Leben
Gesucht: Günstige Studentenwohnung
Von Senta Keller. Aktualisiert am 08.03.2010
Links
- www.wgzimmer.ch
- www.studentenwohnheim.ch
- www.students.ch/wohnungen
- www.wohnen.ethz.ch
- www.woko.ch
- www.juwo.ch
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Hotel Mama ist zwar bequem und billig – und doch verlassen die meisten Studenten in den ersten paar Semestern das elterliche Nest. Laut Bundesamt für Statistik leben nur 39 Prozent aller Studierenden bei den Eltern. Die anderen verzichten auf deren Kochkünste, sind fürs Putzen verantwortlich und waschen ihre Wäsche selber. «Der Wunsch nach Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ist in diesem Alter gross. Das Alleinwohnen gehört für viele zum Studieren dazu», sagt Markus Diem, Leiter Studienberatung der Uni Basel.
Doch eine schicke Wohnung können sich nur die wenigsten leisten. Laut einer von der Studentischen Wohngenossenschaft Zürich (Woko) in Auftrag gegebenen Untersuchung wohnen lediglich 12 Prozent der Studierenden allein. Vierzehn Prozent teilen sich eine Wohnung mit dem Partner. In günstigen studentischen Wohnheimen leben laut Bundesamt für Statistik nur knapp 5 Prozent. Die meisten – 27 Prozent – bevorzugen die Wohngemeinschaft. «In einer WG ist man unabhängig und kann gleichzeitig mit Gleichaltrigen in familiärer Atmosphäre wohnen», sagt Pascal Felber von der Wohnungsvermittlung der ETH und Universität Zürich. Ausserdem sei die WG relativ günstig.
Die Preise steigen schnell an
Doch nicht überall. Bei einer Leerwohnungsziffer von 0,05 Prozent sind die Mieten in Zürich besonders hoch, der Weg zum halbwegs bezahlbaren Zimmer entsprechend lang. Im Schnitt bezahlen Studenten in Zürich laut der Woko-Untersuchung 768 Franken. Auch ein Blick auf die Internetplattform wgzimmer.ch zeigt, dass Zürich ein teures Pflaster ist. Zwar gibt es ein paar wenige Zimmer ab 450 Franken, die meisten Angebote bewegen sich zwischen 650 und 850 Franken. Laut Felber sind die Preise in den letzten zwei Jahren stark gestiegen. Kostete ein auf der universitären Wohnplattform ausgeschriebenes Zimmer im Jahr 2007 monatlich durchschnittlich 573 Franken, waren es 2009 bereits 690 Franken.
Zwar vermietet in Zürich das Jugendwohnnetz 627 Wohnungen, und die Studentische Wohngenossenschaft bietet 1728 Zimmer um die 500 Franken an – bei 40'000 Studierenden bleibt die Wohnungssuche aber schwierig und der Andrang auf lukrative Angebote enorm. So interessierten sich Ende Februar 70 Personen für ein auf dem Internet ausgeschriebenes Zimmer für 550 Franken. Vor allem auswärtige Studierende stossen bei der Wohnungssuche auf Schwierigkeiten. Häufig fehlen ihnen die nützlichen sozialen Kontakte.
Basel und Bern sind günstiger
Viel komfortabler ist die Situation in Basel. Die Stadt weist eine Leerwohnungsziffer von 0,9 Prozent aus. Der Zufallsschnitt von 35 ausgeschriebenen Zimmern auf wgzimmer.ch ergibt eine Miete von 570 Franken pro Monat. Bei den 250 Zimmern in studentischen Wohnheimen übersteigt indes auch in Basel die Nachfrage das Angebot deutlich. In Bern liegen die Preise der Zimmer mehrheitlich zwischen 450 und 700 Franken. Bern hat drei grosse studentische Wohnhäuser mit 487 Zimmern. Doch auch diese sind oft ausgebucht. Gehandelt wird voraussichtlich in Luzern, wo die Zimmer durchschnittlich 660 Franken kosten. Dort plant eine private Stiftung eine Wohnsiedlung für 200 Studenten.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 08.03.2010, 04:00 Uhr





