Panorama
Andre Agassi log bei Dopingkontrolle
Drogenkonsum und Dopinglügen: Andre Agassi im Jahr 1997.
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Ein Redakteur der Zeitschrift «Sports Illustrated» hatte am Dienstag in einem Twitter-Beitrag als Erster auf den Methamphetamin-Verweis in Agassis Buch aufmerksam gemacht.
Agassi bekennt sich nach einem Bericht der englischen «Times» darin auch zu einer Lüge: Als er in den 90ern bei einem Drogentest positiv getestet wurde, hatte er dem Verband ATP schriftlich erklärt, er habe ein Aufputschmittel unabsichtlich zu sich genommen, weil er aus dem Glas Soda seines Assistenten «Slim» getrunken habe. Zu der Lüge schreibt Agassi in seinem Buch: «Ich schäme mich natürlich dafür. Ich habe mir selbst versprochen, dass mit dieser Lüge ein Schlussstrich gezogen ist.»
Exedrin und Speed
«Slim» ist dem Bericht zufolge auch derjenige gewesen, der Agassi die Droge Crystal Meth nahebrachte. Er habe ein kleines Häufchen Puder auf den Tisch geschüttet. «Ich habe etwas davon geschnupft», schreibt der Ex-Tennisstar. «Ich habe mich auf der Couch zurückgelehnt und darüber nachgedacht, dass ich gerade den Rubicon überschritten habe.» Einen Moment lang habe er Reue gespürt, dann tiefe Traurigkeit, aber dann habe eine Welle der Euphorie alle Bedenken und negative Gedanken weggespült. «Ich habe mich noch nie so lebendig gefühlt, so hoffnungsvoll und auch nie solch eine Energie gespürt.» Diese habe ihn dazu getrieben, sein Haus gründlich von oben bis unten zu putzen.
Das Buch erscheint in der Originalausgabe am 9. November. Auszüge veröffentlichten bereits die «Times» in London sowie die US-Zeitschriften «Sports Illustrated» und «People». Demnach erklärte Agassi, er könne nicht von Abhängigkeit sprechen. Aber wer etwas zur Flucht aus der Realität nehme, habe nach Meinung vieler sicher ein Problem.
Agassi, der Ehemann von Steffi Graf, gewann in seiner Karriere acht Grand-Slam-Einzelsiege. 2006 zog er sich vom Tennissport zurück. (phz/ap)
Erstellt: 28.10.2009, 14:58 Uhr



















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