Panorama

Berner Geisel in Pakistan soll Baby zur Welt gebracht haben

Aktualisiert am 12.02.2012 40 Kommentare

Die Verhandlungen um die Freigabe von Daniela W. und David O. in Pakistan wurden offenbar eingestellt. Zusätzlich erschwert sich die Situation für das Paar durch die Geburt eines Kindes.

Sollen einen gemeinsamen Jungen bekommen haben: Daniela W. und David o. (Archivbild)

Sollen einen gemeinsamen Jungen bekommen haben: Daniela W. und David o. (Archivbild)
Bild: Keystone

Bildstrecke

Lebenszeichen der in Pakistan entführten Berner

Lebenszeichen der in Pakistan entführten Berner
Das entführte Schweizer Paar soll sich seit Juli in den Händen der Taliban befinden. In zwei Videos von August und September flehen sie darum, die Forderung der Taliban zu erfüllen.

Bildstrecke

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Neuigkeiten um das entführte Schweizer Paar in Pakistan: Die Verhandlungen um die Freigabe von Daniela W. und ihrem Partner David O. gestalten sich im Moment schwierig. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, ist es nun sogar zu einem Scheitern einer möglichen Freilassungen des Berner Paars gekommen. Die Verhandlungen zwischen der militanten Tehrik-e-Taliban (TTP), in deren Gewalt sich die Schweizer befinden, und der Lokalregierung in der Provinz Nord-Waziristan seien «eingestellt» worden.

Grund für den Unterbruch seien die Angriffe der Taliban auf paramilitärische Einheiten, wie ein anonymes Mitglied der TTP der «NZZ am Sonntag» bekannt gibt. Eine zusätzliche Neuigkeit dürfte die Situation der beiden Geiseln zusätzlich erschweren: Wie eine Sprecherin des Amtes für auswertige Angelegenheiten auf Anfrage der Zeitung bekannt gibt, sollen Daniela W. und David O. inzwischen ein gemeinsames Kind bekommen haben. Dabei soll es sich um einen Knaben handeln.

Seit dem 1. Juli in Gefangenschaft

Das junge Paar aus dem Kanton Bern ist am 1. Juli 2011 im Nordosten Belutschistans unweit der Taliban-Hochburgen an der afghanischen Grenze verschleppt worden. Die 28-Jährige und ihr 31-jähriger Begleiter waren in einem Campingbus aus Indien Richtung Iran unterwegs und wollten in den Bergen des Distrikts Loralai übernachten.

Doch in der misslichen Lage gibt es auch eine Nachricht, die etwas zuversichtlicher stimmt: Inzwischen soll sich das Paar in der Gewalt des Anführers der TTP, Wali-ur-Rehmann, befinden, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Die Gruppe ist dafür bekannt, dass sie ihre Geiseln normalerweise nicht misshandelt. Sie hält sie lediglich, um Lösegeld zu erpressen. (mrs)

Erstellt: 12.02.2012, 10:53 Uhr

40

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

40 Kommentare

Rita Stein

12.02.2012, 17:04 Uhr
Melden 156 Empfehlung

Es tut mir leid um die junge Familie. Andererseits frage ich mich, wie dumm und weltfremd man sein muss, um schwanger in einem Bus über Pakistan's Talibangebiete in den Iran reisen zu wollen? Hoffen wir, dass die Taliban das Kind als mildernden Umstand anerkennen, so erhöht sich der Geiselwert und somit auch die Sicherheit der Familie. Antworten


Amon Scherrer

12.02.2012, 15:21 Uhr
Melden 154 Empfehlung

Moment mal .... sie hat gewusst, dass sie schwanger war, und hat sich in solche Gefahr begeben? Das ist einfach kaum einzuordnen. Eine solche Schublade hab ich nicht, die wäre echt vom Keller aus noch mal tiefer. Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Grandioses Berg-Erleben.

Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!