Mann schiesst in der U-Bahn um sich

Aktualisiert am 22.09.2009
Nachdem ein Mann mitten im Feierabendverkehr unschuldige Menschen erschossen hat, schickt der Staat 1000 Polizisten in die U-Bahnschächte von Mexico City.
Die Behörden haben am Wochenende 1000 zusätzliche Sicherheitskräfte in die 175 U-Bahnstationen der Hauptstadt Mexikos geschickt, wie CNN berichtet. Dies, nachdem ein Mann in der Stosszeit vom Freitagabend eine Pistole ausgepackt und wild um sich geschossen hat. Zwei Menschen starben bei dem Überfall, acht weitere wurden verletzt.

Der 38-jährige Täter Luis Hernandez Castillo hatte zuvor versucht «Este gobierno de criminales» – «Diese Regierung von Kriminellen» – zu schreiben. Als die Polizei ihn davon abhalten wollte, packte Hernandez eine 38-Millimeter-Waffe aus und begann zu schiessen.

Staatsanwalt Miguel Angel Mancera hat inzwischen vor Medien gesagt, der Mann leide wahrscheinlich an einer Geisteskrankheit. «Einmal spricht er über die Erderwärmung, dann über eine Botschaft aus der Bibel, und dann plötzlich über irgendeine Regierung», wird Mancera auf CNN zitiert. Hernandez selber habe ausgesagt, er sei aus der Provinz nach Mexico City gekommen, um eine Hungersnot zu verhindern.

Erstellt: 22.09.2009, 11:45 Uhr

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