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Welches Schiff passt zu mir?
Ist der Entschluss gefasst, auf einem Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer, in der Karibik oder über den Atlantik zu reisen, gilt es den geeigneten Anbieter zu finden:
Cluburlaub auf See mit viel Sport und Spiel findet man auf Schiffen von www.aida.ch; www.disneycruise.com.
Noch mehr Freizeit- und Sportangebote, und das rund um die Uhr, gibts auf sogenannt schwimmenden Resorts von www.carnival. com; www.costakreuzfahrten.ch.
Bei Komfortschiffen wird Wert auf gepflegte Atmosphäre und vielseitige Infrastruktur gelegt: www.phoenixreisen.com; www.transocean.de; www.royalcaribbean.com.
Für Partygäste gibt es den Billigkreuzer Easy Cruise One, www.easycruise.com.
Grosssegler mit drei bis vier Masten und weissen Segeln sind geeignet für Seefahrt-Romantiker: www.seacloud.de.
Wer Abenteuer und Naturerlebnis sucht, bucht eine Reise auf einem Expeditionsschiff unter www.hlkf.de; www.oceanstar.de.
Die MSC Magnifica gilt als Luxusschiff zu Mittelklasspreisen, www.msckreuzfahrten.ch.
Als Luxuskreuzer im eigentlichen Sinne gelten Schiffe mit einer exzellenten Küche und einem Höchstmass an Individualität: www.rssc.ch; www.seabourn.com.
Verschiedene Anbieter führen das ganze Jahr hinüber Themenkreuzfahrten durch. Sie reichen von Musik über Gesundheit bis hin zu Astrologie.
Quelle: Schiffsreisen, Claus Schweizer, Werd Verlag, Zürich 2008
Weitere Infos: www.seereisenportal.de
Kreuzfahrtschiffe haben ihr verstaubtes Image als schwimmende Ferienresidenz für reiche Langweiler und Romantiker abgelegt. Vielmehr werden die Vorzüge dieser All-inclusive-Ferien von Familien, Pärchen und Alleinreisenden zunehmend geschätzt. Denn ist das Schiff oder besser die schwimmende Stadt einmal betreten, ist für alles gesorgt: Unterhaltung, Wellness, Shoppen, Schlafplatz, Kulinarisches und Kultur.
Dieser Urlaub birgt aber auch einige Tücken: Auf grossen Schiffen mit rund 3000 Passagieren, wie der MSC Magnifica (siehe unten) wird vom Gast viel Geduld gefordert. Nicht nur beim Schlangestehen am Buffet bei den Hauptmahlzeiten, sondern auch beim Einschiffen. Gepäck und Passagiere werden nämlich genau geprüft, bevor sie an Bord gelangen können. Jeder Gast erhält eine Bordkarte. Sie dient zur Identifizierung, als Zimmerschlüssel und Zahlungsmittel während des ganzen Aufenthaltes (als Währung gelten je nach Reiseroute Euro oder US-Dollar).
Aufgepasst bei Landausflügen
Verlässt man für Landausflüge das Schiff, muss man die Karte dabei haben, damit man wieder an Bord kann. Und Achtung: Wer nach einem Ausflug nicht pünktlich an Bord kommt, der wird womöglich auf dem Festland zurückgelassen und muss selber schauen, wie sie oder er im nächsten Hafen, wo das Kreuzfahrtschiff anlegt, wieder zusteigen kann.
Kleinere Schiffe bieten einen persönlicheren Service, gleichzeitig aber ein beschränktes Unterhaltungsangebot und weniger Bewegungsfreiheit. Schnell fühlt sich der Gast eingeengt, und Langeweile kann aufkommen. Dafür muss auf schwimmenden Giganten genügend Zeit eingerechnet werden, um von einem Ort zum andern zu gelangen. Hier sollte man immer den Schiffsplan in der Tasche haben, damit man wenigstens die eigene Kabine wieder findet.
Nicht teurer als vergleichbare Hotels
Bei der Wahl der Kabine überlegt man sich am besten vor dem Buchen, wie viel Zeit man darin verbringen möchte. Wer sie nur zum Schlafen nutzt, dem genügt eine kostengünstigere ohne Balkon. Wer Angst hat, seekrank zu werden, wählt eine Kabine auf dem tiefsten Deck und in der Mitte des Schiffes. Hier schaukelt es am wenigsten. Moderne Schiffe verfügen über Internetanschluss in den Kabinen. Bei älteren gibt es meist ein Internetcafé an Bord. Beides ist nicht gratis. Auch besteht die Möglichkeit, via Satellitentelefon nach Hause anzurufen. Das ist jedoch sehr teuer.
Dennoch belasten Ferien auf einem Kreuzfahrtschiff das Portemonnaie weniger als Ferien in einem Hotel mit gleichem Komfort. Bei einzelnen Anbietern reisen Kinder gar gratis mit, sofern sie in der Kabine der Eltern übernachten. Zwar wird auch für sie wie für die Eltern eine Hafentaxe verrechnet, diese belastet aber das Ferienbudget nicht gross. Auf manchen Schiffen ist das obligate Trinkgeld auf See im Buchungspreis enthalten, bei anderen wird es auf die Endabrechnung der Bordkarte gesetzt.
Kaum Chancen auf einen Platz neben dem Kapitän
Keine Angst vor dem Kofferpacken – die Kleidervorschriften auf einem Kreuzfahrtschiff sind, entgegen ihrem Ruf, sehr locker. Wer Shorts, Jeans und T-Shirt trägt, tanzt nicht aus der Reihe. Wird zu bestimmten Bordveranstaltungen festliche Kleidung gewünscht (Frau in Abendkleid, Mann in Anzug mit Krawatte), werden die Gäste vorher darauf aufmerksam gemacht. Wer keine schicke Garderobe eingepackt hat, der kann solche Anlässe meiden.
Als Höhepunkt auf dem Schiff gilt für manche der Captain’s Table. Wer träumt, einmal neben dem Kapitän am Tisch zu sitzen, der wird wohl enttäuscht. An diesem Tisch zu sitzen, ist meist nur Ehrengästen vorbehalten. Manchmal erscheint der Kapitän auch nicht selber, sondern schickt einen seiner Offiziere. Und am sogenannten Captain’s Dinner trifft man weder Kapitän noch Offizier. Es ist einzig ein Anlass, bei dem festliche Garderobe getragen wird. (Berner Zeitung)
Erstellt: 04.06.2010, 12:55 Uhr
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