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Müssen Pendler bald auf die Lektüre von Gratiszeitungen verzichten?
«Vorsicht im Umgang mit Gratiszeitung»: Kolporteur des «Blick am Abend». (Bild: Keystone)
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Die gedruckten Medien haben bisher von der Schweinegrippe vor allem profitiert. Tag für Tag beschert die Pandemie den Zeitungen News und Hintergrundgeschichten. Nun aber könnte die Pandemie sich zumindest für die gegenwärtig erfolgreichste Sparte der Printmedien, den Gratiszeitungen, als nachteilig erweisen.
Denn inzwischen steht die Umsonstpresse im Ruf, sie würden selber den Erreger weiterverbreiten. Das Hotel Victoria-Jungrau in Interlaken empfiehlt jedenfalls seinen Mitarbeitern, vorsichtig zu sein im Umgang mit Gratiszeitungen. Unabhängig von der Frage, wie denn ein «vorsichtiger Umgang» auszusehen hat: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hält nichts von derlei Schutzmassnahmen und gibt Entwarnung für die Pendler. Die Telefon-Hotline in Pandemiefragen rät den Lesern aber, sich öfters die Hände zu waschen; so auch nach der Lektüre von Gratiszeitungen.
Beim Verband Schweizer Presse reagiert man belustigt auf die Schutzmassnahme des Hotels Victoria-Jungfrau. «Die Meinungen der Verleger werden in dieser Frage auseinandergehen», witzelt Hanspeter Kellermüller, Geschäftsführer des Verbands, «je nach dem, ob deren Unternehmen eine Gratiszeitung herausgibt oder nicht.» Angesichts des Wirrwarrs von Empfehlungen gegen die Pandemie, die kursierten, werde er sich hüten, eine Empfehlung abzugeben. (dvp)
Erstellt: 08.08.2009, 09:49 Uhr
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