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Augenzeuge: «Da lagen schon einige am Boden»

Aktualisiert am 24.07.2010

Ein Teilnehmer der Loveparade schildert, was sich im Tunnel zugetragen hat.

1/33 Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt: Der Entwurf eines Stahlreliefs des Künstlers Jürgen Meister, das zum Gedenken an die 21 Opfer der Loveparade in der Nähe der Unglücksstelle in Duisburg aufgestellt werden soll. (20. Dezember 10)
Bild: Keystone

   

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Eine Massenpanik wie am Rande der Loveparade in Duisburg sind bei Veranstaltungen in Europa relativ selten, kommt aber immer wieder vor.

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Ein Augenzeuge berichtete dem TV-Sender n-tv, er sei, obwohl das Gelände schon voll gewesen sei, noch hineingekommen. Dann sei er selbst in den Tunnel geraten, der sich für viele als tödliche Falle erwiesen habe. «Da lagen schon einige Menschen am Boden, andere kletterten die Wände hoch und versuchten, über die Seiten in das Gelände hinein zu kommen. Und die Menschenmenge, die nachrückte, die liefen einfach über die am Boden liegenden drüber. Also eine richtige Massenpanik.»

Weiter berichtete der Augenzeuge: «Die Polizei hat versucht, hinein zu gehen in die Menge und die am Boden liegenden Menschen herauszuziehen. Es war aber zu voll, die Polizei hat die Menschen nicht herausbekommen, es war nichts zu machen.» Auch seien zunächst keine Rettungskräfte vor Ort gewesen. Der Augenzeuge sagte: «Hilfskräfte waren erstmal gar nicht vorhanden, vielleicht drei, vier vom Malteser Hilfsdienst. Die konnten aber in der Masse der Menschen auch nichts machen.»

Petra Vennebusch, die als Videoreporterin vor Ort war, sagte im WDR, die Leute seien aggressiv geworden und hätten versucht, sich Zugang zum Loveparade-Gelände zu verschaffen. «Da war Ärger im Spiel», sagte Vennebusch. «Viel Alkohol, viel Drogen.» Die Polizisten seien teilweise überfordert gewesen. (sam/dapd)

Erstellt: 24.07.2010, 19:45 Uhr

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