Leben
Der Traum vom Überschallflug geht weiter
Aktualisiert am 26.02.2009 10 Kommentare
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Der Überschalljet von Aerion
Die Concorde ist Geschichte – zu teuer, zu laut, zu klein war der Überschalljet. Die nächsten Anläufe, dem Fliegen jenseits der Schallmauer zum Durchbruch zu verhelfen, sind allerdings im Gang. Die Ingenieure legen besonderes Augenmerk auf die beiden Schwachstellen des legendären französisch-britischen Jets: Lärm und hoher Verbrauch. In den USA arbeitet das Unternehmen Aerion an einem zwölfsitzigen Businessjet, der über Land effizient ganz knapp unter der Schallgrenze fliegen und über dem Meer bis zu Mach 1,6 (1900 Stundenkilometer) erreichen kann - etwa doppelt so schnell wie aktuelle Linienflugzeuge. Die Betriebskosten sollen mit denen herkömmlicher Privatjets vergleichbar sein. Der SBJ soll sogar bis zu einer Geschwindigkeit von Mach 1,15 den gefürchteten Überschall-Knall am Boden vermeiden.
Auch Supersonic Aerospace International setzt mit ihrem Quiet Supersonic Transport, wie der Name schon sagt, auf Lärmvermeidung: Die Konstrukteure haben ein besonderes V-Leitwerk entwickelt, das den Knall beim Durchbrechen der Schallmauer im Vergleich zur Concorde um den Faktor 100 verringern soll. Das Unternehmen, das mit dem amerikanischen Konzern Lockheed Martin zusammenarbeitet, spricht wie Aerion davon, den exklusiven Privatjet Mitte des nächsten Jahrzehnts fertig zu haben. Auch der Flugzeugbauer Gulfstream hat Pläne für einen Quiet Supersonic Jet in der Schublade.
In Europa ist man bei Machbarkeitsstudien
In Europa arbeiten zahlreiche Länder und Unternehmen im Auftrag der EU unter der Führung von Dassault an einer Machbarkeitsstudie für einen Überschall-Jet (Hisac). Boeing entwickelt mit der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA Studien zu Überschallflugzeugen, die aber erst in drei Jahrzehnten in Dienst gestellt werden könnten. Da sind die Japaner schon ein bisschen weiter, sie hoffen auf den Bau eines superschnellen Flugzeugs bis 2020.
Die Europäische Luftfahrtagentur ESA lässt derzeit Ingenieure vom ganz grossen Wurf träumen: Im Rahmen des Projekts Lapcat wird über grosse Flugzeuge nachgedacht, die Geschwindigkeiten von Mach 5 oder sogar Mach 8 (9600 Stundenkilometer) erreichen könnten. «Hauptprobleme sind der Antrieb und die enorme Aufheizung», sagt Patrick Gruhn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Ferne Zukunftsmusik
Ein solcher europäischer Concorde-Nachfolger, der sogar länger wäre als der Airbus-Superjumbo A380, ist ferne Zukunftsmusik. «Der Bau eines Mach-5-Flugzeugs wäre in 25 Jahren möglich - wenn jetzt viel Geld investiert würde», sagt DLR-Ingenieur Gruhn. (se/ap)
Erstellt: 26.02.2009, 13:46 Uhr
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10 Kommentare
Die Tu-144 war keine Kopie, sondern ein anderes Flugzeu nach ähnlichen Prinzipien. Sie ist deutlich grösser und schwerer und hat eine andere Aerodynamik. Andrei Tupolev hatte das Kopieren nicht nötig - die tu-144 war sein drittes Überschallflugzeug. Der technische Nachfolger der Tu-144, gezeichnet vom selben Team, die Tu-160 ist doppelt so gross und fliegt noch immer. Nur ist es leider ein Bomber. Antworten
Alles schön und recht wenn diese Technik heutzutage möglich ist.. Ich frage mich jedoch wie diese Flugzeuge betrieben werden? Mit Benzin, Kerosen? Wie lange haben wir noch Erdöl? Ich denke alternative Lösungen zu suchen wäre sinnvoller als Flugzeuge zu konstruiren die meiner Meinung nach die Aktuelle Rohstoff Problematik in den Schatten stellen..! Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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