Bisher hätten die Leser der «Neuen Zürcher Zeitung» dank hoher Werbeeinnahmen einen subventionierten Preis bezahlt. Der Rückgang im Werbemarkt hat gemäss Stäheli historisch ein einmaliges Ausmass, im Vergleich zum Vorjahr betrage er gut 30 Prozent. Um die hohen Ansprüche der Leserschaft auch künftig voll befriedigen zu können, werde eine überdurchschnittliche Preisanpassung geprüft.
Stellenabbau beim Support
Nach dem Abbau von 24 Stellen im letzten November kämen dieses Jahr weitere 6 Stellen dazu, indem Pensionierte nicht ersetzt werden, sagte der CEO der NZZ-Gruppe in dem am Mittwoch veröffentlichten Interview. In den Redaktionen würden voraussichtlich keine weiteren Stellen gestrichen.
Durch die Zusammenführung von Supportbereichen in der ganzen NZZ-Gruppe werden laut Stäheli allerdings in den nächsten 18 Monaten weitere 20 bis 25 Stellen abgebaut.
Mit neuen Strategien will die NZZ das Internetangebot in die schwarzen Zahlen bringen. Derzeit seien die Ausgaben in diesem Bereich um drei Millionen Franken höher als die Einnahmen.
Die allgemeinen News im Internet bleiben gratis. Kostenpflichtig werden sollen aber beispielsweise Finanzdienstleistungen, Angebote zu spezifischen Wirtschaftsthemen oder Kommentare von exzellenten Autoren.
(mbr/sda)