Radio DRS: Weniger Berichte aus den Regionen

Aktualisiert am 19.04.2009
Radio DRS prüft gemäss einem Zeitungsbericht als mittelfristige Sparmassnahme die Zusammenlegung von Regionaljournalen und die Schliessung der Regionalstudios St. Gallen, Luzern und Aarau.
topelement Plant Sparmassnahmen in den Regionen: Radio-Direktor Walter Rüegg.
Das teilte DRS-Direktor Walter Rüegg seinen Mitarbeitern mit. Die derzeit sieben Regionaljournale könnten auf vier oder gar drei reduziert werden. Iso Rechsteiner, Vize-Radiodirektor, sagt der «SonntagsZeitung», man müsse «über eine Zusammenlegung einzelner Regionaljournale nachdenken.» Zum Beispiel müsse die Frage erlaubt sein, «ob es um jeden Preis ein Regionaljournal Graubünden braucht.»

Von links bis rechts formiert sich Widerstand: «Wenn Regionen zusammengelegt werden, ist das keine Regionalinformation mehr», sagt der Bündner SP-Nationalrat Andrea Hämmerle. «Schnapsidee», urteilt der Solothurner FDP-Ständerat Rolf Büttiker. Er will eher beim Nachrichtensender DRS 4 News sparen.

Für die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli wäre es «sinnvoller, ganze Programme wie zum Beispiel DRS 3 zu streichen, als da und dort kleinere Sparmassnahmen anzukündigen». Eine konkrete Sparmassnahme zulasten der Randgebiete gibt es bereits: «Wir planen, die technische Infrastruktur in den Regionalstudios abzubauen», sagt Rechsteiner.

(bru)

Erstellt: 19.04.2009, 06:05 Uhr

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