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In diesen Feriendörfern ist man mit dem Auto am falschen Ort

Aktualisiert am 06.09.2011 8 Kommentare

Die Anreise in winterliche Schweizer Ferienorte geht oft am einfachsten mit dem Auto. Das belastet aber die Luft und verursacht Lärm. Es geht auch anders, wie ein Rating des Verkehrs-Clubs Schweiz (VCS) zeigt.


Vorbildlich in nachhaltiger Mobilität: Zermatt im Winter mit dem Matterhorn. (Bild: Keystone )

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Wer diesen Winter ohne Auto in der Schweiz die Ferien fahren möchte, ohne dabei seine Mobilität einzuschränken, der fährt am besten nach Zermatt. Zu diesem Schluss kommt das Rating «mobil & ökologisch» des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS).

Die Anziehungskraft der Schweizer Berge habe Folgen für die Umwelt, sagte VCS-Zentralpräsidentin Franziska Teuscher vor den Medien in Bern. Die Anreise erfolge oft per Auto, was die Luft belaste, Lärm verursache und Infrastrukturen wie Parkhäuser vor Ort erfordere. Es sei daher wichtig, auf den öffentlichen Verkehr zu setzen, und «das haben unsere Gewinner gemerkt».

Nachhaltige Mobilität

Zermatt, Saas-Fee VS und St. Moritz GR führen die Rangliste von insgesamt 14 Winterferienorten an, die auf ihre «nachhaltige Mobilität» geprüft worden sind. Untersucht wurde beispielsweise, wie gross der zeitliche Unterschied zwischen einer Anreise mit dem Auto und mit dem öffentlichen Verkehr ist, wie Helmut Schad vom Institut für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern erklärte.

Ein anderes Kriterium war die Fortbewegungsmöglichkeit vor Ort. So wurde beispielsweise untersucht, ob es auch abends nach dem Après-Ski noch Möglichkeiten gibt, mit dem öffentlichen Verkehr in die Ferienunterkunft zu fahren. Insgesamt lagen der Bewertung 13 Kriterien zu Grunde.

In allen 14 Orten kann der Gepäcktransport bis zu den Unterkünften noch verbessert werden. Auch fehlt es an systematischer Information über die Fortbewegungsmöglichkeiten mit dem öffentlichen Verkehr. «Hier ist das Verbesserungspotenzial enorm», sagte Projektleiterin Noëlle Petitdemange. Auch seien die Websites mit Blick auf Informationen zur Mobilität wenig benutzerfreundlich gestaltet.

Adelboden und Crans-Montana am Schluss

Die Winterferienorte wurden nach drei Kriterien ausgewählt: Sie befinden sich mindestens 1000 Meter über Meer, verbuchen mindestens 100'000 Übernachtungen pro Jahr und haben mindestens 1000 Einwohner. Untersucht wurden Adelboden, Arosa, Crans-Montana, Davos Platz, Engelberg, Grindelwald, Lenzerheide, Leukerbad, Saas-Fee, Scuol, St. Moritz, Verbier, Wengen und Zermatt.

Vergeben wurden maximal 39 Punkte. Zermatt erreichte 29, Saas-Fee 28 Punkte. Adelboden und Crans-Montana lagen mit je 21 Punkten auf den letzten Rängen.

Das Rating wurde vom VCS in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tourismuswirtschaft der Hochschule Luzern und dem Tourismusinstitut der Fachhochschule Westschweiz erarbeitet. Begleitet hat die Arbeit ein Expertenkomitee, in dem unter anderen der Schweizer Tourismus- Verband und das Bundesamt für Raumentwicklung vertreten waren. (bru/sda)

Erstellt: 05.09.2011, 14:59 Uhr

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8 Kommentare

Philipp Betschart

05.09.2011, 16:29 Uhr
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So ökologisch sind "autofreie" Feriennorte auch nicht. In Saas-Fee hat es am Dorfeingang ein grosses Parkhaus. Ähnlich in Zermatt, da gibt es im Tal ebenfalls eines. Erst von da an werden Touristen mit Elektrofahrzeugen respektive Zug transporiert Mit solchen Argumenten den Feldzug gegen das Auto zu unterstützen ist einfach nur billig. Antworten


Walter Kuhn

05.09.2011, 19:26 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Seltsame Auswahlkriterien: Braunwald GL und Mürren BE sind völlig autofrei und bieten für Winter- und Sommersport die nötige Infrastruktur. Wer hat die Auswahlkriterien bestimmt? Und warum? Antworten



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