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Bielersee-Drama: Verlobter des Opfers spricht

Aktualisiert am 29.07.2011 18 Kommentare

Sechs Jahre waren sie zusammen, heute ist er alleine. In einem Interview äussert sich der Verlobte der letzten Sommer auf dem Bielersee getöteten Frau zu seinem Zustand und seinen Hoffnungen.

Stephan F. trauert um seine Freundin.

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Bootsdrama: «Mit dieser Schuld könnte ich gar nicht leben»

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«Ich war es nicht, ansonsten würde ich das alles nicht durchstehen», sagt der 74-jährige Unternehmer U.T. Er ist der Hauptverdächtigte im Bootsdrama vom Bielersee. Seine Schuld oder Unschuld ist in der Nachbarschaft immer noch ein heisses Thema.

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Unternehmer angeklagt

Seit dem 11. Juli ermittelt die Berner Kantonspolizei und suchen den Schuldigen, der das Boot steuerte, welches die Verlobte von Stephan F. überfuhr. Die damals 27-Jährige kam beim Unfall auf dem Bielersee ums Leben. Die Ermittlungen werden sich wohl bis in den Herbst weiterziehen, wie der Staatsanwalt Pascal Flotron gegenüber «Blick» sagte. Voraussichtlich werde man Anklage gegen den 74-jährigen Unternehmer Urs T. erheben. Der Verdächtige bestreitet, die Verlobte von Stephan F. überfahren zu haben.

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Angela, die mit 24 Jahren auf dem Bielersee ihr Leben verlor, liegt in Aarburg (AG) begraben. Sechs Jahre waren sie und Stephan F. zusammen, seit einem Jahr trauert er. In der «Blick»-Ausgabe von heute bricht er sein Schweigen: «Es gibt Tage, da kann ich besser abschalten. Aber es gibt Wochen, da weine ich jeden Tag um Angela.»

Der 27-Jährige ist am Jahrestag an die Unfallstelle gefahren und eine Kerze für sie angezündet. Die beiden haben sich zwei Stunden vor dem Unfall auf dem See verlobt und wollten heiraten. Wie Angela in seinen Armen starb, werde er nie vergessen. An diesen Bildern habe er lange genagt.

Verfahren läuft

Heute beschäftige Stephan F. am meisten, dass das Verfahren noch läuft. Für ihn sei klar, dass der Unternehmer Urs T. die Tat begangen habe. Alle Indizien würden gegen ihn sprechen: Dass er an dem Tag auf dem See gewesen sei, der gleiche Bootstyp, die Schiffsschraube mit den Knochen-Schnittspuren und sogar Blutspuren an der Schraube.

Auf die Frage, woher Stephan F. die Kraft nehme, dies alles wegzustecken, sagt er gegenüber dem «Blick»: «Das frage ich mich manchmal auch. Die Beerdigung war sehr traurig und ich bin danach immer wieder in ein Loch gefallen.» Seine Freunde, die Arbeit in der Papierfabrik und seine ferngesteuerten Modellautos würden ihm Kraft geben. Auch ein Besuch am Grab gebe ihm Kraft.

«Sie ist allgegenwärtig»

Stephan F. habe heute keine Beziehung. Zwar habe er Frauen kennengelernt, doch immer wenn es ernster werde, komme ihm Angela in den Sinn. Wann er wieder eine Beziehung führen könne, wisse er nicht. Angela sei allgegenwärtig.

Beim Prozess will der 27-Jährige anwesend sein und er hofft auf eine harte Strafe. Auch hofft er, dass er, Angelas Familie und alle, die sie kannten, endlich abschliessen können. «Doch auch danach wird Angela immer in meinem Herzen bleiben.» (cls)

Erstellt: 29.07.2011, 10:09 Uhr

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18 Kommentare

Gaby Müller

29.07.2011, 11:06 Uhr
Melden 30 Empfehlung

Interviews mit Blick hinterlassen bei mir einen schalen Nachgeschmack. Auch wenn die Tragödie dabei nicht geschmälert werden soll. Aber ich weiss nicht - muss man sich im Blick exponieren? Oder in der Schweizer Illustrierten? Das hat für mich - nebst allem Elend - den Beigeschmack von: "Bin ich jetzt im Fernseh'n?" Antworten


Michael Vrtacnik

29.07.2011, 11:58 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Tragische Sache. Ein Beispiel mehr dass es anders läuft wenn einem
Normalbürger was passiert. Macht Normalbürger aber etwas, folgt die
Strafe auf dem Fuss. Finde jedenfalls dass die Sache recht stinkt. Ein
klares abschliessendes Urteil würde mich überraschen.
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