200 Menschen unter Goldmine begraben – Ministerium dementiert

Aktualisiert am 19.03.2010

In Sierra Leone sind nach Angaben von Nachrichtenagenturen beim Einsturz einer Mine fast alle Arbeiter getötet worden. Die Regierung meldet, es handle sich um «Gerüchte».

Distrikt Bo.


In Sierra Leone hat das Bergwerksministerium am Freitag Berichte über ein schweres Minenunglück im Süden des Landes dementiert. Vertreter des Ministeriums seien in das vermeintliche Unglücksgebiet gereist und hätten dort das Gegenteil festgestellt, hiess es.

Bei den Meldungen über den Einsturz einer illegal betriebenen Goldmine habe es sich offenbar um «Gerüchte» gehandelt, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter des Ministeriums sowohl der Nachrichtenagentur AFP als auch dem britischen Sender BBC.

Viele illegale Schürfstätten

«Der Minister war vor Ort, der zuständige Bergwerksingenieur war dort, die Polizei, die Armee - es war nichts», sagte der Mitarbeiter. Aus Kreisen der Polizei und der Ministeriums war zuvor verlautet, ein Erdrutsch habe die Mine in der Provinz Bo komplett zerstört, bis zu 200 Menschen würden vermisst.

In Afrika gibt es viele illegale Goldschürfstätten. Die dort arbeitenden Menschen haben häufig keine Ausrüstung und graben meist mit blossen Händen nach dem Edelmetall. Da die Stollen schlecht gesichert sind, kommt es immer wieder zu Unglücken. (oku/sda)

Erstellt: 19.03.2010, 21:45 Uhr

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