Inzwischen nur noch im Quartett: Die Backstreetboys sind nach eineinhalb Jahren zurück in der Schweiz.
Nur zur Hälfte gefüllte Halle
Wie man bald merkte, bestand das Publikum aus fachkundigen Fans. Brian Litrell dankte den Anwesenden denn auch gleich dafür, dass sie der Gruppe seit nunmehr 17 Jahren die Stange halten. Nur eineinhalb Jahre sind vergangen, seit die Gruppe zuletzt in Zürich haltmachte. Damals bot sich ein ähnliches Bild: eine nur zur Hälfte gefüllte Halle und ein Publikum, das sich begeistert vor die grosse Bühne drängte und für ordentlich Stimmung sorgte.
Auch diesmal kamen die alten Stücke wie «Quit Playing Games With My Heart» oder «Show Me The Meaning» am besten an. Das Material ihres Anfang Oktober veröffentlichten siebten Albums «This Is Us» wurde eher verhalten aufgenommen. Die modernen, mal mit modernen R&B-Produktionen flirtenden, mal mit etwas platten Dance-Music-Anleihen versehenen Songs wirkten mehr wie ein etwas verzweifelter Versuch mit der Neuzeit Schritt zu halten. Ansonsten boten die vier Protagonisten in wechselnden Outfits gewohnt routinierte, etwas breiig klingende Boygroup-Kost. Samt von der gesamten Halle mitgesungener Balladen und hibbeliger Choreografien.
(Tages-Anzeiger)