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Das ZDF veräppelt Erich Hess
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Die «heute-show»
Die «heute-show» ist eine deutsche, im Stil einer Nachrichtensendung gestaltete Comedy- bzw. Satiresendung im ZDF. Der Name der Sendung wurde in Anlehnung an die Nachrichtenformate «heute» bzw. «heute-journal» gewählt. Moderator ist Oliver Welke.
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Erich Hess hatte sich wohl einen etwas anderen Beitrag vorgestellt als jenen, der am Freitag in der «heute-show» ausgestrahlt wurde. Die Macher hätten sich als normales Fernsehteam des ZDF ausgegeben, sagt Erich Hess heute. Man wolle einen Beitrag zum Thema «Steuerstreit» drehen und ihn befragen. Beim Interviewtermin habe das Team mit ihm einige Sequenzen gedreht, von denen er gedacht habe, sie seien für einen Einspieler oder Zwischenschnitte während des Interviews. Falsch gedacht, Hess tappte dem Satireteam der «heute-show» in die Falle.
Statt eines Einspielers sendete das ZDF die Sequenzen als Hauptteil des Beitrags mit Ton. Darauf ist zum Beispiel zu sehen, wie Hess auf Anweisung in die Kamera winkt, wie er seinen Namen einige Male wiederholt oder mit einem Fraktionskollegen Hände schüttelt.
Verdacht geschöpft
Später wird Erich Hess dann doch interviewt. Um seine Aussagen geht es jedoch nicht, sondern vielmehr um den Reporter, der neben ihm einen Kugelschreiber zerlegt und sich damit in der Nase bohrt. Zum Schluss des Beitrags redet Erich Hess frontal in die Kamera, wiederholt wieder seinen Namen und erklärt seine politischen Standpunkte. Im Hintergrund taucht der Reporter auf, steht zunächst nur rum und symbolisiert dann Oralsex – so wie es etwa bei 15-Jährigen beliebt ist.
Er habe während der Dreharbeiten schon gedacht, dass sich das Team komisch verhalte, sagt der 31-jährige Hess am Samstag gegenüber baz.ch/Newsnet. «Ich habe gefragt, ob sie für eine Satiresendung drehen, aber das Team hat dies abgestritten.» Trotzdem sei ihm nach dem Treffen klar gewesen, dass die Sequenzen wohl in einer Satiresendung ausgestrahlt würden. Hess nimmt den Beitrag gelassen. «Hauptsache, die Leute haben etwas zu lachen.»
Nicht zum ersten Mal
Der Präsident der Jungen SVP Schweiz hat bereits zu Beginn des Jahres einmal unliebsame Erfahrungen mit «Filmaufnahmen» gemacht. Blick.ch hatte im Januar ein heimlich aufgenommenes Video veröffentlicht, das den Berner SVP-Grossrat zeigt, wie er betrunken durch Bern marschiert und in Liebeskummer schwelgt.
Dass diese Aufnahme veröffentlicht wurde, bezeichnete der Politiker damals gegenüber baz.ch/Newsnet als «Sauerei». In diesem Fall war für ihn störend, dass das Video heimlich aufgenommen wurde und auch ohne sein Einverständnis veröffentlicht worden sei. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 22.09.2012, 16:59 Uhr
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