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Anti-Wall-Street Demonstranten legen Verkehr auf Brooklyn Bridge lahm

Aktualisiert am 02.10.2011 39 Kommentare

Die New Yorker Polizei hat nach eigenen Angaben rund 700 Demonstranten festgenommen. Sie protestierten im Finanzviertel der Stadt gegen die Macht der Banken.

1/5 Fertig protestiert: Ein Polizist führt eine Demonstrantin ab. (1. Oktober 2011)
Bild: Reuters

   

Verhaftungen bei Anti-Wall-Street-Protest. (Video: Keystone )

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Bei Protesten gegen die Verantwortlichen der Finanzkrise und die Macht der Banken sind in New York mehr als 700 Menschen festgenommen worden. Die Polizei begründete ihr Vorgehen gestern damit, dass die Demonstranten die Brooklyn Bridge, eines der Wahrzeichen der US-Metropole, blockierten. Die Brücke habe deshalb am Nachmittag für mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt werden müssen, erklärte die New Yorker Polizei.

Die meisten der mehr als 700 Festnahmen seien wegen «Ruhestörung» erfolgt, sagte ein Polizeisprecher. Einige der Festgesetzten seien nach wenigen Stunden wieder auf freien Fuss gekommen, andere sollten den ganzen Tag in Gewahrsam bleiben und müssten mit Gerichtsprozessen rechnen, fügte er hinzu.

Brücke statt Börse

Die Proteste gegen die Banken hatten vor zwei Wochen in einem kleinen Park in Manhattan begonnen. Eine geplante symbolische Besetzung der Wall Street wurde von der Polizei mit einem massiven Aufgebot verhindert. Diesmal hatten die Demonstranten daher beschlossen, zur Brooklyn Bridge zu ziehen. Nach Angaben der Polizei liefen sie zu Hunderten auf die Brücke und blockierten den Verkehr. Einige hätten die Aufforderung der Polizei, die Brücke zu räumen, jedoch befolgt.

Die Demonstranten sind über die Internetseite occupywallst.org («Besetzt die Wall Street») vernetzt. Sie wollen mit ihren Aktionen nach eigenen Angaben gegen die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in den USA protestieren. Ihr Ärger richtet sich auch gegen das mitunter brutale Vorgehen der Polizei in der US-Metropole, nachdem vor rund einer Woche ein Polizist Pfefferspray gegen vier Protestierende eingesetzt hatte, die sich bereits in Polizeigewahrsam befanden.

In Boston gab es Angaben der Polizei zufolge ähnliche Proteste, als eine grosse Menge am Freitagnachmittag vor Büros der Bank of America demonstrierte. Ihr Protest richtete sich unter anderem gegen Zwangsversteigerungen von Immobilien. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich rund 3000 Menschen an den Demonstrationen, die Polizei gab keine Schätzung ab. (ami/dapd)

Erstellt: 02.10.2011, 09:34 Uhr

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39 Kommentare

Peter Meier

02.10.2011, 10:02 Uhr
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Endlich berichten auch die Mainstream-Medien über die Proteste an der Wall Street, die nun bereits seit 2 Wochen andauern. Warum wohl wird ein solches Ereignis versucht totzuschweigen? Und was sagt das aus über unsere "freie" Presse? Antworten


René Bitterlin

02.10.2011, 10:41 Uhr
Melden 46 Empfehlung

Der 'amerikanische' Herbst nach dem 'arabischen' Frühling ? Das Vorzeigeland des Raubtierkapitalismus zeigt Schwäche ? Vielleicht ist ja auch dafür 'Europa' verantwortlich ? Obama, Geither uam sollten sich intensiv um ihr Armenhaus kümmern ! Oder bei Goldman/Sachs nach der Lösung des Problems nachfragen, wenn die 'syrische' Lösung mit 700 Verhaftungen nicht hilft ! Antworten



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