Panorama
Ausschreitungen nach Cupfinal: Verletzte und 60 Verhaftete
Im Stadion blieben die Fangruppen immerhin friedlich: Doch ohne Petarden... (Bild: Keystone)
...und Feuerwerk gings für die Fans nicht. (Bild: Keystone)
Mehrere Personen wurden verletzt, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Die Polizei hielt bis nach Mitternacht insgesamt rund 60 Personen an.
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot präsent: Wegen dem hohen Zuschaueraufkommen am Cupfinal und den vielen Zuschauern in der Public Viewing Zone auf dem Bundesplatz standen mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Die Berner Kantonspolizei wurde dabei vom Polizeikonkordat Nordwestschweiz unterstützt.
Getrennte Routen
Die Polizei lenkte die beiden Fangruppen auf getrennten Routen zum Stadion. Bereits vor dem Spiel wurden über 20 Personen aus beiden Fanlagern angehalten. Dies unter anderem wegen Gewalt gegen Beamte, Sachbeschädigungen oder dem Mitführen von Pyrotechnika. Mehrere Personen wurden angezeigt.
Die Sion-Fans besammelten sich vorgängig nicht wie vorgesehen auf der Schützenmatte, sondern blockierten über längere Zeit den Hauptbahnhof. Dadurch kam es zu erheblichen Behinderungen für die übrigen Bahnreisenden. Zudem sei es dort zu Sachbeschädigungen und massiven Verunreinigungen gekommen, so die Polizei. Auch Rauchpetarden wurden abgefeuert. Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppierungen musste die Polizei Pfefferspray einsetzen.
Rauchpetarden und Fackeln wurden auch von YB-Fans auf dem Waisenhausplatz abgefeuert. Auf den Unzugsrouten wurden Sachbeschädigungen verübt. Es kam zu einzelnen Scharmützeln zwischen den beiden Fangruppen. Bis Spielbeginn mussten sechs Personen hospitalisiert werden. Die meisten Verletzungen stammten von Schlägereien oder Pyrotechnika.
Schlägereien unter grösseren Gruppen
Nach dem Spiel versuchte die Polizei die Fangruppierungen wiederum auseinander zu halten. Im Hauptbahnhof musste sie aber wegen Schlägereien unter grösseren Gruppen intervenieren. Um weitere Zusammentreffen zu verhindern, setzte die Polizei Gummischrot ein. Insgesamt kam es nach dem Match zu rund 40 Anhaltungen. Es wurden mehrere leicht verletzte Personen registriert.
Auch im Strassenverkehr kam es rund um das Spiel zu Behinderungen. Durch die beiden Fan-Umzüge zum Stadion wurde der Verkehr in der Innenstadt am Abend behindert. Zwischen 18.00 und 19.30 Uhr kam der Verkehr im Raum Wankdorf im Zusammenhang mit dem Verkehrsaufkommen durch die Messe BEA praktisch zum Erliegen. Aus dem Wallis kamen rund 110 Cars nach Bern. (sam/sda)
Erstellt: 21.05.2009, 09:50 Uhr
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