Panorama

60 Chinesen hausten in Mailand im Abwasserkanal

Aktualisiert am 25.03.2009

Die italienische Polizei hat in Mailand ein «Hotel» unter einem Trottoir geschlossen.

Unterirdische Gruft: Eingang zum «Hotel» in Milano.

Unterirdische Gruft: Eingang zum «Hotel» in Milano. (Bild: Keystone)

Der Eingang des Mailänder «Hotel Botola» («Hotel Falltür») bestand in einer eisernen Luke im Trottoir. Nach Angaben der Polizei konnte über die Falltür nicht nur die städtische Kanalisation erreicht werden, sondern auch eine Unterkunft für arme Einwanderer. Gut versteckt unter dem Trottoir befand sich ein Appartement, das an die Unterkunft in Charles Dickens' Roman «Oliver Twist» erinnerte.

Über 60 teils illegale chinesische Einwanderer - Männer, Frauen und Kinder - seien in dem Loch untergebracht gewesen, Matratze neben Matratze, ein Gasofen, zwei Toiletten, berichtete die Zeitung «La Repubblica» am Mittwoch. «Hier hätte alles in die Luft fliegen können», sagte ein Polizist.

Baby wohnte im Schrank

Die Chinesen, grösstenteils Arbeiter in illegalen Schneidereien, zahlten 100 Euro Miete im Monat für ein Bett in der «Falltür-Pension». Wenn sie mit Kindern unterkommen wollten, waren es 200 Euro.

Der jüngste Mieter der traurigen Unterkunft, ein drei Monate altes Baby, wurde in einem kaputten Kleiderschrank entdeckt. Die Polizei nahm Ermittlungen gegen einen Chinesen und die italienische Besitzerin des Geländes auf. (sam/sda)

Erstellt: 25.03.2009, 13:30 Uhr

Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Grandioses Berg-Erleben.

Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!