Panorama
Dem Boss dicht auf den Fersen
Der meistgesuchte Straftäter Italiens: Matteo Messina Denaro.
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Der berüchtigte Mafioso steht seit 1993 auf der Liste der meistgesuchten Straftäter Italiens, seit 2007 soll er der Kopf der sizilianischen Mafia sein. «Wir sind ihm dicht auf den Fersen», sagte Innenminister Roberto Maroni nach der Polizeiaktion.
Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Polizei gewissermassen um die «Postboten» des Mafiabosses, die seine schriftlichen Notizen verteilten, mit deren Hilfe er von seinem Versteck aus mit seinen Stellvertretern und anderen Mafiafamilien in Sizilien in Kontakt blieb. «Wir haben sein 'Postamt' zerlegt, sein Kommunikationsnetzwerk, mit dem der Flüchtling Nummer eins Informationen weitergab und der gesamten Mafiaoperation Anordnungen erteilte», sagte Minister Maroni.
Die Polizei in der sizilianischen Stadt Trapani erklärte, der Mafiaboss habe sein Risiko zu minimieren versucht, indem er sich hauptsächlich auf Verwandte verliess. Der Grossteil seiner Kommunikation habe er über «Pizzini» - kleine verschlüsselte Notizen - abgewickelt. Den Festgenommenen wird Mitgliedschaft in der Mafia, Erpressung und Betrug zur Last gelegt. (bru/ddp/)
Erstellt: 15.03.2010, 18:23 Uhr



