Leben
Viel Lärm und ein Schweiger
Von Franziska Kohler. Aktualisiert am 11.11.2011 1 Kommentar
Links
Dossiers
Artikel zum Thema
- Modeschauen sind die neuen Vernissagen
- Mónica Cruz und die Pelzmantel-Panne
- Charles Vögele leidet unter dem starken Franken
- Die beiden Cruz-Schwestern vermisste niemand
- «Er muss jetzt erst mal unten durch»
- Der Sprung zu Cavalli ist geschafft
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Ein «furioser Start für die zweite Edition der Charles Vögele Fashion Days» war für den gestrigen Abend angekündigt worden. Und so strömte fast alles herbei, was die Schweizer Promiszene zu bieten hat: Die Musikergarde war mit Seven, Tanja La Croix und Fabienne Louves, aus der Sportlwelt schauten Hakan Yakin oder Alain Sutter vorbei. Auch die TV-Profis Max Loong und Jubaira Bachmann waren mit von der Partie. Und natürlich Mister Schweiz Luca Ruch mit Freundin Daniela Niederer.
Der Baulärm, von dem man auf dem Puls-5-Areal zunächst empfangen wurde, wollte noch nicht so recht zum angekündigten Show-Event passen. Beim Empfang im VIP-Zelt wurde es dann aber schnell etwas glamouröser: Einer nach dem anderen posierten die prominenteren Gäste vor den Medien, um nachher zu Cüpli und Häppchen überzugehen. Nur einer liess lange auf sich warten: Til Schweiger, deutscher Schauspieler und Regisseur, und Stargast des Abends.
«Ich hoffe, ich falle nicht um»
Er kam dann doch noch, und man wollte ihm die Verspätung auch gar nicht lange nachtragen. Denn kaum jemand kann so schön böse schauen wie Til, und wenn er dann doch mal lächelt... aber lassen wir das. Schliesslich ging es ja in erster Linie um seine Kollektion, «Biaggini Violet», die er nicht nur eigens für Charles Vögele designt hatte, sondern gestern auch auf dem Laufsteg als Model präsentierte.
Ein bisschen nervös sei er schon, verriet Schweiger vor dem Beginn der Modeschau. Er hoffe vor allem, dass er nicht umfalle. Diese Angst war unberechtigt, wie sich später zeigen sollte: Die Modeschau, die multimedial und mit schauspielerischen Einlagen inszeniert worden war, ging reibungslos über die Bühne. Überhaupt kann sich die Mode von «Biaggini Violet» beziehungsweise der Mann darin sehen lassen: Sie ist schlicht und schön geschnitten, männlich und in natürlichen Farben gehalten.
Sarah Connor kam mit zwei Schützlingen
Til Schweiger ist aber nicht der einzige Promi, der sich für Charles Vögele kreativ betätigt. Gezeigt wurde gestern Abend auch die aktuelle «Biaggini Violett» Kollektion von Penélope und Mónica Cruz. Die schönen Schwestern waren leider nicht persönlich anwesend und wurden darum während der Show auf die Leinwand projiziert.
Persönlich anwesend war dann noch Sarah Connor, Sängerin und Jurorin der deutschen Castingshow «X-Factor». In Anbetracht ihres erst vor zwei Monaten zur Welt gekommenen dritten Kindes sah sie fast schon unverschämt gut aus. Dass sie ebenso gut singen kann, weiss man, das bewies sie auch in Zürich. Zum Abschluss holte sie noch zwei ihrer X-Factor-Schützlinge auf die Bühne.
Demonstration gegen «krasse Ungerechtigkeiten»
Die kleine Demonstrantengruppe, die sich vor dem Eingang zur Show postiert hatte, wäre beim ganzen Brimborium beinahe untergegangen: Mit Masken von Til Schweiger und den Cruz-Schwestern über dem Gesicht, demonstrierte die «Erklärung von Bern» gegen die «krassen Ungerechtigkeiten», die am Event deutlich würden: Während Vögele in einen solchen Anlass Millionen von Franken investiere, zahle man gleichzeitig den Produktionsmitarbeitern in Asien Löhne, die nicht einmal existenzsichernd seien. Die Stars, die für ihren Namen und ihren Einsatz Gage kassieren, seien dafür mitverantwortlich.
Die Opening Night war der Auftakt zu einem viertätigen Modefestival, an dem weltweit bekannte Designer wie Roberto Cavalli oder Julien Macdonald sowie Schweizer Designer ihre Kollektionen für 2012 zeigen werden. Neben internationalen Modegrössen will man auch Schweizer Designer in Szene setzen. Highlight ist die Vergabe des «annabelle award 2011» am Donnerstag Abend: Für einen von fünf hoffnungsvollen jungen Modedesignern erfüllt sich damit der Traum eines einjährigen Stages im Florenzer Atelier von Roberto Cavalli. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.11.2011, 06:18 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:

Bitte warten

