kann nur ein Mann sagen, weil nun mal für Männer die Brüste immer sexuell konnotiert sind. Für uns Frauen sind sie das aber nicht oder weniger, daher wird auch nicht jede Berühung an der Brust als "sexuell" empfunden. Wieder einmal wird eine männliche Sicht als allgemeingültig gesehen. Antworten


Katharina Kunz

19.03.2010, 10:46 Uhr
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wieder einmal werden Täter zu Opfern stilisiert. Doch, es ist so: selbst "kleine" Übergriffe können grosse Störungen auslösen. Sind sie doch von permanenten unterschwelligen Doppelbödigkeiten begleitet. Die Lösung, aus harmlosen Kinderfotos pornografische Bilder zu erstellen finde ich pervers - letzte Interviewfrage: ein Hohn! der Pädophile muss die Rolle des bösen Buben spielen. Nein: er ist es! Antworten


Urs Brunner

19.03.2010, 10:42 Uhr
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@Bühlers: Genau darum geht es in diesem Artikel eben nicht. Niemand rechtfertigt hier sexuellen Missbrauch. Aber wenn ich von Lehrern höre, dass sie im Sportunterricht ein Mädchen, das vom Reck fällt, nicht mehr auffangen dürfen, weil sie sonst gleich die Polizei vor der Tür haben, dann stimmt mit unserer Gesellschaft echt etwas nicht mehr. Und das ist kein erfundenes Beispiel. Antworten


Jean Pierre Cotti

19.03.2010, 10:35 Uhr
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Ich danke für dieses Interview. Gerne nehme ich eine Meinung zur Kenntnis zu einem Thema, zu dem ich keine fest gefügte, unverrückbare = dogmatische Meinung habe. Diese Denkanstösse erweitern mein Verständnis. Und ich kann Herrn Passett's Folgerungen nachvollziehen. Deshlb danke für diesen Impuls. Diese Themen werden zu allen Zeiten eine Auseinandersetzung erfordern und Antworten suchen. Antworten


Ursula Herzig

19.03.2010, 10:33 Uhr
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Sorry Jan Rauch+Reto Beer, Peter Passett IST ein Fachmann! Er rollt ein Stück Kulturgeschichte auf, er sagt in welch enger Zeit wir leben. Er unterstützt mit keinem Wort sexuelle Übergriffe. Nein, er unterstützt eine Neigung, die wir in uns wegdrücken oder nicht zur Kenntnis nehmen, dafür aber Sündenböcke suchen, bei denen wir unsere Empörung platzieren können. Der Artikel ist hochmodern! Antworten


Simon Martin

19.03.2010, 10:31 Uhr
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Dass es heute noch Leute gibt, die so sorglos mit Freud'scher Theorie argumentieren, um aktuelle gesellschaftliche Phänomene zu erklären, ist wirklich abenteuerlich. Und es diskreditiert eine ganze Disziplin, diejenige der Psychologie, die über solche hahnebüchenen Erklärungen inzwischen wiet hinaus ist. Herr Passett sollte nochmals in die Uni gehen! Antworten


peter luchs

19.03.2010, 10:16 Uhr
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@Christian meier: schön wärs ja wenns in dieser debatte nur um"schwerwiegende misshandlung" gehen würde. aber gerade das ist ja nicht der fall!! es wird geradezu "gehypert" wenns um kinder und jugendliche geht. jeder lehrer muss sich als pädophil vorkommen wenn er nur schon einem schüler auf die schulter klopft.das wort missbrauch wird zu leicht und zu oft benutzt,das hilft niemandem. Antworten


Karin Lenz

19.03.2010, 10:09 Uhr
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Ich halte das "Sexgrüsel"-Geschrei gewisser Medien auch nicht für konstruktiv, trotzdem trauere ich dem Typus "Tööpli-Franz" nicht hinterher. Auch mir wurde der Hintern getätschelt - angenehm war das nicht. Eine gewisse Sensibilisierung dafür, welche Körperbereiche eines Kindes dem Kind vorenthalten bleiben sollten, halte ich durchaus für sinnvoll. Antworten


Jan Rauch

19.03.2010, 09:57 Uhr
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Jedem Psychologen müssen hier die Haare zu Berge stehen! Eine solch hinterwäldlerische Interpretation einer ohnehin nur noch von Phantasten vertretenen Triebtheorie ist reine Spekulation und steht in krassem Widerspruch zu mehreren Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschung. Umso schlimmer, dass Herr Passett hier als vermeintlicher „Experte“ dargegestellt wird. Antworten


