Leben

Ronald McDonald droht die Frühpension

Aktualisiert am 20.05.2011 4 Kommentare

In den USA greifen Ärzte das Maskottchen von McDonald's an. Der Clown soll Kinder zu schlechten Essgewohnheiten verleiten. Kritik weht dem Aushängeschild der Fast-Food-Kette noch von anderer Seite entgegen.

Er gibt sich sportlich und wird trotzdem als gruselig empfunden: McDonald's-Aushängeschild Ronald in einer Kampagne von 2005.

Er gibt sich sportlich und wird trotzdem als gruselig empfunden: McDonald's-Aushängeschild Ronald in einer Kampagne von 2005.
Bild: Keystone

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Im Kampf gegen Fettleibigkeit bei Kindern wollen Ärzte in den USA nun dem Maskottchen der Burgerkette McDonald's (MCD 91.05 -0.52%) an den Kragen. Sie fordern den Fast-Food-Konzern auf, neben den Spielzeugen zu den Kindermenüs auch auf den Ronald McDonald zu verzichten.

Laut Washingtonpost.com veröffentlichte die gemeinnützige Organisation Corporate Accountability International einen Tag vor einer Sitzung der McDonald's Konzernspitze einen offenen Brief in mehreren US-Zeitungen. Darin beschuldigen Hunderte Ärzte den Konzern, mit Ronald McDonald und den Spielzeugen in den Happy Meals Kinder zu einer ungesunden Ernährungsweise zu ermutigen.

Corporate Accountability International war Mitte der 90er durch ihren erfolgreichen Kampf gegen das Zigarettenkamel Joe Camel berühmt geworden.

«Botschafter des Guten»

McDonald's verteidigt derweil sein Maskottchen, das mittlerweile schon seit fast fünf Jahrzehnten als kinderfreundlicher Sprecher des Unternehmens auftritt. Ronald sei ein «Botschafter des Guten», wird Marlena Peleo-Lazar, die Werbechefin von McDonald's, in der «Washington Post» zitiert.

McDonald's sei stolz auf sein Maskottchen, welches Kinder dazu ermuntere, sich zu bewegen und aktiv zu sein, sagt Peleo-Lazar weiter. Gemäss der «Washington Post» hat sich das Image des Clowns tatsächlich vom tollpatschigen Unterhalter hin zum «Botschafter eines aktiven Lebensstils» bewegt. Der Ronald McDonald von heute steht als Pate für die McDonald's Kinderhilfe ein und präsentiert sich in der Werbung als fitter Athlet.

Kritik aus der Werbebranche

Doch Kritik am Clown wird mittlerweile nicht nur vonseiten der Ärzte laut. Trotz seines sportlich-modernen Auftretens in Fernsehspots ist Ronald McDonald auch in der Werbebranche nicht mehr unumstritten.

Wie Washingtonpost.com schreibt, vermochte es das Maskottchen in einer kürzlich durchgeführten Testvorführung von neuen Werbefilmen nicht mehr, die Zuschauer zu begeistern. Der Clown sei von manchen sogar als «gruselig» bezeichnet worden, heisst es weiter. (kpn/sda)

Erstellt: 19.05.2011, 15:14 Uhr

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4 Kommentare

Reto Bucher

19.05.2011, 16:55 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Ronald McDonald war schon immer gruselig... weshalb er Stephen King auch zu der Figur des Pennywise in Es inspiriert hat. Jetzt klebt durch das kollektive Filmgedächtnis an Ronald die verkappte Aura eines Kinderfressers. So sieht es aus. Abgesehen davon sind Clowns oft gruselig, weil sie einem unberechenbar vorkommen und weil sie ja auch so irr grundlos drauflos lachen. Antworten


Martin Baeumler

20.05.2011, 09:03 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Ronald McDonald gehört zu diesem Unternehmen wie der BigMac. Er ist zur Kultfigur geworden. Klar, gibt es viele die sich gerne seinen roten Skalp an den Gürtel hängen würden aber ich denke er wird sehr alt werden. (Wahrscheinlich weil ich Roland noch nie etwas von McDonald’s habe essen sehen;-) Antworten




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