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Ex-Lehman-Chef verkauft Villa für 100 Dollar – an seine Frau

Aktualisiert am 26.01.2009

Eine Millionen-Villa zum Schleuderpreis: Richard Fuld fädelte einen sehr seltsamen Hausverkauf ein.

Villa für ein Butterbrot verkauft: Richard Fuld.

Villa für ein Butterbrot verkauft: Richard Fuld.

Günstig zu schönem Anwesen gekommen: Kathleen Fuld.

Günstig zu schönem Anwesen gekommen: Kathleen Fuld.

13 Millionen Dollar hatte Richard Fuld, der Ex-Chef der Pleite-Bank Lehman Brothers, vor fünf Jahren für das Anwesen mit Seeblick auf Jupiter Island in Florida bezahlt. Jetzt wechselte die Villa für ganze 100 Dollar die Hand. Käuferin war seine Frau Kathleen, wie die «New York Times» berichtet. Das Blatt bezieht sich bei seinen Informationen auf Behördenangaben. Demnach soll der Deal im letzten November über die Bühne gegangen sein.

Dass an dem Besitzerwechsel etwas faul ist, kann man sich denken. Der Ex-Lehman-Chef steht im Zentrum von Ermittlungen der Bundesbehörden. Er und sein Managementteam stehen unter Verdacht, die Investoren über die schlechte Finanzlage der Bank, die Mitte September 2008 Gläubigerschutz beantragte, im Dunkeln gelassen zu haben. Im Oktober wurde Fuld von einem Ausschuss des Kongresses befragt.

Schutz vor Gläubigerzugriff

Bei diesem Sachverhalt liegt die Vermutung nahe, Fuld habe das Haus verkauft, um es vor dem Zugriff möglicher Gläubiger zu sichern.

«Das ist der älteste Trick überhaupt. Es ist durchaus üblich, dass man Vermögenswerte verkauft, wenn man den Atem seiner Gläubiger spürt», sagte Eric Ruff, Anwalt bei der Kanzlei Ruff & Cohen in Gainesville, der «New York Times». (cpm)

Erstellt: 26.01.2009, 12:31 Uhr

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