Bernard Madoff im Gefängnis verprügelt

Aktualisiert am 18.03.2010 9 Kommentare

Der Milliardenbetrüger Bernard Madoff wurde offenbar im Gefängnis von einem Mithäftling attackiert und heftig zugerichtet. Die Gefängnisleitung streitet den Vorfall ab.

Musste sich angeblich wegen Schnitten im Gesicht behandeln lassen: Bernard Madoff.

Musste sich angeblich wegen Schnitten im Gesicht behandeln lassen: Bernard Madoff.

Der Zwischenfall sei schon im Dezember geschehen, wie das «Wall Street Journal» berichtet. Als Quelle dienen der Zeitung drei Mitinsassen von Madoff.

Der 71-jährige Bernard Madoff wurde im Juni 2009 zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hat gestanden, über Jahrzehnte ein gigantisches Betrugssystem betrieben zu haben. Er sitzt seine Strafe im Gefängnis Butner in North Carolina ab.

Schwindel und Bluthochdruck

Gerüchte eines Übergriffs auf den prominenten Häftling wurden im Dezember schon einmal herumgeboten. Denn am 18. Dezember 2009 wurde Madoff in die Krankenstation des Gefängnisses verlegt. Doch die offizielle Leitung wiegelte damals ab. Madoff habe lediglich an Schwindel und Bluthochdruck gelitten.

Doch ein Mithäftling, der wegen Drogen einsitzt, erzählt eine ganz andere Geschichte: Madoff habe sich wegen einer gebrochenen Nase, gebrochenen Rippen und Schnitten am Kopf und im Gesicht behandeln lassen.

Ein anderer Insasse, der kürzlich aus Butner entlassen wurde, bestätigt diese Angaben gegenüber dem «Wall Street Journal». Der Streit habe sich angeblich um Geld gedreht.

Von Bodybuilder attackiert

Gemäss einem der Zeugen sei Madoff von einem massigen Mann angegriffen worden, der Bodybuilder gewesen sei und den schwarzen Gürtel im Judo besitze.

Die Gefängnisleitung streitet den Vorfall nach wie vor ab. Denise Simmons, Sprecherin des Butner-Gefängnisses, sagt: «Wir haben keine Informationen, die bestätigen, dass er angegriffen wurde.» Auch Madoff hat sich zum Vorfall nie geäussert.

Gemäss dem «Wall Street Journal» ist es für Häftlinge nicht ungewöhnlich, dass sie abstreiten, geschlagen worden zu sein, weil sie nicht den Ruf einer «Petze» haben wollen. (bru)

Erstellt: 18.03.2010, 09:53 Uhr

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9 Kommentare

heiner lauter

18.03.2010, 10:12 Uhr
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ist mir immer noch unverständlich wie man eine so lange zeit leuten ins gesicht lügen kann und dreist immer weiter macht obwohl man weiss, dass sogar alte leute und kinder darunter leiden werden, die grösse dieses betruges sprengt alle vorstellungen, wie konnte er das so lange ertragen? Antworten


Markus Stalder

18.03.2010, 11:41 Uhr
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Zuerst habe ich gemeint, ich sehe den Ospel auf dem Bild. Antworten



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