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Bootsdrama: Hat Polizei den Fall unterschätzt?

Von Ralph Heiniger. Aktualisiert am 21.07.2010 61 Kommentare

Der Todeskapitän ist noch immer flüchtig. Polizeisprecherin Florie Marion beantwortete gestern die dringendsten Fragen rund um das Bootsdrama. Sie erklärt, warum die Soko erst drei Tage nach dem Unglück gebildet wurde.

1/12 300 Meter vom Ufer der St. Petersinsel entfernt. In diesem Gebiet auf dem Bielersee hat sich der Unfall ereignet.

   

Florie Marion, Polizeisprecherin (Bild: Christian Pfander)

(Video: TeleBärn)

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Was ist der aktuelle Stand der Ermittlungen?
Florie Marion, Mediensprecherin Kantonspolizei: Wir haben sehr viele Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, die wir nun bearbeiten. Die Ermittlungen sind noch immer im Gang.

Erst drei Tage nach dem Unglück hat die Polizei eine Sonderkommission gebildet. Hat die Polizei die Lage am Anfang falsch eingeschätzt?
Wir haben sofort mit der Suche begonnen. Die Sonderkommission haben wir drei Tage danach gegründet, weil erst nach dem Zeugenaufruf viele Hinweise aus der Bevölkerung gemeldet wurden.

Wäre es möglich gewesen, den Bielersee nach dem Unglück sofort abzuriegeln?
Das ist unmöglich.

Wie viele Hinweise hat die Polizei?
Über hundert.

Wie lange wird die Sonderkommission noch ermitteln?

Zurzeit ermitteln fast 30 Leute in der Sonderkommission. Sie bearbeiten die Hinweise von morgens früh bis spätabends. Je nachdem, wie viele Hinweise bearbeitet werden müssen, wird die Grösse der Sonderkommission angepasst. Die Dauer ist abhängig von den Ermittlungen.

Besteht die Möglichkeit, dass die Untersuchungen ohne Ergebnis eingestellt werden?
Das entscheidet die zuständige Untersuchungsrichterin (Silvia Hänzi, Anm. d. Red.).

Die Fahndung erstreckt sich über mehrere Kantone. Hat dies einen Einfluss auf die laufenden Ermittlungen?

Das macht die Ermittlungen aufwendiger. Wir arbeiten eng mit den Polizeikorps von Solothurn, Neuenburg, der Waadt und Freiburg zusammen. Diese Zusammenarbeit läuft aber sehr gut.

Könnte der Todeskapitän nicht aus einem anderen Kanton als Bern, Solothurn, Neuenburg, der Waadt oder Freiburg stammen? Vielleicht sogar aus einem anderen Land?
Doch, natürlich. Aber wir konzentrieren uns vor allem auf den Bielersee, den Murtensee und den Neuenburgersee. Weil wir von dort die meisten Hinweise erhalten haben.

Bräuchte man einen Kran, um das gesuchte Boot aus dem Wasser zu heben?
Das können wir nicht sagen, weil wir das Boot nicht genau kennen.

Es wird behauptet, die Polizei habe den Täter bereits geschnappt. Weil es sich um eine «hochrangige» Person handle, bleibe die Identität geheim.
Das ist völlig falsch. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob die Person hochrangig ist oder nicht. Wir sind immer noch auf der Suche nach dem Täter. (Berner Zeitung)

Erstellt: 21.07.2010, 08:38 Uhr

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61 Kommentare

Soraya Moana

13.07.2010, 14:31 Uhr
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Hoffentlich wird dieser Bootsführer/-raser schnellstmöglich gefasst. Solche Typen dürfen nie wieder in ein Boot steigen. Lebenslänglich (aber wirklich lebenslänglich, nicht nur ein paar Jährchen) in die Kiste. Antworten


Tschannen Werner

13.07.2010, 14:36 Uhr
Melden

10 bis 20 Boote.... und unsere Polizei kennt den Besitzer noch nicht? Ist sicher ein feiner Herrn aus gehobener Gesellschaft, sonst hätten wir den Namen schon lange erfahren. Antworten



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