Panorama
Warum Michelle Hunziker deutsche TV-Zuschauer zunehmend nervt
Von Simone Matthieu. Aktualisiert am 27.11.2009 35 Kommentare
Nach zwei Ausgaben «Wetten, dass...?» mit Michelle Hunziker sind die euphorischen «Michelle macht die Show schöner»-Rufe verstummt. Ernüchterung macht sich breit. Hunziker hat sich die Vorschusslorbeeren, die ihr in Deutschland so willig verliehen wurden, nicht abverdient. Sie erfüllt die Erwartungen der Zuschauer als Co-Moderatorin bei «Wetten, dass...?» nicht.
Das ergibt eine repräsentative Studie der deutschen Programmzeitschrift «TV Guide». Gemäss der Studie sehen 33 Prozent der Befragten keine Verbesserung bei «Wetten, dass...?», seit Hunziker an Bord ist. Nur 15 Prozent schauen sich die Sendung lieber an, seit sie dabei ist. Über die Hälfte der Befragten sei sich jedoch noch nicht sicher und wolle erst einmal weitere Sendungen mit der Schweizerin abwarten.
Hunzikers Benehmen befremdet
Noch bevor Hunziker ein erstes Mal mit Thomas Gottschalk «Wetten, dass...?» moderiert hatte, jubelten deutsche Medien, die Blondine sei die Rettung für die in die Jahre gekommene Show. Warum der plötzliche Gegenwind?
«Die Frau ist optisch ein Lichtblick, keine Frage. Allerdings haben sich ihre Qualitäten damit auch schon erschöpft», analysiert die «Welt online». Und weiter: «Wie die 32-Jährige aufgedreht zwischen Moderator und Wettkandidaten herumsprang, dabei grundsätzlich an den falschen Stellen giggelte und in einem kruden Trapattoni-Deutsch mitunter Verwirrung stiftete, das war nur schwer erträglich.»
«Die Süddeutsche» doppelt nach: «Man weiss nicht, ob das ZDF seinen Unterhaltungsauftrag noch ernst nimmt, oder ob man dort Gottschalks Show ohnehin nur noch als Travestie einer Unterhaltungssendung versteht. Eine Sendung, in der man dem altgedienten Fashion-Victim Gottschalk das Zitat seiner selbst - allerdings mit ungebrochenem Lächeln - als Co-Moderatorin verpasst und tatenlos dabei zusieht, wie sich die Show zwangsläufig zu einem Perpetuum Mobile der Peinlichkeiten aufschaukelt.»
Kopfschütteln allerseits
Zu solchen Meinungen tragen nicht nur Hunzikers penetrant heitere Miene und ihr «Giggeln» bei, sondern unverständliche Auftritte wie bei der letzten Ausgabe: «Michelle Hunziker ist ja so furchtbar originell. Und clever noch dazu: Hat sie doch just am Tag ihres zweiten Assistentinnen-Jobs bei Gottschalk ihre Trennungsgeschichte vom Freund werbewirksam in der Presse platziert, um ihren ach so strahlenden Auftritt als Neusingle bestmöglich zu promoten», höhnt die «Süddeutsche». «Sie tritt erstmal in Bademantel und Frotteepuschen auf, was natürlich wahnsinnig spontan rüberkommt - hat sie es doch tatsächlich nicht rechtzeitig geschafft, sich für ein Kleid zu entscheiden. Für Auftritt «Michelle, die zweite» kommt sie dann in einem Kleid, bei dem der Po-Ausschnitt noch mehr Einblicke gewährt als das Dekolletee.»
Solches Gebaren lässt für die «Süddeutsche» nur ein Fazit zu: «Hunziker ist keine gute Moderatorin. Sie ist überhaupt keine Moderatorin. Sie ist hübsch und nett und fröhlich.»
Damit hat es sich aber auch schon. «Hübsch, nett und fröhlich» reicht offenbar nicht, um die Herzen der deutschen TV-Zuschauer zu erobern. Das kann auch der Hunziker nicht entgangen sein. Ob sie etwas daran ändern kann? Die nächste Ausgabe von «Wetten, dass...?» wird es zeigen. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.11.2009, 13:22 Uhr
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35 Kommentare
Warum hat das ZDF nicht schon längst diese Frau Hunziker in die Garderobe geschickt? Sie ist immer noch vorlaut, zickig, zwangsfröhlich, wiederholt Gottschalk wie ein Papagei, minimal unmöglich bekleidet, uvm. - kurz und schlecht - einfach unerträglich. Sie ist ein Grund mehr, so nach und nach die Sendung auszulassen. Antworten

















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