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Berner und Basler Hooligans bekämpften sich

Von Jürg Spori. Aktualisiert am 17.05.2010 9 Kommentare

Nach der Finalissima zogen die meisten Fans friedlich ab – konsterniert die Berner, in Feierlaune die Basler. Einige Hundert Anhänger beider Mannschaften hingegen lieferten sich Scharmützel mit der Polizei. Es gab Verletzte.

1/3 Die Polizei setzt Tränengas ein.
Bild: Urs Baumann

   

Mit gesenkten Köpfen verliessen Hunderte von YB-Fans gestern noch vor Matchende das Stade de Suisse. Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Ein junger Fan trug das gelbe YB-Halstuch nicht stolz auf der Brust, sondern zusammengerollt in der Hand. Und das gelb geschminkte Gesicht einer jungen Frau schaute ziemlich grimmig in die Landschaft. Willy Vögeli, ein alter YB-Fan, nahm die Niederlage gelassen: «Das Spiel von YB war schlechter als schlecht», sagte er mit einem gequälten Lachen auf dem Gesicht. Auch viele Eltern verliessen mit ihren Kindern an der Hand das Stadion vor dem Schlusspfiff. «Wir wollen auf den Bus, bevor die Krawalle anfangen», sagte ein Vater mit seiner kleinen Tochter.

Kampfbereite Polizisten

Die Stimmung unter den Fans vor dem Stade de Suisse war gereizt und die Polizeipräsenz ums Stadion immens. In allen Gassen riegelten Grenadiere, zum Teil mit Hunden, die Zufahrtsstrassen ab. Zwei riesige, blaue Wasserwerfer auf der Winkelried- und Sempachstrasse standen in Bereitschaft. Fahrzeuge mit aufgesetzten Gittern riegelten die Morgartenstrasse in Richtung Wankdorfkreisel ab.

Nach dem Schlusspfiff rannten dann prompt einige Dutzend frustrierte YB-Fans zum Aussensektor der Basler. Die Polizei reagierte sofort mit Tränengas. «Fuck!», tönte es aus den Reihen der Fans. Hektik kam auf: Eine Gruppe schwarz gekleideter Jungs wollte von der Morgartenstrasse her zum Basler-Sektor vordringen. Mit Glück konnte dies die Polizei verhindern (siehe Kasten). Auf dem Rasenplatz des Wankdorffeld-Schulhauses zündeten Hooligans einen lauten Kracher. Die Polizei setzte wiederum Tränengas und Gummischrot ein. Während eine Fangruppe von der Polizei zur S-Bahnstation eskortiert wurde, randalierten die Basler Fans im abgeriegelten Aussensektor. Die Stadionsecurity und die Polizei konnten nur mit Tränengas verhindern, dass sie zurück ins Stadion stürmten.

Verkehrsbehinderungen

Als die meisten YB-Fans endlich abgezogen waren, eskortierte die Polizei auch die Basler Fans zum Wankdorf-Bahnhof. Damit die auflauernden, konfliktsuchenden YB-Fans nicht an die Basler herankamen, setzte die Polizei auf der Winkelriedstrasse Wasserwerfer und Gummischrot ein. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den beiden Fangruppen und der Polizei dauerte bis 20 Uhr. Während der Ausschreitungen rund ums Stadion war sowohl für den öffentlichen wie für den privaten Verkehr kein Durchkommen mehr. (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.05.2010, 12:49 Uhr

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9 Kommentare

Ueli Buser

17.05.2010, 17:37 Uhr
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Nennt man solche Szene wirklich "massive Ausschreitungen" ?? Das ist ja lachhaft! Antworten


Peter Steiner

17.05.2010, 12:58 Uhr
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Immer der gleiche Kindergarten... Ich finde es immer wieder amüsant zu sehen, wie sich die Polizei und die Steuerzahler an der Nase herumführen lassen... Statt immer nur dazustehen und zu warten, bis etwas passiert, sollte man solche chaoten (NICHT FANS), einkesseln, knebeln und einpacken... Aber stattdessen steht man lieber stundenlang gegenüber und wirft Tränengas und Wasser... looooooooooooool Antworten



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