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Der Winter ist zurück – Verkehrschaos auf den Strassen

Am Morgen sind im Mittelland mehrere Zentimeter Neuschnee gefallen, eisiger Wind sorgte für glatte Strassen. Besonders prekär war die Situation östlich des Kantons Aargau.

1/17 Der Bus 34 steckt am Samstagmorgen in Zürich-Witikon fest.
Bild: Leserreporter

   

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Eine kalte Nacht und starker Schneefall haben am Samstagmorgen vielerorts zu einem Verkehrschaos geführt. Innert weniger Stunden kam es zu über hundert Unfällen. Die Gotthardautobahn war zeitweise gesperrt. Im Grossraum Zürich brach der Busverkehr zusammen.

Nach Angaben von Meteo Schweiz war es in der Nacht im Flachland mit Temperaturen um -4 Grad «relativ kalt». Dies führte dazu, dass der Schnee auf den Strassen rasch ansetzen konnte. Bern registrierte am frühen Samstagmorgen -6,1 Grad, Genf -5,9 Grad, St. Gallen -5 Grad, Zürich -4 Grad und Basel -3,3 Grad.

Innert kurzer Zeit sechs Zentimeter Neuschnee

Im Verlaufe des Tages hielten sich die Temperaturen um null Grad. Wo kein Salz gestreut wurde, blieben die Strassen rutschig. Eine Sprecherin des Verkehrsinformationsdienstes Viasuisse, sagte auf Anfrage, prekär sei die Situation in den Alpen und insbesondere östlich des Kantons Aargau.

Innert kurzer Zeit ist gemäss Meteo Schweiz am Samstagmorgen bis zu sechs Zentimeter Schnee gefallen, dies in Begleitung zum Teil heftiger Nordwinde. Weniger betroffen Schneefall und Sturm war die Westschweiz.

Autofahrer zu schnell unterwegs

Insgesamt meldeten die Kantonspolizeien rund 200 Verkehrsunfälle. Meist blieb es bei Blechschäden, rund zwanzig Personen erlitten Verletzungen. Allein die Kantonspolizei Zürich musste zu ungefähr 100 Unfällen mit insgesamt sechs Verletzten ausrücken. 68 Unfälle und vier Verletzte meldete die Kantonspolizei Bern.

Die Kantonspolizei St. Gallen zählte 35 Unfälle und fünf Leichtverletzte. Im Aargau ereigneten sich in fünf Stunden 70 Unfälle, 20 davon auf Autobahnen. Sechs Menschen wurden leicht verletzt. Unfälle und Wartezeiten auf den Autobahnen vermeldete die Kantonspolizei Solothurn.

Gotthard gesperrt

Vielerorts mussten die Strassen zeitweise gesperrt werden. So auch die Gotthardautobahn Richtung Süden und der Gotthardtunnel: Auf der Autobahn A2 verunfallte zwischen Amsteg und Göschenen ein Lastwagen. Der Gotthardtunnel blieb wegen eines Unfalls unmittelbar nach dem Tunnelausgang bei Göschenen zeitweise geschlossen.

Viele Autofahrer würden die Geschwindigkeit nicht den prekären Strassenverhältnisse anpassen, hiess es von Seiten der Kantonspolizeien. Nicht nur auf Nebenstrassen, sondern auch auf Hauptstrassen und Autobahnen war am Samstagmorgen mit Schnee und Eisglätte zu rechnen gewesen.

Kein Bus mehr in Zürich

In der Stadt Zürich stellten die Verkehrsbetriebe (VBZ) den Busbetrieb zeitweise vollständig ein. Zahlreiche Busse seien am Samstagmorgen steckengeblieben oder in Unfälle verwickelt gewesen, teilte das Unternehmen mit. Die Trams verkehrten mit Verspätungen.

Bei der SBB hingegen kam es zu keinen Störung wegen des Schneefalls. Doch wie auf der Internseite der SBB zu entnehmen war, trafen drei Fernverkehrszüge aus Deutschland mit rund einer Stunde Verspätung ein. Die SBB stellten Ersatz-Züge bereit.

In der Nacht zog ein Tief von Deutschland her über die Schweiz. Dieses brachte nicht nur Schnee, sondern auch eisige Polarwinde. Auch am Sonntag soll es gemäss Meteo Schweiz kalt bleiben. Mit weiterem Schneefall ist aber nicht zu rechnen. (oku/sda/)

Erstellt: 06.03.2010, 15:27 Uhr

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