Google radiert die Schweiz aus

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 09.09.2008
«La suisse n'existe pas»: Im Chrome-Werbecomic schlägt Google die Schweiz zu Deutschland.
topelement Keine Schweiz und Österreich verliert Voralberg: So stellt sich Google Europas Grenzen vor.
Peinlicher Fehler bei Google - nein, diesmal geht's nicht um mangelhaften Datenschutz oder Sicherheitslücken bei Chrome. Stein des Anstosses ist der Comic, mit dem Google seit einer Woche den neuen Browser erklärt.

Die Schweiz verliert, Voralberg gewinnt

Auf Seite 13 des Comics, welches auf www.google.com angesehen werden kann, legt Google nämlich ein seltsames Verständnis für europäische Grenzen an den Tag. Der Künstler Scott McCloud hat die deutsch-schweizerische Grenze einfach ausgelassen und die Eidgenossenschaft damit dem grossen Bruder im Norden zugeschlagen. Dafür schickte er das österreichische Bundesland Voralberg in die Unabhängigkeit. Als Gegenleistung zu diesem Verlust an der Westgrenze darf Österreich im Osten in Richtung der ehemaligen Donaumonarchie-Grenzen expandieren. Auch im Rest des alten Kontinents ist die Grenzziehung nicht über alle Zweifel erhaben.

Die Panne ist um so peinlicher, als Google mit den Diensten Google Earth und Google Maps doch einige Geographie-Erfahrungen sammeln konnte. Fazit: Wenn schon Daten sammeln, dann richtig.

( bazonline.ch/Newsnetz )

Erstellt: 09.09.2008, 13:47 Uhr

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