Olympia 2012

Federer souverän – Djokovic rettet sich

Aktualisiert am 01.08.2012

Roger Federer gestaltete seinen Olympia-Achtelfinal nach einer brenzligen Situation im ersten Satz souverän. Novak Djokovic war dagegen nur zwei Games vom Ausscheiden entfernt.

1/4 Bester Laune: Roger Federer fehlen noch drei Siege zum begehrten Olympia-Gold.
Bild: Reuters

   

Resultate

Achtelfinals: Federer (Sz/1) s. Istomin (Usb) 7:5, 6:3. Djokovic (Ser/2) s. Hewitt 4:6, 7:5, 6:1. Murray (Gb/3) s. Baghdatis (Zyp) 4:6, 6:1, 6:4. Nishikori (Jap) s. Ferrer (Sp/4) 6:0, 3:6, 6:4. Tsonga (Fr/5) s. F. Lopez (Sp) 7:6, 6:4. Del Potro (Arg/8) s. Simon (Fr/12) 6:1, 4:6, 6:3. Isner (USA/10) s. Tipsarevic (Ser/7) 7:5, 7:6. Almagro (Sp/11) s. Darcis (Be) 7:5, 6:3. - Viertelfinal-Tableau: Federer (1) - Isner (10), Nishikori (Jap) - Del Potro (8); Almagro (11) - Murray (3), Tsonga (5) - Djokovic (2).

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1:21 Stunden brauchte Roger Federer, um sich durch ein 7:5, 6:2 über Denis Istomin den Weg in die Viertelfinals zu bahnen. Federer führte in beiden Sätzen schnell 3:0. Im ersten musste er Istomin aber das Rebreak zugestehen. Der Usbeke hielt die Begegnung danach bis zum letzten Game des Startdurchgangs offen. Vor der rund einstündigen Pause wegen Regens hatte er sogar die Vorteile auf seiner Seite – bei 5:5 und Aufschlag Federer besass er drei Breakbälle.

Mit dem Verlust des ersten Satzes schien bei Istomin aber der Glaube zu schwinden, gegen den Weltranglistenersten eine Überraschung schaffen zu können. Federer blieb so auf dem Weg zum dritten Sieg im dritten Duell mit Istomin schliesslich ungefährdet. Die abgewehrten Breakbälle seien die Schlüsselszene der Partie gewesen, sagte der Favorit, der sein erstes olympisches Edelmetall im Einzel anstrebt. Mitte des ersten Satzes sei er ein wenig verunsichert gewesen, was sich in ungewöhnlich vielen Fehlern beim Halbvolley äusserte.

Federers Respekt vor Isner

In seinem Viertelfinalmatch bekommt es der Baselbieter mit dem als Nummer 10 gesetzten amerikanischen Service-Giganten John Isner zu tun. Diesen stuft er wegen des extrem starken Aufschlags als sehr gefährlich ein. «Er kann es bringen, vor allem über zwei Gewinnsätze», erklärte Federer. Nicht umsonst habe der 2,06-Meter-Riese in diesem Jahr gegen ihn und Novak Djokovic schon gewonnen. Federer bezog seine Niederlage am Davis-Cup in Freiburg im Februar auf einem holprigen Sandplatz. Isner glänzte damals mit bedingungslosem Offensivtennis.

Der Weltranglistenzweite Djokovic bekundete in seinem Achtelfinal nach der Galavorstellung gegen Andy Roddick eine Runde zuvor überraschend grosse Mühe. Der Serbe gab gegen Lleyton Hewitt den ersten Satz mit 4:6 ab, im zweiten verspielte er einen Breakvorsprung, eher er sich noch 7:5 durchsetzte. Der dritte Durchgang war dann eine klare Sache – Djokovic gewann ihn 6:1.

Im Frauen-Einzel verabschiedete sich Venus Williams aus dem Turnier. Die dreifache Olympiasiegerin unterlag der Deutschen Angelique Kerber 6:7, 6:7. Als Topfavoritin auf ihr erstes olympisches Einzelgold hat sich derweil Serena Williams in Stellung gebracht. Die 30-Jährige gewann die Neuauflage des Wimbledon-Finals von 2010 gegen die Russin Wera Zwonarewa in nur 51 Minuten 6:1, 6:0. (ak/si)

Erstellt: 01.08.2012, 12:32 Uhr

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