Einstiger Investment-Banker
Warum England? Weil Dickreuter gemäss Angaben seines PR-Mannes zuvor als Investment-Banker bei Lehman Brothers in London gearbeitet hat. Dorthin war er im Jahr 2005 hingezogen, um die grosse Welt des Geldes kennenzulernen. Von dort aus hat er jetzt offenbar auch sein Geschäft aufgezogen. Die Webseite Psychoauction.com läuft aber auch unter Schweizer Domain.
Tatsache ist: Die Webseite ist aufgeschaltet und scheint tatsächlich ihren Dienst zu tun. Mit Google-Suche sind noch keine negativen Kommentare dazu aufgetaucht. Also verschenkt der Mann wirklich Geld? Einige seiner Kollegen hätten sich schon Sorgen gemacht, ob mit ihm alles stimme, wird Dickreuter in den Berichten zitiert.
Einfach eine geniale Geschäftsidee
Ganz ohne Gewinnaussichten scheint das Vorhaben doch nicht zu sein. Geld verdienen will Dickreuter offenbar auf Umwegen. Im Gegensatz zu anderen Auktionsseiten kostet nämlich die Abgabe eines Gebots – und das ab dem dritten Mal. Aber auch diese sind ziemlich günstig zu haben, heute Morgen gingen 25 Gebote für 33 Rappen über den Tisch. Der Preis für die gebotene Ware erhöht sich mit jedem Gebot um einen Rappen.
Trotzdem wirkt das Ganze ziemlich unglaublich. Und der Name «Psychoauction» weckt wohl auch mehr Misstrauen, als es neue Kunden anziehen soll. In einem Bericht auf der Tech-Seite Cnet bleibt der Autor – trotz Neugier – ebenfalls skeptisch: «Ich wäre glücklich, von jemandem zu hören, der etwas für den unglaublich tiefen Preis erhalten hat. Das tönt ja wirklich wie ein verrückter Traum.» Wir werden noch von Dickreuter hören – so der so.
(cpm)