Aggressive Affen halten Japaner auf Trab

Aktualisiert am 01.09.2010

Japan leidet unter einem Affenproblem: Nachdem sich nach Attacken innert kurzer Zeit über 60 Menschen verletzten, bläst das Land zur Affenjagd.

Treiben sich oft in Wohngebieten rum: Rhesusaffe in Japan.

Treiben sich oft in Wohngebieten rum: Rhesusaffe in Japan.
Bild: Keystone

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Hunderte Japaner haben sich am Fudschijama auf die Jagd nach aggressiven Affen gemacht, die schon mehr als 60 Menschen angegriffen und verletzt haben. Die nahe dem berühmten Vulkan gelegenen Städte Mishima und Susono mobilisierten Polizei, Feuerwehr, normale Verwaltungsbeamte und Freiwillige, um der Plage Herr zu werden.

«Wenn es irgendwie geht, wollen wir sie einfangen», sagte ein Sprecher der Stadt Mishima am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dafür seien die Jäger mit Gewehren mit Betäubungspfeilen ausgerüstet. «Aber hier gibt es tiefe Wälder und viele Berge. Wenn sie einmal entwischt sind, ist es schwer, sie zu kriegen.»

Begleitschutz für Kinder

Innerhalb von zehn Tagen wurden den Angaben zufolge mindestens 62 Menschen durch die Affen verletzt. Die Stadt Mishima gibt auf ihrer Website inzwischen regelmässig Alarm, wenn Affen gesehen werden. Freiwillige begleiten Kinder in die Schule, um sie vor Angriffen zu schützen. Tierexperten erklärten den Verantwortlichen der zwei Städte, dass die Affen wahrscheinlich nur «aus Spass» die Menschen angreifen. Und dass sie aufhören würden, wenn es ihnen langweilig wird. Darauf aber wollen die Menschen nicht warten.

(mrs/afp)

Erstellt: 01.09.2010, 13:37 Uhr

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