Leben
Business Class für Haustiere
Von Kevin Kleger. Aktualisiert am 15.07.2009 2 Kommentare
Angesichts der widrigen wirtschaftlichen Umstände glänzt die Flugindustrie momentan mit kreativen Ideen. Am Dienstagabend um viertel vor neun startete wohl eines der innovativsten Projekte: Pet Airways, die erste Airline nur für Haustiere, hob zu ihrem Jungfernflug ab.
Für mindestens 149 Dollar fliegt Pet Airways auf einem Rundkurs zwischen New York, Washington, Chicago, Denver und Los Angeles die liebsten Vierbeiner Amerikas umher. Lediglich Hunde und Katzen haben vorerst das Privileg mit dem exklusiven Flieger in die Luft zu gehen. In Zukunft sollen jedoch auch weitere Haustierarten Platz bei Pet Airways finden. Für die noch etwas ungewohnte Beförderungsleistung hat die amerikanische Fluggesellschaft eigens eine Propeller-Maschine vom Typ Beachcraft 1900 umgebaut. Bis zu fünfzig Tiere sollen pro Flug transportiert werden können.
Erste Klasse als Richtschnur
«Die meisten Tiere, die mit dem Flugzeug reisen, werden im Frachtraum transportiert und wie Gepäck behandelt: Dies kann bei den Tieren emotionalen und physischen Schaden anrichten und gar bis zum Tod führen», erklärt Pet Airways-Mitbegründer Dan Wiesel. Dass es den Tieren an nichts fehlen wird, bekräftigt das Konzept der Pet Lounge: Hierbei handelt es sich um einen Aufenthaltsraum wo die Tiere zwei Stunden vor Flugbeginn abgegeben werden können. In der Zeit bis zum Abflug sorgen die Mitarbeiter dafür, dass die Vierbeiner noch einmal Gelegenheit erhalten, ihr Geschäft verrichten zu können.
«Wir wollen sie wie Erste-Klasse-Passagiere behandeln», so Wiesel. Sobald das Flugzeug wieder Boden unter den Rädern hat, werden die Tiere in eine Pet Lounge am Zielflughafen abgeliefert. Um die Ängste und Sorgen der Besitzer zu besänftigen, können diese den Flug zudem online übers Internet verfolgen.
Kostspieliger Service
Von der wirtschaftlichen Durchschlagskraft des Konzepts ist man bei Pet Airways überzeugt. So seien die nächsten zwei bis drei Monate alle zwanzig Flugzeuge der Flotte ausgebucht. Zudem will Pet Airways ihr Angebot in den nächsten zwei Jahren erweitern und dann 25 Städte in den USA und langfristig auch in Europa anfliegen. «Die Resonanz bei Haustierbesitzern ist enorm», heisst es. Dies dürfte auch daran liegen, dass gemäss der Tierschutz-Organisation SPCA durchschnittlich 5000 Tiere pro Jahr Verletzungen während des Transports in einem Frachtraum erleiden.
Noch erscheint auf den ersten Blick der Mindestpreis von 149 Dollar für einen Flug etwas fraglich. Im Vergleich dazu verlangt American Airlines als direkter Konkurrent im amerikanischen Markt 100 Dollar für die Reise unterm Sitz und 150 für den Transport im Frachtraum.
Auch bei der Swiss fallen die Kosten vergleichsweise tief aus. So varieren sie für einen Kabinenflug innerhalb Europas und nach Nordafrika zwischen 20 und 35 Franken pro Kilo. Kabinenplätze sind jedoch an verschiedene Bedingungen gebunden: So dürfen lediglich Katzen und Hunde mit maximal acht Kilo in einer Box mitreisen – Haustiere, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, müssen im Frachtraum fliegen. Auch leichteren Tieren kann aufgrund ihrer Grösse oder Sauberkeit der Zutritt verweigert werden. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.07.2009, 15:52 Uhr
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2 Kommentare
schoen ists dass bei genuegend geld fido und katze allein fliegen duerfen.mit etwas weniger geld muessen aermere amerikaner in der greyhoundbuechse reisen,aber eben bei gut betuchten amis sind tiere eh die besseren menschen.dafuer duerfen "unansehliche"behinderte nicht fliegen,weil sich sogenannte gesunde gestoert fuehlen. Antworten
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