Christian Meier

19.03.2010, 09:49 Uhr
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Soll das eine Legitimierung für Kindsmisshandlung sein? Ein Klapf auf den Hintern hat wohl noch nichts mit Kindesmisshandlung zu tun. Um das geht es in der Debatte meiner Meinung nach auch nicht. Sondern um schwerwiegende Misshandlung. Würde mich interessieren, ob der Herr Passett gleich reden würde, wäre er als Kind misshandelt worden. Glaube nicht, trotz allem studiert sein. Antworten


Hans Fritz

19.03.2010, 09:27 Uhr
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Endlich jemand, der diese Aufregung, aber auch die These der absoluten Traumatisierung hinterfragt. Es wird alles in einen Topf geworfen: schlimmste sexuelle Handlungen werden gleichgestellt mit harmlosen pubertären Handlungen unter Internatsschülern. Klar zu verurteilen ist: Die Menschenwürde verachtende Ausnutzung eines Abhängigkeitsverhältnisses, ob sexuell, physisch oder psychisch. Antworten


Ursula Herzig

19.03.2010, 09:27 Uhr
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Herzlichen Dank Peter Passett! Endlich erscheint eine differenzierte Darstellung der pädophilen Neigung, die von Übergriffen zu unterscheiden ist. Sie vertreten eben gerade NICHT die Volksmeinung - diese schreit nach Wegsperren! Ich arbeite als Psychotherapeutin mit Menschen, die so stigmatisiert werden, dass es den Kindern, die Übergriffe erleben, gar nichts nützt. Danke für Ihren Kulturbeitrag! Antworten


Erika und Paul Bühler

19.03.2010, 09:26 Uhr
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Wir sind Eltern eines sexuell missbrauchten Kindes und finden die Aussagen von Herrn Passetts einfach nur widerlich, zynisch und absolut weltfremd. Herr Passett, wir hoffen sehr, dass Sie in Ihrer Praxis keine Opfer sexuellen Missbrauchs behandeln. Antworten


Hans Schmid

19.03.2010, 09:09 Uhr
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Kindermodekataloge sind ja nicht verboten... Antworten


Reto Beer

19.03.2010, 09:03 Uhr
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Die Theorien, die Herr Passett in diesem Interview zum Besten gibt, stehen in völligem Widerspruch zu den letzten 90 Jahren Forschung und lösen bei mir als Psychologe mit Abschluss '08 Entsetzen aus. Nur weil etwas vor Jahrzehnten im Studium mal so gelernt wurde, bedeutet dies nicht automatisch, dass es für immer wahr bleibt. Dies gilt insbesondere für wissenschaftliche Erkenntnisse. Antworten


rolf zürcher

19.03.2010, 08:45 Uhr
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Der beste Kommentar den ich in dieser Sache je gelesen habe.Es ist zu wünschen, dass auch Journalisten und Kommentatoren Pädophile nicht als Aussätzige behandeln und das Thema objektiv angehen.Einen Lehrer zB nach 40 Jahren zu verhaften weil er damals jemanden missbraucht haben soll ist absurd.Die Leute wollen nur noch Blut sehen, das ist eine Katastrophe,und die Entwicklung geht immer weiter.. Antworten


Sylvia R. Liatowitsch

19.03.2010, 07:44 Uhr
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Lieber Herr Passett: Mit ihren Worten und Erläuterungen bin ich nicht einig. Da sie jedoch die Volksmeinung formulieren, würde ich dies gerne in einer Weiterbildungsgruppe, Seminar, mit ihnen kritisch beleuchten und versuchen, Ihnen feinfühlig aufzuzeigen, wie sehr sie in ihren Schilderungen verschiedene Grenzen als nicht mehr vorhanden erklären. Beginnend beim Stillen. In Männersicht geb.1940? Antworten


Martina Morgehthaler

19.03.2010, 07:26 Uhr
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Guten Tag Diese teilweise sehr speziellen Theorien kann nur jemand erstellen, der selbst nie von Missbrauch betroffen war. Ich finde dieses Interview daneben. Theorie und Praxis klaffen dabei stark auseinander. Martina Morgenthaler Antworten


Jens Schneider

19.03.2010, 07:17 Uhr
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Herzlichen Dank, Peter Passett, für Ihre treffende Klarstellung . Sie sprechen genau aus, was ich schon seit langem denke und fühle. Wo sind Ihre feigen Berufskollegen, die viel weniger risikieren würden das auch zu sagen, als wir Nichtpsychologen? Wenn ich diese/Ihre Meinung vertreten würde, meine Existenz würde zerstört. Das ist eines Dramen dieser medialen Hype um Missbrauch und Pädophilie Antworten