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Weniger Abstürze, aber mehr Tote
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Die Quote für die westliche Luftfahrt entspricht einem Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Jahr 2000, wie die internationale Luftfahrtvereinigung IATA mitteilte. Nur im Jahr 2006 seien noch weniger Unglücke passiert. Insgesamt starben im vergangenen Jahr 685 Menschen bei Abstürzen westlicher Flugzeugmuster.
Die IATA-Statistiker errechneten für das vergangene Jahr 0,71 Verluste bei je einer Million Flüge. Das sei schlechter als der 2006- Wert von nur 0,65 Abstürzen, aber deutlich besser als die 0,81 des Jahres 2008.
«Sicherheit hat in der Branche höchste Priorität», sagte IATA- Chef Giovanni Bisignani. «Selbst in einem Jahrzehnt, in dem die Fluggesellschaften Jahr für Jahr fünf Milliarden Dollar verloren haben, wurde die Sicherheit immer weiter verbessert.» Das endgültige Ziel müssten aber null Unfälle und null Verluste bleiben.
35 Millionen Flüge
In absoluten Zahlen flogen im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Menschen auf 35 Millionen Flügen. In mehr als drei Viertel der Fälle waren sie in Düsenflugzeugen unterwegs, nur acht Millionen der Flüge wurden in Propellermaschinen durchgeführt.
Nach 22 Unfällen mit westlichen Jets im Jahr 2008 registrierte der Verband im vergangenen Jahr noch 19. Alle Flugzeugmuster und Herkunftsländer zusammengerechnet waren es 90 Unfälle, 19 weniger als 2008. Totalverluste gab es 18 - fünf weniger als im Vorjahr. Allerdings starben mehr Menschen: 685 Tote verzeichnet die Statistik, nach 502 im Jahr 2008.
Grosse regionale Unterschiede
Der Verband stellte erhebliche regionale Unterschiede fest. So lagen Nordamerika mit 0,41 und Europa mit 0,45 Unfällen bei je einer Million Flüge deutlich unter dem Weltdurchschnitt von 0,71.
Im Bereich Ostasien/Pazifik schnellte der Wert allerdings von 0,58 auf 0,86 hoch. Im Nahen Osten und Nordafrika verdoppelte sich die Quote fast auf 3,32 Unfälle je einer Million Flüge.
Die schlechteste Rate hat allerdings erneut Afrika. Hier verunglückte fast jeder 100'000. Flug. Mit 9,94 ist der Wert fast fünfmal so hoch wie im Vorjahr. «Afrikanische Gesellschaften machen nur zwei Prozent des Flugverkehrs, aber 26 Prozent der Unfälle aus», sagte Bisignani. (bru/sda/)
Erstellt: 18.02.2010, 22:46 Uhr



