Studenten besetzen Aula der Universität Basel

Aktualisiert am 11.11.2009
Die Akus, eine linke Studentengruppierung, hat am Mittwoch die Aula der Universität Basel besetzt.
topelement Die Studenten fordern die Abschaffung des Unirats.
Die Studentenproteste nahmen in Österreich ihren Anfang. Seit mehr als zwei Wochen ist der grösste Hörsaal der Universität Wien von Studierenden besetzt, die unter anderem gegen überfüllte Hörsäle und ein schlechtes Betreuungsverhältnis demonstrieren. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile Proteste.

Nun haben die Studentenproteste auch Basel erreicht: Die Aktion kritisch-unabhängiger Studierender (Akus) hat um 10.00 Uhr die Aula des Kollegiengebäudes in Basel besetzt. Bereits in der Nacht davor hatten Studenten in Basel Denkmäler und Brunnen in der ganzen Stadt mit Schärpen geschmückt um auf den Studentenprotest aufmerksam zu machen.

Gegen Studiengebühren

Zwischen 100 und 200 Studenten haben sich in der Aula versammelt und diskutieren über die derzeitig Situation an Schweizer Universitäten. Die Kernanliegen der Akus sind die Abschaffung der Studiengebühren, der Präsenzkontrollen und des Universitätsrats (mit dem Slogan: «Räteuni statt Uniräte»). Sie steht dem Bologna-System kritisch gegenüber und spricht von einer «Ökonomisierung der Bildung».

Die Studentische Körperschaft der Universität Basel (Skuba), die offizielle Studierendenvertretung, distanzierte sich bereits am Vortag der Aula-Besetzung von den Forderungen der Akus. «Wir wollen uns differenzierter äussern», sagte Vorstandsmitglied Lukas Kissling. Die Skuba ist in ihren Anliegen moderater: Sie ist nicht für die Abschaffung, sondern gegen die Erhöhung der Studiengebühren. Sie will nicht die Abschaffung der Uniräte, sondern eine bessere Einbindung der Studenten und eine transparentere Informationspolitik. Einzig bei den Präsenzkontrollen ist man sich mehr oder weniger einig: Mit ihnen ist auch die Skuba nicht glücklich.

(amu/pak)

Erstellt: 11.11.2009, 11:02 Uhr

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