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Befreites Lachen vor dem Abflug nach Hause

Aktualisiert am 04.10.2011 137 Kommentare

Die gestern freigesprochene US-Amerikanerin Amanda Knox hat ihre Heimreise angetreten. Knox ist mit ihrer Familie von Rom abgeflogen. Die Staatsanwälte finden das Urteil «falsch und widersprüchlich».

1/14 Endlich nach Hause: Amanda Knox kurz vor ihrem Abflug nach London, Flughafen Leonardo da Vinci in Rom. (4. Oktober 2011)

   

Fliegt in die Freiheit: Die US-Amerikanerin Amanda Knox. (Video: Reuters)

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Hatte stets ihre Unschuld beteuert: Amanda Knox wird freigesprochen. (Video: Reuters )

Emotionale Rede: Familie von Amanda Knox bedankt sich. (Video: Reuters )

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Nach ihrem spektakulären Freispruch im Mordprozess von Perugia ist die US-Amerikanerin Amanda Knox in ihre Heimat zurückgeflogen. Der Fall der 2007 getöteten Britin Meredith Kercher bleibt damit ungeklärt, jedenfalls fürs erste.

Die Staatsanwälte Giuliano Mignini und Manuela Comodi wollen die Freisprüche von Knox und ihrem Ex-Freund Raffaele Sollecito aber nicht hinnehmen. Nach der überraschenden Wende in dem Berufungsprozess kündigten sie an, den Fall vor das Kassationsgericht ziehen zu wollen. Dies wäre die dritte und letzte Instanz.

«Falsch und widersprüchlich»

«Ich habe noch nie einen solchen Mediendruck erlebt, so kann man nicht vorankommen», erklärte Staatsanwalt Mignini. «Das Urteil von Montagabend ist falsch und widersprüchlich. Also muss das Kassationsgericht entscheiden, wer Recht hat», verwies er auf die hohe Haftstrafe für beide in erster Instanz.

Diese war vor allem von US-Medien mit erheblicher Kritik an Italiens Justiz bedacht worden. In erster Instanz waren Knox und Sollecito 2009 in der mittelitalienischen Universitätsstadt zu 26 und 25 Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht in Perugia hatte es als erwiesen angesehen, dass Knox und Sollecito die Britin unter Einfluss von Drogen und Alkohol getötet hatten, während ein ebenfalls berauschter Bekannter die Arme des Opfers festhielt. Bei diesem handelt es sich um den Ivorer Rudy Guede. Er war 2008 nach einem Teilgeständnis zu 16 Jahren Haft verurteilt worden.

Zweifelhaftes Beweismaterial

Das Berufungsgericht sprach nun am Montagabend Knox und Sollecito frei. Die Britin Kercher war Anfang November 2007 mit durchgeschnittener Kehle, vergewaltigt und von Messerstichen übersät in dem Haus in Perugia gefunden worden, das die 21-Jährige mit Knox bewohnt hatte.

Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass Kercher von Knox, Sollecito und Guede getötet wurde, weil sie sich weigerte, bei Sexspielen mitzumachen. Das Beweismaterial hielt aber der Berufung nicht stand.

Unabhängige Experten äusserten während dem Berufungsprozess ernsthafte Zweifel an den DNA-Tests, die zur erstinstanzlichen Verurteilung von Knox und Sollecito geführt hatten. Die beiden Angeklagten beteuerten vor dem Urteilsspruch noch einmal ihre Unschuld. Sie seien zur Tatzeit nicht in der Wohnung gewesen.

Lob aus Washington

Nach den Freisprüchen kamen Knox und Sollecito frei. Am Dienstag war Sollecito wieder zu Hause in seinem süditalienischen Heimatort Giovinazzo.

Die 24-jährige Knox stieg am Dienstag in Rom mit ihrer Familie in ein Flugzeug nach London, um von dort aus in die USA nach Seattle weiterzufliegen.

Knox habe ihm gesagt, dass sie keine Verbitterung fühle, sagte Corrado Maria Daclon von der Stiftung, die Knox während des Berufungsprozesses unterstützt hatte. Daclon hatte die US-Bürgerin zum Flughafen begleitet.

Die Reaktionen auf die Freisprüche fielen unterschiedlich aus. Das US-Aussenministerium lobte die «sorgsame Prüfung des Falles» durch die italienische Justiz.

Familie von Meredith unter Schock

Die Familie des Opfers andererseits zeigte sich geschockt. «Wir wollen nicht, dass Unschuldige im Gefängnis sitzen. Wir wollen aber, dass die Wahrheit ans Licht kommt», sagte Merediths Schwester Stephanie Kercher vor den Medien in Perugia. Ihr Bruder Lyle ergänzte: «Es ist sehr enttäuschend. Wir stehen wieder ganz am Anfang.»

Der britische Premierminister David Cameron äusserte sein Mitgefühl mit der Familie. Vor dem Urteil hätten die Eltern eine «Erklärung» für das Schicksal ihrer Tochter gehabt, «und die haben sie jetzt nicht mehr». (mrs/sda/dapd)

Erstellt: 04.10.2011, 00:09 Uhr

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137 Kommentare

Michael Frei

03.10.2011, 14:51 Uhr
Melden 133 Empfehlung

Dies ist der letzte Hexen-Prozess Europas. Jeder welcher den Fall studiert, kann einwandfrei feststellen, dass Amanda Knox vollständig unschuldig ist. Der alleinige Verbrecher ist Rudi Guede. Es ist abscheulich wie hier einige Kommentatoren mit Artenschutz argumentieren. Jegliche Beweise sprechen gegen Guede inklusive DNA in der Scheide des Opfers. Die Justiz Italiens ist total ausser Kontrolle... Antworten


Stefan Flüeler

04.10.2011, 05:37 Uhr
Melden 107 Empfehlung

Endlich müssen diese unfähigen, a....gesichtigen ital. Behörden im Staub kriechen ! Nachdem ich mich in den Fall eingelesen hatte, war mir klar: Amanda Knox + Raffaele Solicito sind unschuldig. Die waren ja ein frisch verliebtes Paar (erst eine Woche zusammen) und hatten gar kein Motiv. Der alleinige Mörder ist Rudy Guede, ein Schwarzer aus Elfenbeinküste, dessen DNA überall in/auf der Leiche war. Antworten



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