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Die Mathematik des Boardings

Aktualisiert am 17.01.2014 44 Kommentare

Wie gelingt es, Flugpassagiere möglichst schnell in ein Flugzeug zu bringen? Amerikanische Wissenschaftler haben eine ausgeklügelte Lösung für das Problem gefunden.

">Unvermeidbares Gedränge: Passagiere beim Einsteigen in ein Flugzeug.

Unvermeidbares Gedränge: Passagiere beim Einsteigen in ein Flugzeug.
Bild: Keystone

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Manche Airlines lassen zunächst die Passagiere der hinteren Reihen einsteigen, andere bevorzugen diejenigen, die am Fenster sitzen. Doch egal wie ausgeklügelt die Pläne der Fluggesellschaften sind, das Boarding wird dadurch bislang kaum schneller. Hunderte von Menschen zerbrachen sich schon die Köpfe darüber, wie es am besten ginge. Das Ei des Kolumbus fand keiner von ihnen.

Das Hauptproblem ist das Verstauen des Gepäcks, stellte nun eine Untersuchung der Clarkson University School of Business in New York fest. Eine Lösung hat das Team um Assistenzprofessor R. John Milne gleich parat. Auch sie lassen die Passagiere von hinten nach vorne, vom Fenster zum Gang boarden. Zusätzlich sollten sie aber auch nach Handgepäck auf die Reihen verteilt werden. In jeder Reihe müsste demnach jeweils ein Passagier mit zwei, einem oder gar keinem Gepäckstück sitzen.

Zehn Millionen Dollar einsparen

«So hätte man keine Verzögerungen, weil alle Passagiere versuchen, ihr Gepäck in die Fächer zu stopfen», erklärt Wissenschaftler Milne sein Konzept. Dadurch liessen sich drei Prozent Zeit sparen gegenüber einfachem Einsteigen von hinten nach vorne. Für grosse Fluggesellschaften, wie etwa Delta Air Lines, könnte das eine Ersparnis von etwa zehn Millionen Dollar im Jahr bringen, rechnet Milne vor.

Bislang wurde der neuartige Boarding-Ablauf aber nur in Computersimulationen getestet. Und auch einen Schönheitsfehler hat er. Denn immer mehr Fluglinien lassen Passagiere im Voraus Plätze reservieren. Da weiss man noch nicht, wie viel Handgepäck sie jeweils am Reisetag wirklich mit dabei haben.

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Erstellt: 17.01.2014, 15:19 Uhr

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44 Kommentare

Daniel Hofstetter

17.01.2014, 15:45 Uhr
Melden 230 Empfehlung 8

Man müsste bereits im Gate auf seinen Platz sitzen. Die ganze Platte mit den Sitzen und dem Gepäck im Untergeschoss wird in das Flugzeug, wie in einem Frachtflugzeug, ähnlich einer Gewehrpatrone einer Schrotflinte, eingefügt. So entfallen auch die Reinigungszeit und die Gepäckbeladung. Das Flugzeug kann landen, ausladen, Crewwechsel, einladen und starten. Man dockt eigentlich nur noch an. Antworten


hans keller

17.01.2014, 16:09 Uhr
Melden 159 Empfehlung 9

das lustigste ist doch, dass die leute die beim boarding vordrängen meist die sind, die am längsten ''nuschen'' müssen bevor sie sich niederlassen können und so die gänge für alle verstopfen. die leute am gate frei anstehen lassen aber die schlange dann in umgekehrter reihenfolge ins flugzeug schleusen ;-) Antworten



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