Die Geschichte mit den Dokumenten, die er bei der UBS vor dem Schredder rettete, machte ihn bei vielen Schweizern zum Nestbeschmutzer. Und das will er jetzt ändern.
Die Vorwürfe ins rechte Licht rücken
«Ich verstehe diesen Vorwurf nicht. Den Verräter machten die Medien aus mir. Aus den USA konnte ich mich ja nicht dagegen wehren. Was ist denn schon falsch daran, UBS-Dokumente aus der Nazizeit vor dem Schredder zu retten? Ich würde das wieder machen und sehe es nach wie vor als richtige und mutige Tat an», sagt er im Interview mit dem «SonntagsBlick».
Und er weiss auch schon, wie er seine Image-Verbesserung angehen will: «Jetzt, wo ich zurück in der Schweiz bin, werde ich über die Medien versuchen, die Vorwürfe ins rechte Licht zu rücken. Jetzt kann ich auch den Leuten auf der Strasse direkt sagen, warum ich damals die Dokumente vor der Vernichtung rettete. Und dass man mich nicht als Buhmann der Nation brandmarken sollte.»
Verschwörungstheorien
Gesagt getan, am Sonntagmittag sass er bereits bei Roger Schawinski im Studio von Radio1 – gleichzeitig verfolgt vom TeleZüri-VJ. In der Sendung «Doppelpunkt» nahm er ausführlich Stellung. «Amerika ist eine Katastrophe», schaut Meili auf seine 12 Jahre USA zurück. Er kritisiert Behörden, Wirtschaft und Banken sieht das Land vor ganz düsteren Zeiten.
Verschwörungstheorien scheinen es Meili angetan zu haben. So ist 9/11 seiner Meinung nach nicht das Werk von Bin Ladens al-Qaida, sondern von den «Amerikanern inszeniert». Die Wiederherstellung seines Rufes gelingt Meili bei Schawinski nicht einmal im Ansatz. Wir sind gespannt auf die Fortsetzung. Am Montag in der Sendung «TalkTäglich» auf TeleZüri.
(cpm)